Ethereum: Käuferdruck auf Derivaten so stark wie 2022

Ethereum: Käuferdruck auf Derivaten so stark wie 2022
Ethereum: Käuferdruck auf Derivaten so stark wie 2022 (Foto KI generiert)
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Auf den Derivatemärkten rund um Ethereum zeigt sich seit Wochen eine auffällige Veränderung: Erstmals seit langer Zeit überwiegt wieder die Kaufseite. Laut Daten des Analysehauses CryptoQuant könnte das ein frühes Zeichen dafür sein, dass sich die Stimmung rund um ETH nach Monaten mit deutlichem Verkaufsdruck langsam dreht. Eine Trendwende ist damit aber noch nicht bestätigt.

Stärkster Kaufdruck seit dem Bärenmarkt 2022

Der CryptoQuant Analyst Darkfost schrieb am 18. April auf X, dass Ethereum in diesem Zyklus über weite Strecken mit ungewöhnlich starkem Verkaufsdruck auf den Derivatebörsen zu kämpfen hatte. Als zentrale Kennzahl nennt er das sogenannte Net Taker Volume. Diese Messgröße zeigt, ob bei Marktorders eher Käufer dominieren oder Verkäufer, also ob mehr aggressiv gekauft oder aggressiv verkauft wird.

Laut Darkfost war dieser Wert über lange Zeit fast durchgehend negativ, ein Hinweis darauf, dass Verkäufer die Dynamik bestimmt haben. Besonders deutlich sei das gewesen, als Ethereum Ende 2024 nach oben ausbrechen wollte.

Warum der Derivatemarkt ETH zuletzt ausgebremst hat

Darkfost verweist auf zwei konkrete Phasen, in denen sich die starke Verkaufsseite besonders gezeigt haben soll. Als ETH im Dezember 2024 versuchte, über die Marke von 4.000 US Dollar auszubrechen, fiel das Net Taker Volume demnach auf minus 511 Millionen US Dollar. Später, als Ethereum sein Hoch knapp unter 5.000 US Dollar erreichte, habe die Verkäuferseite erneut klar dominiert, mit minus 568 Millionen US Dollar.

Die Aussage dahinter ist simpel: Selbst wenn die Stimmung am Spotmarkt positiv ist und Anleger auf steigende Kurse hoffen, kann starker Verkaufsdruck im Derivatehandel Aufwärtsbewegungen ausbremsen. Wenn zu viele Marktteilnehmer dort aggressiv verkaufen, wird es für ETH schwerer, saubere Ausbrüche nach oben zu halten.

Erstes positives Signal, aber noch kein bestätigter Trendwechsel

Seit März scheint sich diese Lage zu verändern. Laut Darkfost haben die Käufer zuletzt wieder die Kontrolle übernommen, aktuell wurde ein Wert von plus 102 Millionen US Dollar gemessen. Einen vergleichbar starken Kaufdruck habe es zuletzt im Bärenmarkt 2022 gegeben, damals notierte ETH laut seiner Einordnung grob im Bereich um 1.000 US Dollar.

Auf den Charts zeigt sich das auch optisch: Nach einer langen Phase mit überwiegend negativen Ausschlägen tauchen wieder deutlich mehr positive Balken auf. Das kann ein Hinweis darauf sein, dass Käufer wieder bereit sind, aktiv höhere Preise zu akzeptieren, statt auf fallende Kurse zu warten.

Trotzdem bleibt Darkfost vorsichtig. Eine einzelne starke Messung reiche nicht aus, um von einer echten Trendwende zu sprechen. Entscheidend sei, ob sich diese Entwicklung über längere Zeit hält und Käufer weiterhin genug Nachfrage mitbringen, um Verkaufsdruck abzufangen. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung lag der Kurs von Ethereum bei rund 2.288 US Dollar.

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