Cardano-Streit um Tempo: Hoskinson setzt auf Leios 2026

Cardano-Streit um Tempo: Hoskinson setzt auf Leios 2026
Cardano-Streit um Tempo: Hoskinson setzt auf Leios 2026 (BitcoinBasis.de | Image GPT)

Bei Cardano wird gerade wieder heftig über ein altes Thema gestritten: Skaliert das Netzwerk schnell genug oder hat sich das Projekt zu sehr auf Governance konzentriert? Cardano-Gründer Charles Hoskinson weist diese Kritik nun deutlich zurück und verweist auf jahrelange Forschungsarbeit, die jetzt in konkrete Pläne für 2026 münden soll.

Kritik an Cardano: „Governance statt Tempo?“

Auf X reagierte Hoskinson genervt auf den Vorwurf, Cardano habe das Thema Skalierung zugunsten von Governance „liegen lassen“. Er sprach von einer „falschen Erzählung“ und betonte, dass an Skalierung seit Jahren gearbeitet werde, und zwar schon seit der Zeit vor dem Shelley-Upgrade.

Seiner Darstellung nach lief die Skalierungsarbeit parallel auf mehreren Ebenen: Layer-2-Ansätze, das eUTXO-Modell als Grundlage der Buchhaltung, Forschung zu Zero-Knowledge-Techniken, Partnerchains und als „Schlusspunkt“ der Ansatz namens Leios. Hoskinson macht klar: Das sei kein Bereich, den man einfach beschleunigen könne, indem man mehr Entwickler auf das Problem setzt. Es sei Forschung, inklusive eigener Publikationen und langem Prototyping.

Gleichzeitig verteidigt er Cardanos grundsätzlichen Stil: lieber langsamer und methodisch, statt eine halb-fertige Lösung zu veröffentlichen, die instabil läuft. Sinngemäß sagt er: Cardano hätte auch eine weniger sichere Zwischenlösung bauen können, habe sich aber bewusst dagegen entschieden.

IOG legt neue Treasury-Pläne vor: Leios, Peras und Layer-2 rücken nach vorn

Die Debatte kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Input Output (IOG) mehrere neue Treasury-Vorschläge zur Community-Abstimmung eingereicht hat. Insgesamt sind es neun Vorschläge, die laut IOG zur langfristigen „Cardano 2030“-Vision passen und vor allem Skalierung und Dezentralisierung adressieren. Für 2026 werden dafür rund 46,8 Millionen US-Dollar an Budget genannt, deutlich weniger als im Vorjahr (97,5 Millionen US-Dollar).

Ein Streitpunkt ist dabei nicht nur der Inhalt, sondern auch die Abstimmung selbst. In einer weiteren Diskussion warnte Hoskinson davor, dass Community-Vertreter (DReps) einzelne Teile herauspicken könnten, statt das Paket als zusammenhängenden Fahrplan zu behandeln. Er verglich das mit einem „iPhone per Ausschuss“, bei dem am Ende ein merkwürdiges Produkt herauskommt, weil alle nur Einzelteile bewerten, aber nicht das Gesamtsystem.

Hoskinsons Kernargument: Governance und Skalierung seien bei Cardano nicht sauber voneinander zu trennen. Mit Voltaire wurde ein System geschaffen, das große Entscheidungen über Parameter, Client-Vielfalt und Budgetverteilung legitimiert. Aus seiner Sicht ist Governance daher keine Ablenkung, sondern eine Voraussetzung dafür, große Technik-Upgrades dauerhaft und communitygetragen umzusetzen.

Leios als Schlüsselprojekt: Testnet „bald“, Mainnet bis Ende 2026 angepeilt

Im Zentrum steht Leios, ein Vorschlag zur Weiterentwicklung des Konsens- und Durchsatz-Designs. Laut Treasury-Überblick ist Leios die größte technische Initiative im aktuellen Portfolio und soll die Transaktionskapazität auf Protokoll-Ebene langfristig erhöhen. Ein Leios-Testnet werde „bald“ erwartet, das Mainnet wird bis Ende 2026 angepeilt. In der Umsetzung sollen auch Partner wie Intersect, Tweag und TxPipe eine Rolle spielen.

Zusätzlich setzt Cardano weiter auf Layer-2: In den Vorschlägen finden sich unter anderem Maßnahmen zur Produktionsreife von Hydra, ein geplanter Midgard-Mainnet-Start sowie Bausteine, die unabhängig von einer einzelnen L2 funktionieren sollen. Hydra und Midgard werden dabei als Ergänzung verstanden: Hydra eher für Szenarien mit bekannten Teilnehmern und hoher Frequenz, Midgard stärker für offene, erlaubnisfreie Anwendungen.

Hoskinson bezeichnet das Ergebnis der langen Entwicklungszeit als Vorteil: Leios, Peras und die Layer-2-Strategie seien „elegant“ und zukunftssicher. Als Kontrast nennt er Debatten in anderen Netzwerken, etwa bei Bitcoin rund um Post-Quantum-Fragen, und behauptet, Cardano könne solche Konflikte dank formaler Governance leichter lösen.

Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung lag der ADA-Kurs bei etwa 0,2528 US-Dollar.

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