Bitcoin verliert wichtige Unterstützung: Jetzt entscheidet die 60.000-Dollar-Zone

Bitcoin-verliert-wichtige-Unterstuetzung-Jetzt-entscheidet-die-60000DollarZone
Bitcoin verliert wichtige Unterstützung: Jetzt entscheidet die 60.000-Dollar-Zone (BitcoinBasis.de | Image GPT)

Bitcoin steht nach einem Kursrutsch von rund 16 Prozent seit Wochenbeginn erneut unter massivem Verkaufsdruck. Besonders kritisch: Die wichtige Unterstützungszone zwischen 65.000 und 66.000 US-Dollar wurde klar unterschritten. Damit rückt nun die Marke von 60.000 US-Dollar als letzte große Verteidigungslinie der Bullen in den Mittelpunkt. Gleichzeitig zeigt ein Blick auf die Miner-Daten, dass der Markt zwar unter Stress steht, von einer echten Kapitulation aber noch keine Rede sein kann.

Miner geraten unter Druck, verkaufen aber nicht

Ein Signal sorgt aktuell für erhöhte Aufmerksamkeit: Die 30-Tage-Durchschnittsrate der Bitcoin-Hashrate ist erstmals seit längerer Zeit rückläufig. Die Hashrate gilt als Maß für die Rechenleistung und Sicherheit des Netzwerks. Sinkt sie zusammen mit dem Kurs, deutet das auf wirtschaftlichen Druck innerhalb der Mining-Branche hin.

Laut Daten von CryptoQuant liegt der Rückgang der Hashrate auf Sieben-Tage-Sicht bei rund 6,6 Prozent, während der 30-Tage-Wert um etwa 3 Prozent gefallen ist. Das zeigt, dass die Profitabilität vieler Miner unter Druck gerät.

Noch wichtiger ist jedoch, was derzeit nicht passiert: Miner verkaufen ihre Bestände kaum. Die Reserven bleiben weitgehend stabil. In früheren Marktphasen gingen echte Tiefpunkte häufig mit massiven Abverkäufen durch Miner einher. Davon ist der Markt aktuell noch entfernt.

Warum die aktuellen Daten nicht nach Panik aussehen

Historisch betrachtet sind Rückgänge der Hashrate nichts Ungewöhnliches. Während des chinesischen Mining-Verbots 2021 brach die Hashrate um rund 43 Prozent ein. Im Bärenmarkt 2018 lag der Rückgang bei etwa 28 Prozent. Auch nach dem Halving 2024 und während früherer Marktbereinigungen kam es zu deutlichen Einbrüchen.

Der aktuelle Rückgang bewegt sich dagegen in einer deutlich kleineren Größenordnung. Das spricht eher für eine Belastungsprobe der Miner als für eine flächendeckende Kapitulation.

Allerdings steigt gleichzeitig die Mining-Schwierigkeit weiter an. Diese liegt auf 30-Tage-Basis noch immer knapp fünf Prozent höher. Das bedeutet: Die Kosten steigen, während die Einnahmen durch fallende Kurse sinken. Genau diese Kombination könnte in den kommenden Wochen entscheidend werden.

Diese Zone entscheidet jetzt über die nächste Marktphase

Aus charttechnischer Sicht hat sich die Lage deutlich verschlechtert. Bitcoin ist unter die gleitenden Durchschnitte der letzten 50, 100 und 200 Tage gefallen. Damit wurde die Aufwärtsstruktur der vergangenen Monate gebrochen.

Die entscheidende Unterstützungszone liegt nun zwischen 62.000 und 64.500 US-Dollar. Hier fanden Käufer bereits während der starken Korrektur im Februar Halt. Sollte dieser Bereich verloren gehen, dürfte die psychologisch wichtige Marke von 60.000 US-Dollar schnell in den Fokus rücken. Darunter würde sich das Risiko einer deutlich größeren Verkaufswelle spürbar erhöhen.

Für eine Entspannung müssten die Bullen zunächst die frühere Unterstützung zwischen 65.000 und 66.000 US-Dollar zurückerobern. Solange das nicht gelingt, bleibt die Kontrolle klar auf der Seite der Verkäufer.

Die Miner senden derzeit noch kein Kapitulationssignal. Doch genau deshalb wird die Entwicklung der kommenden Tage besonders wichtig. Hält die Zone oberhalb von 60.000 US-Dollar, könnte sich die aktuelle Schwäche als normale Bereinigung erweisen. Bricht sie jedoch, droht Bitcoin in eine deutlich kritischere Marktphase überzugehen.


Auch interessant:


Teilen
Auch Interessant
Beitragsbild zu Bitvavo vs. Phemex
Beitragsbild zu Bitvavo vs. WhiteBIT
Beitragsbild zu Bitvavo vs. Scalable Capital