Ethereum zeigt derzeit einen auffälligen Kontrast. Die Aktivität im Netzwerk steigt stark. Der Kurs wirkt gleichzeitig angeschlagen und könnte wichtige Unterstützungen erneut testen.
Aktive Adressen auf neuem Niveau
Die Netzwerkaktivität auf Ethereum hat ein historisches Niveau erreicht. Die tägliche Zahl aktiver Adressen lag dabei nahe am bisherigen Höchstbereich des Netzwerks.
Zum Vergleich: 2018 lag der Höchstwert aktiver Wallet-Adressen bei 720.000. Im Bullenmarkt 2021 stieg der Spitzenwert auf 800.000.
Im Marktzyklus 2025 bis 2026 überschritt die Zahl aktiver Adressen wiederholt 1 Million und erreichte mehr als 1,3 Millionen.
Leon Waidmann spricht von einer starken Wiederbelebung der Netzwerkaktivität. Er sagt auch, die Aktivität auf der Blockchain liege auf einem Allzeithoch. Das deute auf mehr Beteiligung im gesamten Ökosystem hin. Waidmann betont zudem, das bedeute mehr reale Nutzung als am Hoch des letzten Bullenmarkts.
Weniger ETH auf Börsen
Parallel dazu sinkt der Bestand an ETH auf Kryptobörsen. Am Mittwoch lag er bei etwa 14,5 Millionen ETH. Das ist der niedrigste im betrachteten Zeitraum genannte Stand.
Seit Oktober 2023 wurden mehr als 6 Millionen ETH von Kryptobörsen abgezogen. Damals lag der ETH-Börsenbestand bei 21 Millionen ETH.
Leon Waidmann wertet das so: Wer derzeit ETH kauft, verkauft es offenbar nicht wieder zurück.
Kurs bleibt wacklig, Marken im Fokus
Der ETH-Kurs verliert an Stabilität. Trotzdem nimmt die Netzwerkaktivität trotz schwacher Kursentwicklung nicht ab. Die gestiegene Aktivität wird als Zeichen höherer Nachfrage von Nutzern, Entwicklern und Institutionen gesehen.
Als wichtige Marke gilt die Unterstützung bei 1.500 US-Dollar. Diese könnte früher als erwartet erneut getestet werden.
Unabhängig von der kurzfristigen Kurslage bleibt Ethereum eines der aktivsten und einflussreichsten Netzwerke im Kryptosektor, ähnlich wie beim Blick auf 500.000 BTC weg von Börsen