Droht Bitcoin tatsächlich ein Absturz auf nur noch 10.000 Dollar? Bloomberg-Stratege Mike McGlone hält dieses extreme Szenario weiterhin für möglich. Doch jetzt widerspricht ihm CryptoQuant-Chef Ki Young Ju öffentlich und liefert eine brisante Gegenrechnung. Seiner Analyse zufolge müsste Bitcoin selbst historische Krisen deutlich übertreffen, um derart tief zu fallen.
Das Wichtigste in Kürze
- Extreme Crash-Prognose: Bloomberg-Stratege Mike McGlone hält einen Bitcoin-Absturz auf 10.000 Dollar weiterhin für möglich.
- CryptoQuant widerspricht: CEO Ki Young Ju sieht aufgrund der On-Chain-Daten eine mögliche langfristige Unterstützung bei rund 30.000 Dollar.
- Milliarden im Markt: Laut Ju haben Bitcoin-ETFs 58 Milliarden Dollar angezogen, während Treasury-Unternehmen etwa 1,3 Millionen BTC halten.
- Historischer Vergleich: Ein Bitcoin-Kurs von 10.000 Dollar würde laut seiner Berechnung einen MVRV-Wert von 0,2 bedeuten, deutlich unter früheren Tiefständen.
- Bitcoin bleibt angeschlagen: BTC notiert bei rund 81.500 Dollar. Ein Rutsch auf 10.000 Dollar entspräche einem weiteren Verlust von fast 88 Prozent.
Der Streit kommt zu einem kritischen Zeitpunkt. Bitcoin kämpft aktuell um 81.500 Dollar, während steigende US-Zinserwartungen und schwächere Kapitalzuflüsse die Stimmung belasten.
Bloomberg warnt vor Bitcoin-Crash: Aktienmarkt könnte Auslöser werden
McGlones Warnung basiert vor allem auf der engen Verbindung zwischen Bitcoin und dem amerikanischen Aktienmarkt. Seiner Einschätzung zufolge könnte bereits ein länger anhaltender Rückgang des S&P 500 um etwa 20 Prozent ausreichen, um Bitcoin in Richtung 10.000 Dollar zu drücken.
A Bitcoin $10,000 Reversion Path Could Trigger Tumbling Dominoes
— Mike McGlone (@mikemcglone11) October 16, 2026
The first-born crypto led the way up for risk assets since 2009, but Bitcoin's peak above $100,000 in 2025, gold's rise above $5,000 in 1Q and most central banks shifting to restraint alongside surging government… pic.twitter.com/91NGRU2Kj6
Er verweist auf die hohe Schwankungsanfälligkeit der Kryptowährung, steigende Zinserwartungen und die Bewertung amerikanischer Aktien.
CryptoQuant-Chef kontert
Ki Young Ju hält die Prognose für überzogen. In seiner Antwort auf X verweist er auf 58 Milliarden Dollar an ETF-Zuflüssen und rund 1,3 Millionen Bitcoin in den Beständen börsennotierter Treasury-Unternehmen. Selbst wenn dieses institutionelle Kapital vollständig abgezogen würde, deute die On-Chain-Kostenbasis laut Ju noch auf eine mögliche Unterstützung um 30.000 Dollar hin.
Hey Mike
— Ki Young Ju (@ki_young_ju) October 16, 2026
ETFs brought in $58B and treasury companies hold 1.3M BTC. If all of it leaves, on-chain cost basis still puts the floor near $30k.
$10k means MVRV 0.2. Bitcoin's worst bottom was 0.6. You would need 2019 buyers to panic, and they have already survived two 75% crashes. https://t.co/iQHHRVgh2O
Sein stärkstes Argument liefert der sogenannte MVRV-Indikator. Dieser setzt Bitcoins Marktwert ins Verhältnis zum realisierten Wert, der die historischen Anschaffungspreise der Coins näherungsweise abbildet.
Bei 10.000 Dollar würde der MVRV laut Ju auf etwa 0,2 fallen. Zum Vergleich: Den historischen Extremwert beziffert er auf ungefähr 0,6. Ein solcher Absturz würde demnach bedeuten, dass Anleger selbst aus früheren Bitcoin-Zyklen massiv mit Verlust verkaufen müssten.
Ju argumentiert, dass Investoren aus dem Jahr 2019 bereits zwei Kursrückgänge von rund 75 Prozent überstanden hätten.
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