Bitcoin steht wieder an einem Punkt, an dem sich die Stimmung schnell drehen kann. Der Kurs notiert laut den Angaben im Marktumfeld bei rund 73.400 Dollar, doch genau jetzt wird die Zone unterhalb der aktuellen Erholung entscheidend. Hält Bitcoin die Struktur, lebt die Chance auf eine neue Rallye. Scheitert der Kurs jedoch am Widerstand, könnte der Druck bis in den mittleren 60.000-Dollar-Bereich zurückkehren.
Der Krypto-Analyst Blade sieht in der aktuellen Lage ein Muster, das Bitcoin bereits in früheren Zyklen gezeigt hat. Demnach endeten große Korrekturphasen häufig damit, dass auf dem Monatschart eine wichtige Trendlinie brach und der Markt die vorherige Unterstützung verlor. Genau in dieser Phase werde die Stimmung meist besonders negativ, während viele Anleger einen noch tieferen Crash erwarten.
🚨EVERY BTC CYCLE ENDS THE SAME WAY
— BLADE (@BladeDefi) May 30, 2026
The trendline breaks, support gets lost
The timeline fills with calls for a deeper crash
Then Bitcoin does what it has done for 15 years.
It finds a bottom, builds a base and starts the next leg higher
2026 is starting to look familiar pic.twitter.com/w3Uzge2rwJ
Für Blade ist genau das der Punkt, an dem Bitcoin in früheren Marktzyklen seinen Boden gefunden hat. Erst kommt der Bruch, dann die Angst, dann die Bodenbildung. Sollte sich dieses Muster erneut bestätigen, wäre der aktuelle Schwächemoment nicht zwingend das Ende des Zyklus, sondern möglicherweise die Vorbereitung auf die nächste große Aufwärtsbewegung.
Warum der Bruch nicht automatisch das Ende bedeuten muss
Der entscheidende Punkt in Blades Argumentation ist nicht der kurzfristige Kursverlust selbst, sondern die Reaktion danach. Wenn Bitcoin nach einem Trendbruch eine stabile Basis aufbaut, kann daraus der nächste Aufwärtsimpuls entstehen. Der Analyst verweist darauf, dass sich das Verhalten des Marktes langsam wieder vertraut anfühle.
Besonders auffällig ist seine langfristige Einschätzung. In seinem Szenario könnte Bitcoin im nächsten großen Bullenmarkt bis in den Bereich von 400.000 Dollar steigen. Dieser Zielbereich wäre allerdings keine kurzfristige Bewegung, sondern ein mögliches Langfristziel bis etwa 2030.
Kurzfristig richtet sich der Blick auf ein anderes Ziel. Blade verweist auf eine sogenannte Megaphone-Bottom-Struktur. Dabei bildet der Kurs nach starken Schwankungen eine breite Umkehrformation. Aus seiner Sicht könnte Bitcoin den vierten Punkt dieser Struktur bereits markiert haben. Der Tiefpunkt im Februar bei rund 60.000 Dollar wäre dann möglicherweise der Boden gewesen.
Wenn diese Lesart stimmt, würde Bitcoin nun auf den fünften Punkt der Formation zusteuern. Dieser liegt laut der Analyse im Bereich von etwa 160.000 Dollar. Ein Anstieg dorthin würde ein neues Allzeithoch bedeuten und den aktuellen Rücksetzer rückblickend wie eine harte, aber normale Bereinigung erscheinen lassen.
Warum die 60.000-Dollar-Zone trotzdem gefährlich bleibt
Ganz so eindeutig ist das Bild aber nicht. Der Analyst Colin warnt vor einem deutlich schwächeren Szenario. Er verweist auf eine mögliche Schulter-Kopf-Schulter-Formation, die häufig als Warnsignal für eine größere Korrektur gelesen wird. Besonders heikel: Bitcoin testet demnach gerade die Nackenlinie dieser Formation von unten.
Wird der Kurs dort abgewiesen, wäre das für Bären ein starkes Signal. Dann würde nicht nur die Erholung scheitern, sondern auch der Weg in Richtung mittlerer 60.000-Dollar-Bereich wieder offenstehen. Genau diese Zone wäre deshalb nicht nur ein technisches Ziel, sondern ein echter Stimmungstest.
Der Konflikt ist damit klar: Für die bullische Seite muss Bitcoin zeigen, dass der jüngste Rücksetzer nur eine Bereinigung war. Für die bärische Seite reicht dagegen eine klare Zurückweisung an der aktuellen Widerstandszone, um den Druck erneut zu erhöhen.
Jetzt entscheidet sich, ob Bitcoin nur schwankt oder wirklich kippt
Für Anleger zählt jetzt vor allem, ob Bitcoin die aktuelle Struktur verteidigen kann. Ein stabiler Ausbruch nach oben würde die These einer größeren Bodenbildung stärken und den Bereich um 160.000 Dollar wieder in den Fokus rücken. Ein Scheitern an der Nackenlinie würde dagegen das Risiko erhöhen, dass der Markt noch einmal in Richtung 60.000 Dollar abrutscht.
Der nächste Impuls dürfte deshalb mehr sein als nur eine normale Kursschwankung. Bitcoin steht zwischen einer möglichen Trendwende und einem neuen Abverkauf. Genau diese Zone entscheidet jetzt, ob die Erholung trägt oder ob der Markt noch einmal richtig unter Druck gerät.