Cardano-Gründer warnt: Ripple schwächt XRP-Nachfrage?

Cardano-Gründer warnt: Ripple schwächt XRP-Nachfrage?
Cardano-Gründer warnt: Ripple schwächt XRP-Nachfrage? (BitcoinBasis.de | Image GPT)

Charles Hoskinson, der Gründer von Cardano, hat XRP Anlegern eine deutliche Warnung mitgegeben. In einem Interview kritisierte er Ripple dafür, dass das Unternehmen seiner Ansicht nach XRP vor allem verkauft, um damit das eigene Geschäft und neue Übernahmen zu finanzieren. Für normale XRP Holder sei dabei kaum erkennbar, wo ihr direkter Nutzen entsteht.

Hoskinsons Kritik: Kaum Kaufdruck für XRP, aber Verkäufe durch Ripple

Hoskinson sagt, im Ripple Netzwerk gebe es zu wenig Mechanismen, die automatisch eine echte Nachfrage nach XRP erzeugen. Seiner Darstellung nach nutzt Ripple den XRP Ledger zwar für Teile der eigenen Aktivitäten, doch das bedeute nicht automatisch, dass dadurch dauerhaft mehr XRP gekauft werden muss.

Gleichzeitig behauptet Hoskinson, Ripple habe sich einen sehr großen Teil des XRP Angebots gesichert und verkaufe regelmäßig Bestände, um damit neue Projekte und Unternehmenszukäufe zu bezahlen. Er unterstellt zudem, das Ziel sei, den XRP Kurs zu stützen oder zu steigern und anschließend Bestände zu veräußern, um damit weitere Vermögenswerte aufzubauen.

Als Beispiele werden Übernahmen genannt, die inzwischen in Ripple Produkte überführt wurden, darunter Hidden Road und GTreasury, die heute als Ripple Prime und Ripple Treasury auftreten. Ripple Chef Brad Garlinghouse hatte jedoch mehrfach betont, dass XRP weiterhin zentral für die langfristige Vision des Unternehmens sei und sprach in diesem Zusammenhang sogar von einem „North Star“.

„Kein Commitment“: Keine Buybacks und keine Rechte für XRP Holder

Ein weiterer Punkt in Hoskinsons Kritik: Ripple zeige aus seiner Sicht keine klare Verpflichtung gegenüber XRP Investoren. Er verweist darauf, dass es keine XRP Buybacks gebe, selbst dann nicht, wenn Ripple Umsätze oder Gewinne erziele. Stattdessen würden eher weitere XRP Verkäufe stattfinden.

Außerdem macht Hoskinson deutlich, dass XRP Holder keine Eigentumsrechte an Ripple erhalten, also weder Anteile noch Aktienoptionen, nur weil sie XRP besitzen. Er zieht dabei einen Vergleich zu Tether, bei dem ebenfalls der Unternehmenswert vor allem beim Betreiber ankommt, während Nutzer oder Tokenhalter nicht automatisch daran beteiligt sind.

Auf der anderen Seite erweitert Ripple seine Produkte weiter um XRP Funktionen, zuletzt durch native XRP Möglichkeiten innerhalb von Ripple Treasury. Das zeigt, dass Ripple XRP zumindest technisch weiter einbindet, auch wenn Kritiker den wirtschaftlichen Nutzen für Anleger anders bewerten.

Marktlage: XRP leicht im Minus

Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung lag der XRP Kurs bei rund 1,40 US Dollar und damit etwa 2 Prozent niedriger als am Vortag, basierend auf Daten von CoinMarketCap.

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