Cardanos Upgrade „Leios“: DReps entscheiden über 27,7 Mio. ADA

Cardanos Upgrade „Leios“: DReps entscheiden über 27,7 Mio. ADA
Cardanos Upgrade „Leios“: DReps entscheiden über 27,7 Mio. ADA (BitcoinBasis.de | Image GPT)

Bei Cardano rückt das nächste große Upgrade wieder in den Fokus: „Leios“. Gründer Charles Hoskinson hat auf X (ehemals Twitter) signalisiert, dass das Projekt an Fahrt gewinnt, während eine umfangreiche Finanzierungsanfrage nun in Richtung der DReps (delegierte Vertreter in Cardanos Governance) wandert. Für Cardano ist das mehr als nur ein Technik-Update: Es geht um die Skalierung bis 2030 und damit um die Frage, wie viele Transaktionen das Netzwerk künftig zuverlässig stemmen kann.

„Leios is coming“: Governance entscheidet über den nächsten Schritt

Hoskinson schrieb „Leios is coming“ und zitierte dabei eine Aussage von Sebastian Nagel: „Cardano, if your governance permits, we’ll ship Leios.“ Der kurze Austausch macht deutlich, worum es in der nächsten Phase geht: Nicht nur Entwickler und Code entscheiden, sondern auch die Community-Strukturen. Denn Cardano setzt zunehmend auf Governance-Prozesse, in denen DReps über wichtige Schritte mitbestimmen.

Konkret steht eine Treasury-Auszahlung im Raum, die erst nach entsprechender Zustimmung und in Etappen fließen soll. Damit wird Leios offiziell von einem Testnet-Prototypen in Richtung „Release Candidate“ geschoben, also eine Version, die so weit stabil sein soll, dass sie später ins Mainnet integriert werden kann.

Worum es bei Leios technisch geht und warum es so wichtig ist

Der Vorschlag, verfasst von Carlos Lopez de Lara und Sebastian Nagel, umfasst eine Finanzierung über ₳27.714.342 (rund 27,7 Millionen ADA) für etwa sechs bis neun Monate Arbeit. Laut Dokument sollen die Meilensteine unabhängig geprüft werden. Nicht verwendete Mittel würden an die Treasury zurückgehen.

Leios soll Ouroboros Praos, Cardanos aktuelles Konsens-Protokoll, nicht ablösen, sondern erweitern. Geplant sind unter anderem sogenannte Endorser-Blöcke und eine komitee-basierte Validierung. Das Ziel: deutlich mehr Durchsatz, ohne die Sicherheitsannahmen von Praos zu opfern und ohne die Dezentralisierung zu schwächen. Ein zusätzlicher Punkt ist auch wirtschaftlich: Stake Pool Operator (SPOs) sollen durch die Skalierung nicht in eine Lage geraten, in der der Betrieb plötzlich unattraktiv wird.

Als Richtwert nennt der Vorschlag eine Kapazitätssteigerung von etwa 10- bis 65-fach, abhängig von Parametern und validierten Einstellungen. Begründet wird das mit Cardanos 2030-Plan: Die Nutzung soll von grob 800.000 Transaktionen pro Monat auf mehr als 27 Millionen wachsen. Laut Papier bräuchte es für eine nachhaltige Nutzung in dieser Größenordnung mindestens das Sechsfache der heutigen Kapazität, während Leios deutlich darüber liegen könnte. In einem begleitenden IO-Text ist außerdem von einem stufenweisen Ausbau (2x bis 30x im Mainnet) die Rede, wobei die volle Performance zuerst im Testnet nachgewiesen werden soll.

Plan, Budget, Risiken: Was bis 2026 passieren soll

Die Arbeit ist in drei große Ziele aufgeteilt. Erstens: ein Release Candidate. Dafür sind laut Vorschlag größere Umbauten an zentralen Konsens-Komponenten vorgesehen, die Umsetzung der Leios-Blockstruktur für die Dijkstra-Ära, Konformitätstests gegen die formale Agda-Spezifikation und die Einbindung in den Haupt-Node bis zum vierten Quartal 2026.

Zweitens: „High Confidence“, also ein Maßnahmenpaket, das die Zuverlässigkeit absichern soll. Dazu zählen Parameter-Tests, dauerhaftes Load-Testing, adversariales Testing, Red-Team-Übungen und ein aktualisiertes Bedrohungsmodell.

Drittens: die Hard-Fork-Fähigkeit im Ökosystem. Das umfasst Schnittstellen für Clients, technische Dokumentation, Workshops für SPOs und Entwickler sowie Unterstützung wichtiger Infrastruktur wie DB-Sync, Mithril und Blockfrost. Zusätzlich sind Testnet-Hard-Forks, Governance-Artefakte und Notfallpläne vorgesehen.

Wichtig: Der Vorschlag trennt deutlich zwischen Arbeit, die IO selbst liefern kann, und externen Abhängigkeiten. Ein Hard Fork im Mainnet hängt am Ende auch von der Bereitschaft des Ökosystems, formellen Governance-Schritten und einer Community-Abstimmung ab. Das wird im Dokument ausdrücklich als Risiko beschrieben, nicht als Versprechen.

Die Auszahlung soll über Intersects Treasury-Reserve-Smart-Contract-Framework laufen, mit Meilenstein-Zahlungen und externer Kontrolle. Im Budget gehen rund ₳23,83 Millionen (86 Prozent) in Entwicklung, kleinere Anteile in Infrastruktur, Security und Audits, Recht und Compliance, Ökosystem-Support, Betrieb sowie Governance-Kosten.

Auch die möglichen Stolpersteine werden offen genannt: verspätete Community- und Tooling-Bereitschaft, Timing-Fragen rund um den Hard Fork, die finale Integration in cardano-node und mögliche Governance-Beschränkungen. Technisch werden unter anderem höhere Betriebskosten für SPOs, schnelleres Kettenwachstum und Annahmen zur Performance unter ungünstigen Stake-Verhältnissen erwähnt.

Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung lag der ADA-Kurs bei 0,2661 US-Dollar.

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