Die südkoreanische Digitalbank K bank geht eine strategische Partnerschaft mit Ripple ein. Gemeinsam wollen die Unternehmen testen, ob sich Auslandsüberweisungen mit Blockchain Technik schneller, günstiger und transparenter abwickeln lassen. Für Ripple ist es ein weiterer Schritt, um seine Zahlungsinfrastruktur stärker im asiatischen Bankensektor zu verankern.
K bank testet Ripple für Auslandsüberweisungen
Die Vereinbarung wurde in Seoul am Hauptsitz von K bank unterzeichnet und laut dem Korea Herald am Montag bekannt gemacht. An der Unterzeichnung nahmen unter anderem K bank CEO Choi Woo hyung sowie Fiona Murray, Managing Director von Ripple für den asiatisch pazifischen Raum, teil.
Im Kern geht es darum, ob Ripples globales Netzwerk und die zugrunde liegende Blockchain Infrastruktur das bestehende Remittance System von K bank verbessern können, also bei internationalen Geldtransfers. K bank erhält damit eine praxisnahe Testumgebung für moderne Abwicklungswege, während in der Branche Themen wie Stablecoins und tokenisierte Zahlungsstrecken immer stärker in den Fokus rücken.
Beide Seiten betonten den Innovationscharakter des Projekts. Ripple verwies darauf, dass K bank in Korea als Vorreiter im Digitalbanking gilt. K bank wiederum erwartet, durch die Tests seine Wettbewerbsfähigkeit im Bereich blockchainbasierter Auslandsüberweisungen zu stärken.
Projekt läuft bereits in zwei Phasen
Laut K bank läuft bereits ein Proof of Concept. In der ersten Phase wurden Überweisungen über eine separate Anwendung getestet. In der zweiten Phase geht es nun darum, die Stabilität der Transaktionen zu prüfen, indem Kundenkonten virtuell mit internen Systemen verknüpft werden. Das ist ein wichtiger Schritt, weil er zeigt, dass das Projekt nicht nur isoliert im Labor stattfindet, sondern näher an die reale Bank IT heranrückt.
Zusätzlich soll die zweite Phase Transaktionen mit Partnern in den Vereinigten Arabischen Emiraten und Thailand erproben. K bank hat nach eigenen Angaben in beiden Märkten Absichtserklärungen für stablecoinbasierte Transaktionen unterzeichnet. Damit bekommt der Test eine regionale Dimension, denn es geht nicht nur um Technik im Inland, sondern auch um konkrete internationale Zahlungskorridore.
Auch beim Thema Wallet setzt K bank um. Während in Phase eins eine hauseigene Wallet genutzt wurde, soll in Phase zwei Ripples SaaS Wallet Lösung Palisade zum Einsatz kommen. Ziel ist ein Modell, das sich schneller ausrollen lässt und besser skalieren soll, auch mit Blick auf Compliance Anforderungen.
Ripple baut Stablecoin Strategie aus
Ripple hat seine Aktivitäten rund um Stablecoins zuletzt deutlich erweitert, unter anderem mit dem 2024 gestarteten Stablecoin RLUSD. Außerdem hat das Unternehmen einen Antrag auf eine US Trust Bank Charter gestellt, das Genehmigungsverfahren läuft noch.
Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung lag der Kurs von XRP bei rund 1,41 US Dollar.