Bitcoin rutscht unter 73.000: Warnsignal bis 36.000?

Bitcoin rutscht unter 73.000: Warnsignal bis 36.000?
Bitcoin rutscht unter 73.000: Warnsignal bis 36.000? (BitcoinBasis.de | Image GPT)

Der jüngste Rücksetzer bei Bitcoin hat viele Anleger nervös gemacht: Der Kurs rutschte unter 73.000 US-Dollar und damit rücken alte Zyklusmodelle wieder in den Fokus. Ein Analyst namens CryptoCon sieht in einem bekannten Indikator nun ein Warnsignal, das in der Vergangenheit häufig in der Nähe großer Tiefpunkte aufgetaucht ist. Seine Schlussfolgerung: Wenn sich die Geschichte ähnlich wiederholt, könnte eine deutlich tiefere Korrektur noch bevorstehen.

Golden Ratio Multiplier deutet auf mögliches Tief um 36.000 US-Dollar

CryptoCon bezieht sich in seiner Analyse auf den sogenannten „Bitcoin Golden Ratio Multiplier“. Dieses Modell wird genutzt, um übergeordnete Phasen im Bitcoin-Zyklus einzuordnen und mögliche Hochs und Tiefs abzuschätzen. Laut ihm ist das Signal zuletzt klar bärischer geworden: Das Modell verschiebt sein „Level 1“, das historisch oft nahe an markanten Böden lag, derzeit in den Bereich um 36.000 US-Dollar.

Vom Level oberhalb von 73.000 US-Dollar aus gerechnet entspräche das einem Rückgang von rund 50 bis 51 Prozent. CryptoCon betont dabei, dass sich diese Zielzone im Verlauf einer Marktphase verändern kann. Das heißt: Bleibt die Schwäche bestehen, könnte der angezeigte Boden sogar weiter nach unten rutschen, weil das Modell sich an neue Marktdaten anpasst.

Als Begründung verweist er auf die bisher auffällige Trefferquote des Level-1-Bereichs in früheren Zyklen. In der Vergangenheit lag dieses Niveau demnach nahe bei großen Tiefpunkten wie 2011 (um 1,98 US-Dollar), 2015 (um 181 US-Dollar), 2018 (um 3.000 US-Dollar) sowie im Bärenmarkt 2022 (um 16.800 US-Dollar).

Realized Cap liefert zweite Untergrenze bei etwa 42.500 US-Dollar

Zusätzlich setzt CryptoCon den Golden Ratio Multiplier in Beziehung zur „Realized Market Cap“-Untergrenze. Diese Kennzahl basiert auf On-Chain-Daten und betrachtet vereinfacht gesagt, zu welchen Preisen die vorhandenen Bitcoin zuletzt bewegt wurden. In vielen Bärenmärkten kam es in der Vergangenheit zu einer Art Kapitulation, wenn der Kurs sich dieser Zone näherte.

Aktuell verortet er diese Realized-Cap-Untergrenze bei rund 42.500 US-Dollar. Damit ergeben sich zwei mögliche Orientierungspunkte: etwa 36.000 US-Dollar (Golden Ratio Level 1) und etwa 42.500 US-Dollar (Realized Cap). CryptoCon leitet daraus eine wahrscheinliche „Boden-Zone“ zwischen diesen beiden Bereichen ab.

Was das für Bitcoin-Anleger bedeutet

Ausgehend von Kursen über 73.000 US-Dollar würde ein Rücklauf in diese Spanne grob einer Korrektur von etwa 42 bis 52 Prozent entsprechen, je nachdem, wo Bitcoin letztlich Stabilität findet. Wichtig ist dabei: Es handelt sich nicht um eine sichere Prognose, sondern um ein Szenario, das auf historischen Mustern beruht. Gerade bei Bitcoin können Nachrichtenlage, Liquidität, ETF-Zuflüsse, Makrodaten und Stimmung am Markt solche Modelle kurzfristig überlagern.

Unterm Strich zeigt die Analyse vor allem eins: Trotz langfristigem Aufwärtstrend bleibt Bitcoin anfällig für starke Schwankungen. Wer investiert ist, sollte sich der möglichen Bandbreite bewusst sein und das eigene Risiko so wählen, dass auch größere Rücksetzer finanziell und mental durchzuhalten sind.

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