Bitcoin ringt um 74.000 Dollar: 78.000 bleibt der Deckel

Bitcoin ringt um 74.000 Dollar: 78.000 bleibt der Deckel
Bitcoin ringt um 74.000 Dollar: 78.000 bleibt der Deckel (BitcoinBasis.de | Image GPT)

Bitcoin kommt aktuell nicht richtig vom Fleck. Nach dem Rutsch unter 80.000 US-Dollar wirkt der Markt nervös, und der Kurs ringt um zwei Preiszonen, die für viele Anleger entscheidend sind. On-Chain-Daten zeigen: Rund um 78.000 US-Dollar treffen gerade zwei wichtige Bewertungsmarken aufeinander. Gleichzeitig versuchen Käufer, den Bereich um 74.000 US-Dollar zu verteidigen.

Warum 78.000 US-Dollar für Bitcoin gerade so wichtig sind

Laut Daten der Analyseplattform Glassnode liegt die sogenannte Cost Basis der kurzfristigen Halter (Short-Term Holder Cost Basis) aktuell bei etwa 78.000 US-Dollar. Gemeint ist damit der durchschnittliche Einstiegspreis von Coins, die weniger als 155 Tage gehalten werden. Diese Gruppe reagiert oft schneller auf Kursbewegungen, deshalb gilt ihr Einstandspreis als wichtige Marke: Darüber sind viele „neuere“ Käufer im Plus, darunter geraten sie eher unter Druck.

Zusätzlich liegt der „True Market Mean“ nahe 78.300 US-Dollar. Diese Kennzahl betrachtet die Kostenbasis der aktiv bewegten Coins und wurde in der Vergangenheit oft als Trennlinie zwischen bullischen und bärischen Marktphasen gesehen. Weil beide Werte jetzt fast auf dem gleichen Level liegen, entsteht um 78.000 US-Dollar ein harter Widerstandsbereich, also eine Art Decke über dem aktuellen Kurs.

Zwischen 74.000 und 78.000 US-Dollar: Der nächste Ausbruch könnte die Richtung vorgeben

Der Kurs steckt damit zwischen zwei Kräften fest: Auf der Unterseite steht die Zone um 74.000 US-Dollar, die Käufer zuletzt noch verteidigen konnten. Auf der Oberseite blockiert der Bereich um 78.000 US-Dollar, weil dort viele Anleger ungefähr ihren Break-even haben. Das macht es schwer, schnell nach oben durchzuziehen, denn wer nahe am Einstand ist, nimmt bei Erholungen oft Gewinne mit.

Kommt Bitcoin nicht überzeugend über 78.000 US-Dollar zurück, steigt das Risiko, dass die Schwächephase länger anhält. Ein klarer Bruch unter 74.000 US-Dollar könnte den Druck erhöhen und eine tiefere Korrektur wahrscheinlicher machen, im Extremfall auch in Richtung der 70.000er-Zone.

Nachfrage schwächelt: ETFs und Spot-Käufe werden zum Knackpunkt

Ein Problem: Die Spot-Nachfrage lässt nach. Genau das würde man aber brauchen, um 74.000 US-Dollar stabil zu halten und gleichzeitig genug Kraft für einen Ausbruch nach oben aufzubauen. Dazu passt, dass auch die US-Spot-Bitcoin-ETFs zuletzt wieder schwächer wurden. In den vergangenen zwei Wochen drehten die Zuflüsse ins Negative, und innerhalb von 24 Stunden wurden laut den genannten Daten rund 733,43 Millionen US-Dollar als Abfluss verzeichnet.

Aktuell ist Bitcoin innerhalb von 24 Stunden um 3,4% gefallen und notiert bei etwa 73.230 US-Dollar. Glassnode meldet außerdem eine Realized Profit/Loss Ratio von 1,56. Das deutet zwar darauf hin, dass seit dem Bereich um 60.000 US-Dollar insgesamt wieder positives Kapital in den Markt geflossen ist. In früheren, klaren Frühphasen stärkerer Bullenmärkte lag dieser Wert jedoch eher in einer Spanne zwischen 2 und 5. Heißt: Es gibt Anzeichen für Stabilisierung, aber noch keinen eindeutigen Rückenwind.

Unterm Strich hängt viel davon ab, ob neue Nachfrage zurückkommt. Ohne frische Käufer könnte 78.000 US-Dollar ein Deckel bleiben, während 74.000 US-Dollar immer stärker unter Beschuss gerät.

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