Bitcoin-Indikator rutscht tief in den Bärenbereich

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Beitragsbild: KI-generiert

On-Chain-Daten deuten darauf hin, dass sich der Kryptomarkt in einer deutlich angespannten Phase befindet. Laut einer aktuellen Analyse von CryptoQuant ist der sogenannte Bitcoin Bull-Bear Market Cycle Indicator zuletzt stark gefallen und hat ein Niveau erreicht, das seit dem Tiefpunkt des Bärenmarktes 2022 nicht mehr gesehen wurde.

Der Community-Analyst Maartunn wies in einem Beitrag auf X darauf hin, dass der Indikator in den vergangenen Wochen tief in den negativen Bereich abgerutscht ist – ein klares Signal für eine ausgeprägte Bärenmarktphase.


Wie der „Bull-Bear Cycle“ Indicator funktioniert

Der Bitcoin Bull-Bear Market Cycle Indicator basiert auf einem anderen CryptoQuant-Metrik: dem P&L Index. Dieser kombiniert mehrere zentrale On-Chain-Kennzahlen zu einem übergeordneten Bewertungsindex für Bitcoin.

Konkret fließen drei Indikatoren ein:

  • MVRV Ratio (Market Value to Realized Value)
  • NUPL (Net Unrealized Profit/Loss)
  • LTH/STH SOPR (Spent Output Profit Ratio für Lang- und Kurzzeithalter)

Während MVRV und NUPL die nicht realisierten Gewinne und Verluste im Netzwerk messen, analysiert der SOPR-Indikator, ob Investoren beim Verkauf ihrer Coins Gewinne oder Verluste realisieren.

Der P&L Index selbst wird mit seinem 365-Tage-Durchschnitt (MA) verglichen. Entscheidend ist dabei die Kreuzung dieser beiden Linien:

  • Ein Anstieg über den 365-Tage-MA signalisiert typischerweise den Übergang in einen Bullenmarkt.
  • Ein Fall unter den 365-Tage-MA deutet auf eine bärische Marktphase hin.

Der Bull-Bear Cycle Indicator misst nun den Abstand zwischen dem P&L Index und seinem 365-Tage-Durchschnitt, um zu zeigen, wie stark sich der Markt in eine bestimmte Richtung bewegt oder ob ein Extremzustand erreicht wurde.


Tiefster Stand seit dem FTX-Bärenmarkt

Laut dem veröffentlichten Chart rutschte der Indikator bereits in den letzten Monaten des Jahres 2025 unter die Nulllinie. Das bedeutete, dass der P&L Index unter seinen langfristigen Durchschnitt gefallen war – ein klassisches Zeichen für einen strukturellen Wechsel in einen Bärenmarkt.

Seitdem hat sich die Lage weiter verschärft. Mit der jüngsten Kurskorrektur ist der Indikator noch tiefer gefallen und hat nun Werte erreicht, die zuletzt nach dem FTX-Zusammenbruch im Jahr 2022 zu beobachten waren.

Historisch gesehen nähert sich der Markt bei solchen extrem negativen Werten häufig einem zyklischen Tiefpunkt. Das bedeutet jedoch nicht, dass eine sofortige Erholung folgt.


Extremwerte oft Vorboten von Bodenbildungen – aber nicht sofort

Ein Blick auf frühere Marktzyklen zeigt, dass der Indikator typischerweise einige Zeit im sogenannten „Extreme-Bear“-Bereich verweilt, bevor Bitcoin tatsächlich eine nachhaltige Trendwende einleitet.

Das aktuelle Niveau signalisiert daher:

  • Die Marktstruktur ist klar bärisch.
  • Der P&L Index bewegt sich weit unter seinem langfristigen Durchschnitt.
  • Die Bewertung nähert sich historischen Extremzonen.

Gleichzeitig bleibt offen, wie lange diese Phase andauern kann. In früheren Zyklen verbrachte der Markt Wochen oder sogar Monate in einem stark überverkauften Zustand, bevor ein klarer Aufwärtstrend begann.


Kapitulationsphase oder Vorbote einer Bodenbildung?

Der starke Einbruch des CryptoQuant Bull-Bear Market Cycle Indicator unterstreicht die derzeit angespannte Marktsituation. Die Kennzahl befindet sich auf einem Niveau, das historisch mit markanten Tiefpunkten zusammenfiel.

Ob sich das aktuelle Signal erneut als Bodenbildung erweist oder ob der Markt noch tiefer in die Kapitulation rutscht, hängt nun davon ab, wie lange der Indikator im Extrembereich verbleibt – und ob sich die On-Chain-Dynamik in den kommenden Wochen stabilisiert.

Fest steht: Rein historisch betrachtet bewegt sich Bitcoin inzwischen in einer Zone, in der langfristige Wendepunkte in der Vergangenheit häufig entstanden sind.

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