Während Bitcoin um die Marke von 80.000 Dollar kämpft, wächst der Druck auf kurzfristige Anleger. Neue On-Chain-Daten von Analyst Axel Adler Jr. zeigen, dass zuletzt deutlich mehr BTC mit rechnerischem Verlust als mit Gewinn an Kryptobörsen geschickt wurden.
Das Wichtigste in Kürze
- Verlustdruck steigt: Kurzfristige Bitcoin-Halter schicken deutlich mehr Coins mit rechnerischem Verlust als mit Gewinn an Kryptobörsen. Der 24-Stunden-Saldo liegt bei minus 18.600 BTC.
- Auffälliger Einbruch: Der Anteil profitdominierter Stunden bei Börseneinzahlungen ist innerhalb einer Woche von 75 auf rund 16 Prozent gefallen.
- Entscheidende Unterstützung: Bitcoin kämpft weiterhin um 80.000 Dollar. Eine Entspannung der On-Chain-Daten könnte die Chancen auf eine Erholung verbessern.
Besonders auffällig: Innerhalb nur einer Woche hat sich die Situation grundlegend verändert. Für die nächste Bitcoin-Erholung könnten deshalb zwei Kennzahlen entscheidend werden.
Von 10.400 auf minus 18.600 BTC: So stark hat sich das Bild gedreht
Laut Adler liegt der 24-Stunden-Saldo der Börseneinzahlungen kurzfristiger Bitcoin-Halter am 27. Oktober bei minus 18.600 BTC.
Noch eine Woche zuvor hatte die Kennzahl bei plus 10.400 BTC gelegen.
Das entspricht einer Verschlechterung um 29.000 BTC.
Erfasst werden Bitcoin, die weniger als sechs Monate gehalten wurden. Ein negativer Saldo bedeutet, dass bei diesen Börseneinzahlungen Coins mit rechnerischem Verlust überwiegen.
Am 26. Oktober lag der Wert sogar bei minus 23.100 BTC. Seitdem hat sich der Verlustüberhang um 4.500 BTC verringert.
Nur noch 16 Prozent: Dieses Bitcoin-Signal macht Sorgen
Noch deutlicher fällt eine zweite Kennzahl aus.
Die sogenannten STH Exchange Inflow Profitable Hours sind innerhalb einer Woche von 75 auf rund 16 Prozenteingebrochen.
Der Indikator misst, in welchem Anteil der beobachteten Stunden profitable Börseneinzahlungen dominieren.
Damit überwiegen aktuell in den meisten Stunden Einzahlungen von Coins, die unter ihrem ursprünglichen Anschaffungspreis bewegt werden.
Das deutet auf erheblichen Stress unter kurzfristigen Haltern hin.
Adler nennt zwei Bedingungen für eine nachhaltigere Entspannung: Der Anteil profitdominierter Stunden müsste wieder über 50 Prozent steigen. Gleichzeitig sollte sich der 24-Stunden-Saldo zurück in den positiven Bereich bewegen.
Bitcoin bei 80.000 Dollar: Kommt jetzt die Erholung oder ein tieferer Rücksetzer?
Der Bitcoin-Kurs notiert am Dienstag bei rund 79.700 Dollar und damit weiterhin nahe seiner jüngsten Tiefpunkte.
Kurzfristig zählt die Unterstützungszone zwischen 79.000 und 80.000 Dollar.
Hält dieser Bereich und verbessert sich der Verlustsaldo weiter, könnte BTC zunächst 82.000 Dollar zurückerobern. Darüber warten die Widerstände bei 83.700 und 85.000 Dollar.
Bricht Bitcoin dagegen nachhaltig unter 79.000 Dollar, würde das Risiko eines Rücksetzers in Richtung 76.500 Dollar zunehmen.
Dabei könnten weitere Börseneinzahlungen verlustbelasteter Coins die Marktunsicherheit verstärken.
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