Bitcoin ringt um 64.000 Dollar: ETFs ziehen Geld ab

Bitcoin ringt um 64.000 Dollar-ETFs ziehen Geld ab
Bitcoin ringt um 64.000 Dollar: ETFs ziehen Geld ab (BitcoinBasis.de | Image GPT - KI generiert)

Bitcoin dümpelt rund um die Marke von 64.000 US-Dollar. Gleich drei wichtige Ströme haben zuletzt an Kraft verloren: US-Spot-Bitcoin-ETFs verzeichneten deutliche Abflüsse, die Kaufdynamik am Perpetual-Futures-Markt ließ nach und auch auf der Blockchain selbst fehlen klare Zeichen neuer Kapitalzuflüsse. Damit rückt die Frage in den Mittelpunkt, ob vor allem langfristige Anleger den Kurs in diesem Bereich noch stützen können.

Drei Schwächen

Zum Start in den 29. Juli notierte Bitcoin bei etwa 64.200 US-Dollar und damit nur knapp über einer charttechnisch wichtigen Zone. Die Marke von 64.000 Dollar gilt aktuell als unmittelbarer Test für den Markt, aber nicht automatisch als sicherer Boden.

Besonders auffällig waren zuletzt die Abflüsse aus den US-Spot-Bitcoin-ETFs. Innerhalb von vier Handelstagen summierten sie sich auf insgesamt über 500 Millionen US-Dollar.

Auch am Derivatemarkt zeigte sich ein vorsichtigeres Bild. Laut Glassnode ging die Kaufbereitschaft bei Perpetual Futures zurück, während sich die Finanzierungskosten auf der Long-Seite deutlich abkühlten. Das Open Interest stieg gleichzeitig leicht an. Das spricht für den zurückhaltenderen Einsatz von Hebeln.

Hinzu kommt, dass auch die On-Chain-Daten keine starke neue Nachfrage signalisieren. Zwar blieben die aktiven Adressen relativ stabil, doch wirtschaftliche Aktivität und breitere Kapitalzuflüsse stagnierten. Auch das passt zu einem Markt, dem im Moment frische Kaufkraft fehlt.

Langfristige Halter bleiben vorerst der wichtigste Stützfaktor

Der wichtigste Gegenpol zu dieser schwächeren Nachfrage sind derzeit die langfristigen Bitcoin-Halter. Glassnode sieht bei dieser Gruppe weiterhin Überzeugung. Gleichzeitig gingen die nicht realisierten Verluste leicht zurück, und auch realisierte Verluste nahmen ab. Das deutet darauf hin, dass viele erfahrene Anleger trotz der Schwächephase nicht in Panik verkaufen.

Genau dieser Puffer könnte erklären, warum Bitcoin trotz ETF-Abflüssen, schwächerer Futures-Nachfrage und stagnierender On-Chain-Zuflüsse bislang nicht deutlicher unter Druck geraten ist.

Ein anderes Signal kommt vom Optionsmarkt. Dort haben Händler zuletzt einen Teil ihrer kurzfristigen Absicherungen gegen fallende Kurse abgebaut. Das Verhältnis von Put- zu Call-Kontrakten sank spürbar. Das zeigt, dass Marktteilnehmer zwar weniger unmittelbare Angst vor einem starken Rücksetzer haben, gleichzeitig aber nicht genug neue Kaufdynamik entsteht, um den Markt klar nach oben zu treiben.

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