Bitcoin sendet nach Monaten des Drucks ein Signal, das die Lage grundlegend verändern könnte. CryptoQuant-Gründer und CEO Ki Young Ju sieht die Bärenphase inzwischen als praktisch beendet. Nach dem kräftigen Kurssprung über 80.000 Dollar sprechen aus seiner Sicht gleich mehrere Faktoren dafür, dass Bitcoin seinen zyklischen Boden bereits hinter sich gelassen haben könnte.
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Weitere InformationenBesonders wichtig: Erstmals seit dem Allzeithoch vom Oktober 2025 ist die Nachfrage sowohl am Spotmarkt als auch bei Perpetual Futures wieder positiv. Genau diese Kombination hatte dem Markt zuvor gefehlt. Hält sie an, könnte aus der aktuellen Erholung ein neuer Bullenzyklus werden.
Darum spricht Ki Young Ju jetzt vom Ende der Bärenphase
Noch vor wenigen Wochen war das Bild deutlich schwächer. Die Bitcoin-Erholung wurde vor allem vom Terminmarkt getragen, während die Spotnachfrage hinterherhinkte. Für einen nachhaltigen Aufwärtstrend war das aus Sicht von Ki Young Ju nicht genug.
Das hat sich nun geändert. Die Nachfrage bei Spotkäufen und Perpetual Futures ist gleichzeitig ins Plus gedreht. Ki Young Ju bezeichnete das Ausmaß zwar zunächst noch als moderat. Sollte dieser Zustand jedoch rund einen Monat bestehen bleiben, wäre es seiner Einschätzung nach angemessen, vom Ende des Bärenmarkts und dem Beginn eines neuen Bullenzyklus zu sprechen.
Wenig später wurde er noch deutlicher. Bitcoin sehe stark aus und derartige Rallyes innerhalb eines Bärenmarkts würden häufig darauf hindeuten, dass der Boden bereits erreicht wurde. Einen erneuten Rücksetzer schließt er ausdrücklich nicht aus, die eigentliche Bärenphase sei seiner Einschätzung nach aber weitgehend abgeschlossen.
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Das ist ein entscheidender Unterschied. Es geht nicht darum, dass Bitcoin ab jetzt nur noch steigen muss. Auch in einem neuen Aufwärtszyklus sind deutliche Korrekturen möglich. Die zentrale Frage ist vielmehr, ob Rücksetzer erneut zu tieferen Tiefs führen oder von neuer Nachfrage aufgefangen werden.
Dieses Kapitulationssignal könnte den Boden bestätigen
Ein weiteres Signal liefert derzeit das Verhalten neuer Marktteilnehmer. Ki Young Ju verweist auf eine steigende Dominanz von Coinbase beim Handelsvolumen, während der sogenannte Coinbase Premium gleichzeitig negativ bleibt. Vereinfacht bedeutet das: Auf der US-Krypto-Börse findet viel Handel statt, gleichzeitig herrscht dort vergleichsweise hoher Verkaufsdruck.
Für den CryptoQuant-Chef passt dieses Verhalten zu einer typischen Kapitulationsphase unerfahrener Anleger. Gerade Marktteilnehmer, die später in einen Zyklus eingestiegen sind, geben nach langen Verlustphasen häufig erst nahe eines möglichen Bodens auf.
Ki Young Ju bezeichnet diese Kapitulation neuer Investoren als die letzte Phase eines Bärenmarkts. Für Anleger ist das deshalb relevant, weil ein Markt erst dann nachhaltig drehen kann, wenn der Verkaufsdruck nachlässt.
Wenn jene Investoren verkaufen, die selbst nach langen Kursverlusten noch durchgehalten haben, kann das Angebot erschöpft werden. Neue Nachfrage trifft anschließend auf immer weniger Verkäufer. Genau dieses Muster könnte Bitcoin derzeit durchlaufen.
Jetzt entscheidet die Zone um 83.000 Dollar
Der Kurs hat die neue Zuversicht bereits deutlich sichtbar gemacht. Bitcoin sprang am Dienstag zeitweise über 81.000 Dollar und erreichte damit den höchsten Stand seit mehreren Monaten, bevor der Kurs wieder unter die Marke von 80.000 Dollar zurückfiel.
Doch eine Hürde bleibt. CryptoQuant-Analyst Julio Moreno sieht den Markt bereits in der frühen Phase eines neuen Bullenmarkts. Acht von zehn beobachteten CryptoQuant-Indikatoren zeigen inzwischen ein bullisches Bild. Für eine stärkere Bestätigung müsse Bitcoin jedoch noch seinen gleitenden 365-Tage-Durchschnitt überwinden. Dieser liegt derzeit bei rund 83.000 Dollar.
Damit wird diese Zone zum nächsten echten Test. Steigt Bitcoin nachhaltig über 83.000 Dollar, würde die Kursstruktur zunehmend zu den bereits verbesserten Nachfrage- und On-Chain-Daten passen. Ein neuer Bullenzyklus bekäme damit deutlich mehr Bestätigung.
Scheitert Bitcoin dagegen erneut unterhalb dieser Marke, ist eine stärkere Bereinigung nach dem schnellen Anstieg jederzeit möglich. CryptoQuant verweist bereits auf erhöhte nicht realisierte Gewinne bei Tradern und starke Gewinnmitnahmen großer Marktteilnehmer.
Die Botschaft von Ki Young Ju bleibt trotzdem ungewöhnlich klar: Der schlimmste Teil des Bärenmarkts könnte bereits hinter Bitcoin liegen. Jetzt muss der Kurs zeigen, ob aus der explosiven Erholung tatsächlich ein neuer Aufwärtstrend wird.
83.000 Dollar sind damit nicht einfach der nächste Widerstand. Genau dort entscheidet sich, ob das Ende des Bärenmarkts auch im Kurs endgültig sichtbar wird.