Michael Saylors jüngste Bitcoin-Andeutung hat sich bestätigt. Strategy kaufte zwischen dem 12. und 18. Oktober weitere 267 BTC für insgesamt 22,1 Millionen Dollar. Doch die eigentliche Überraschung steckt in einer anderen Zahl: Das Unternehmen erhöht sein Rückkaufprogramm für digitale Kreditwertpapiere auf drei Milliarden Dollar. Damit rückt neben der Bitcoin-Akkumulation zunehmend die Stabilisierung der eigenen Finanzstruktur in den Mittelpunkt.
Das Wichtigste in Kürze
- Saylor hatte recht: Strategy bestätigt den Kauf von 267 Bitcoin für 22,1 Millionen US-Dollar.
- 848.517 BTC im Bestand: Das Unternehmen kontrolliert inzwischen rund vier Prozent der maximal möglichen Bitcoin-Menge.
- 3-Milliarden-Dollar-Programm: Strategy erhöht den genehmigten Rückkaufrahmen für digitale Kreditwertpapiere von zwei auf drei Milliarden Dollar.
- 193 Millionen Dollar investiert: Allein vergangene Woche kaufte Strategy rund 1,94 Millionen eigene STRC-Vorzugsaktien zurück.
- Finanzierung durch Aktienverkäufe: Der Bitcoin-Kauf wurde nahezu vollständig durch den Verkauf neuer MSTR-Aktien finanziert.
Saylor bestätigt Bitcoin-Kauf: 848.517 BTC im Bestand
Bereits am Sonntag hatten wir darüber berichtet, dass Michael Saylor einen weiteren Bitcoin-Kauf andeutet. Jetzt ist klar: Strategy hat tatsächlich nachgekauft.
Laut der offiziellen Unternehmensmeldung vom 19. Oktober erwarb der Konzern 267 Bitcoin zu einem durchschnittlichen Preis von 82.900 Dollar einschließlich Gebühren.
Damit steigen die gesamten Bestände auf 848.517 BTC. Für sämtliche Bitcoin zahlte Strategy bislang rund 64 Milliarden Dollar. Der durchschnittliche Anschaffungspreis liegt bei 75.446 Dollar pro BTC.
Finanziert wurde der jüngste Kauf hauptsächlich über den Verkauf von 140.872 MSTR-Aktien, der rund 22 Millionen Dollar einbrachte.
Warum Strategy fast neunmal mehr Geld für STRC ausgibt
Interessanter ist das neue Rückkaufprogramm. Strategy erwarb vergangene Woche 1.938.780 eigene STRC-Vorzugsaktien für insgesamt 193,1 Millionen Dollar.
Damit gab das Unternehmen fast neunmal so viel Geld für STRC-Rückkäufe aus wie für neue Bitcoin. Gleichzeitig erhöhte der Verwaltungsrat den genehmigten Rückkaufrahmen von zwei auf drei Milliarden Dollar. Davon stehen noch 1,16 Milliarden Dollar zur Verfügung.
STRC ist ein verzinsliches Vorzugsaktienprodukt. Durch Rückkäufe kann Strategy die Zahl ausstehender Anteile reduzieren und damit zukünftige Dividendenverpflichtungen senken. Zugleich sollen die Maßnahmen den Marktpreis von STRC unterstützen.
Was die Milliarden-Strategie für Bitcoin bedeutet
Die Entwicklung zeigt, dass Strategy inzwischen zwei Ziele gleichzeitig verfolgt: weitere Bitcoin akkumulieren und seine Finanzierung stabilisieren.
Dafür verfügt das Unternehmen über rund 4,83 Milliarden Dollar an gesonderten Reserven für Dividenden und Zinszahlungen sowie weitere 447 Millionen Dollar frei verwendbare Barmittel. Für Bitcoin-Anleger bleibt die fortgesetzte Akkumulation ein konstruktives Signal.
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