Die institutionelle Nachfrage nach Bitcoin hält an. Die US-Spot-Bitcoin-ETFs verbuchten am 4. September netto 175 Millionen Dollar an frischem Kapital und damit bereits den dritten positiven Handelstag in Folge. Besonders auffällig: BlackRock allein steuerte 117 Millionen Dollar bei. Während sich der Kaufdruck bei Bitcoin damit weiter stabilisiert, zeigt Ethereum trotz positiver Gesamtzuflüsse einen deutlichen Riss zwischen den einzelnen Anbietern.
Für Bitcoin-Anleger ist vor allem die Serie entscheidend. Die ETF-Nachfrage bricht nach der jüngsten Kurserholung nicht sofort wieder weg. Genau das könnte wichtig werden, nachdem Bitcoin zuletzt zeitweise über 82.000 Dollar gestiegen war und anschließend wieder Richtung 80.000 Dollar zurückfiel.
BlackRock hält den Bitcoin-Kaufdruck hoch
Nach Daten von SoSoValue flossen am Freitag netto 175 Millionen Dollar in die amerikanischen Spot-Bitcoin-ETFs. BlackRocks iShares Bitcoin Trust (IBIT) führte die Rangliste mit 117 Millionen Dollar klar an. Fidelitys FBTC folgte mit weiteren 57,22 Millionen Dollar. Damit bleibt vor allem BlackRock ein zentraler Treiber der institutionellen Bitcoin-Nachfrage.
Spot Bitcoin ETFs Take In $175M; Ethereum ETFs Record $26.46M Inflow
— Wu Blockchain (@WuBlockchain) September 5, 2026
According to SoSoValue, U.S. spot Bitcoin ETFs recorded $175 million in net inflows on September 4 (ET), marking their third consecutive day of inflows. BlackRock's IBIT led with $117 million, followed by… pic.twitter.com/dNOGJAVUw5
Das ist besonders interessant, weil der vorherige Handelstag außergewöhnlich stark ausgefallen war. Am Donnerstag hatten die US-Bitcoin-ETFs laut SoSoValue insgesamt rund 730,9 Millionen Dollar eingesammelt. Davon entfielen etwa 454 Millionen Dollar auf IBIT. Es war der stärkste Zuflusstag seit Januar.
Die jetzt gemeldeten 175 Millionen Dollar bedeuten damit zwar eine deutliche Abkühlung gegenüber diesem Ausnahme-Tag. Entscheidend ist jedoch: Das Kapital dreht nicht wieder ins Minus.
Für den Markt ist genau diese Kontinuität wichtiger als ein einzelner Rekordtag. Mehrere positive Handelstage hintereinander sprechen dafür, dass Investoren den jüngsten Bitcoin-Anstieg nicht ausschließlich für kurzfristige Gewinnmitnahmen nutzen.
Ethereum im Plus, doch Fidelity liefert das Warnsignal
Auch die US-Spot-Ethereum-ETFs beendeten den Handelstag insgesamt positiv. Netto flossen 26,46 Millionen Dollar in die Produkte. Unter der Oberfläche fällt das Bild allerdings deutlich uneinheitlicher aus.
BlackRocks ETHA verzeichnete Zuflüsse von 57,79 Millionen Dollar. Weitere 16,44 Millionen Dollar flossen in ETHB. Gleichzeitig zogen Anleger aus Fidelitys FETH rund 48,30 Millionen Dollar ab.
Damit entsteht ein bemerkenswerter Gegensatz: Ethereum verbucht zwar insgesamt neue ETF-Zuflüsse, doch ein erheblicher Teil des Kapitals konzentriert sich auf BlackRock, während Fidelity gleichzeitig deutliche Abflüsse hinnehmen muss.
Für ETH-Anleger ist das ein Signal, genauer hinzusehen. Ein positiver Gesamtwert allein bedeutet noch keinen breit getragenen institutionellen Kaufdruck. Die entscheidende Frage lautet vielmehr, ob sich die Zuflüsse in den kommenden Handelstagen auf mehrere Anbieter ausweiten oder ob die Nachfrage stark von einzelnen BlackRock-Produkten abhängig bleibt.
Jetzt entscheidet sich, ob aus drei Tagen ein echter Trend wird
Bei Bitcoin fällt die Ausgangslage stärker aus. Drei positive ETF-Tage in Folge zeigen, dass institutionelles Kapital trotz der jüngsten Kursschwankungen weiter in den Markt fließt.
Gleichzeitig darf der Rückgang von mehr als 730 Millionen Dollar am Donnerstag auf 175 Millionen Dollar am Freitag nicht ignoriert werden. Die entscheidende Frage für die kommende Handelswoche lautet deshalb nicht, ob die ETFs einen einzelnen starken Tag liefern können. Sie lautet, ob die Zuflussserie bestehen bleibt, wenn Bitcoin erneut unter Verkaufsdruck gerät.
Genau hier liegt der nächste Test. Bleiben die ETFs auch bei schwächeren Bitcoin-Kursen im Plus, würde das auf eine robustere institutionelle Nachfrage hindeuten. Drehen die Flows dagegen wieder deutlich ins Minus, könnte die jüngste Serie schnell als kurzfristige Reaktion auf die vorherige Kurserholung erscheinen.
Bei Ethereum ist die Lage noch sensibler: 26,46 Millionen Dollar Gesamtzufluss reichen aus, um den Tag positiv abzuschließen, aber der 48,30-Millionen-Dollar-Abfluss bei Fidelity verhindert ein klares Entwarnungssignal.
Für Bitcoin zählt jetzt vor allem, ob der dritte positive ETF-Tag zum Beginn einer längeren Kaufserie wird. Bei Ethereum muss sich dagegen erst zeigen, ob neben BlackRock auch der restliche Markt wieder nachhaltig Kapital anzieht.
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