Ein bekannter Krypto-Chartanalyst, der unter dem Pseudonym Cantonese Cat auftritt, hat in einer aktuellen Videoanalyse einen klar bullischen Ausblick für Dogecoin (DOGE) gezeichnet. Seiner Einschätzung nach befindet sich die nach Marktkapitalisierung achtgrößte Kryptowährung am Beginn eines dritten großen Zyklus – mit dem Potenzial, auf mehr als 2 US-Dollar zu steigen, sofern wichtige Widerstandszonen durchbrochen werden.
„Ich bin extrem bullisch bei Dogecoin. Dieses Mal wirkt die Aufwärtsbewegung deutlich gesünder als im letzten Zyklus“, betont der Analyst.
Technische Argumente: Von gleitenden Durchschnitten bis zur Ichimoku-Cloud
Auf dem Monatschart hebt Cantonese Cat insbesondere den 20-Monats-Durchschnitt hervor, der in der Vergangenheit als entscheidende Marke zwischen Bullen- und Bärenmarkt fungierte. Aktuell halte DOGE diese Linie und bilde dabei eine Serie höherer Hochs und höherer Tiefs – ein klassisches Muster für einen intakten Aufwärtstrend.
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Besonders bemerkenswert sei auch die Rückkehr in die Ichimoku-Cloud: Statt durch einen impulsiven Spike erfolgt der Einstieg diesmal durch eine längere Seitwärtsphase – ein Signal für nachhaltige Trendstärke. Strukturell charakterisiert der Analyst den Markt als „Cup-and-Handle“-Formation, wobei die jüngste Konsolidierung nur bis zur 0,382-Fibonacci-Marke zurücklief – ein Niveau, das eher für mittelfristige Trendbestätigung als für Schwäche spricht.
Wochenchart verstärkt bullisches Bild
Auf dem Wochenchart sieht Cantonese Cat eine weitere Bestätigung: Der Bereich aus 20-Wochen-SMA und 21-Wochen-EMA habe sich von einem Widerstand zu einer tragfähigen Unterstützung gewandelt. Gleichzeitig verteidige DOGE die Ichimoku-Basislinie im Bereich um 0,20 US-Dollar bereits seit Monaten erfolgreich.
Hinzu kommen ein erkennbares Doppelboden-Muster sowie ein erfolgreicher Retest der jüngsten Ausbruchszone. Für den Analysten ist daher klar: „Der Ausbruch ist nur eine Frage der Zeit.“
Kursziele: Zwischen 1,50 und 4 US-Dollar – aber nur stufenweise
Während die Dogecoin-Rallye im Jahr 2021 noch bis zur 2,272-Fibonacci-Extension führte, hält der Chartist diesmal die Zonen um die 1,272 bis 1,618-Extension für realistisch – also Preisregionen von etwa 1,50 US-Dollar, 2,27 US-Dollar und im Extremfall knapp 4 US-Dollar.
Doch er dämpft vorschnelle Euphorie: Zunächst müsse DOGE die Widerstandsbereiche bei 0,41 US-Dollar und 0,54 US-Dollar überwinden. Erst dann könne der Markt an Dollarziele denken.
Marktumfeld: Dogecoin trotzt der Skepsis
Der Zeitpunkt könnte günstig sein: Nach Daten von CoinMarketCap notiert DOGE aktuell bei rund 0,21 US-Dollar und hat damit seit Jahresbeginn über 40 % zugelegt. Das tägliche Handelsvolumen liegt stabil über 1 Milliarde US-Dollar – ein Zeichen für anhaltendes Interesse von Tradern und Investoren.
Parallel dazu steigt die Aktivität im Dogecoin-Netzwerk wieder leicht an. Zwar bleibt das Projekt technisch hinter neueren Layer-1-Blockchains zurück, doch die breite Community und die anhaltende Präsenz in sozialen Medien machen DOGE weiterhin zu einem der meistbeachteten Meme-Coins. Zudem wird am Markt spekuliert, dass eine mögliche Integration bei X (ehemals Twitter) durch Elon Musk die Nachfrage zusätzlich befeuern könnte – ein Thema, das schon in der Vergangenheit für Kursexplosionen gesorgt hat.
Die Kernaussage des Analysten: Dogecoin zeigt derzeit eine deutlich stabilere Struktur als in früheren Zyklen. Mehrere Zeitebenen – vom Tages- bis zum Monatschart – bestätigen den bullischen Bias. Solange DOGE über der 20-Wochen-Linie bleibt und schrittweise Widerstände nimmt, haben die Bären ein Problem.
Ob die Rallye tatsächlich bis 2 oder gar 4 US-Dollar reicht, hängt nun davon ab, ob die nächste Aufwärtswelle die kritischen Marken überwindet. Bis dahin bleibt Dogecoin ein hochvolatiles, aber technisch klar bullisches Asset.