Bitcoin auf 11 Mio. Dollar? Strive-Analyst nennt Grund KI

Bitcoin auf 11 Mio. Dollar? Strive-Analyst nennt Grund KI
Beitragsbild: KI-generiert

Kann Bitcoin bis Anfang 2036 auf 11 Millionen US Dollar steigen? Genau das prognostiziert Joe Burnett, VP of Bitcoin Strategy beim Unternehmen Strive (Nasdaq: ASST). Seine Begründung ist nicht, dass Bitcoin das gesamte Finanzsystem ersetzt, sondern dass Bitcoin zur wichtigsten langfristigen Sparanlage wird, in einer Welt, in der künstliche Intelligenz die Preise drückt und Regierungen sowie Notenbanken immer wieder mit frischem Geld gegensteuern.

Warum Burnett 11 Millionen US Dollar für möglich hält

Burnett beschreibt Bitcoin weniger als kurzfristiges Spekulationsobjekt, sondern als Vermögenswert, der langfristig überschüssige Liquidität aufsaugen könnte. In seinem Basisszenario käme Bitcoin bis 2036 auf einen Netzwerkwert von rund 230 Billionen US Dollar.

Dem stellt er einen stark wachsenden Gesamtmarkt gegenüber. Burnett schätzt, dass globale Finanzwerte von heute über 1 Billiarde US Dollar auf etwa 1,97 Billiarden US Dollar in den kommenden Jahren steigen könnten, wenn sie mit rund 7 Prozent pro Jahr wachsen. In dieser Rechnung würde Bitcoin am Ende etwa 12 Prozent aller globalen Finanzwerte ausmachen.

Sein Kernpunkt: Bitcoin müsse nicht überall als Zahlungsmittel genutzt werden und auch nicht alle Währungen verdrängen. Es reiche, wenn Bitcoin zum wichtigsten Wertaufbewahrungsmittel für langfristiges Sparen wird, gerade weil es als monetärer Vermögenswert eine feste Obergrenze beim Angebot hat.

Die AI Deflation These: sinkende Kosten, mehr Geld im System

Im Zentrum steht Burnetts Idee einer sogenannten AI Deflation Engine. Er geht davon aus, dass künstliche Intelligenz und Robotik Arbeit günstiger machen, Produktion beschleunigen und Wettbewerb verschärfen. Das könne dauerhaft Druck auf Preise und Margen ausüben. Burnett vergleicht den Wandel mit großen Umbrüchen der Vergangenheit, betont aber, dass KI diesmal vor allem auch Bürojobs trifft, etwa bei Verträgen, Analysen, Programmierung und Recherche.

In einem neutralen Geldsystem wäre das laut Burnett positiv, weil die reale Kaufkraft steigen würde. In einem schuldenbasierten Fiat System könne Deflation jedoch gefährlich werden, da Schulden nominal fix bleiben, während Löhne und Vermögenspreise fallen können. Sein Schluss: Notenbanken und Staaten würden bei Deflationsgefahr fast automatisch mit mehr Liquidität reagieren, etwa durch Zinssenkungen, Bilanzausweitungen, Kreditprogramme oder fiskalische Transfers.

Als Beispiele nennt er frühere Krisenphasen wie 1987, 2001, 2008, 2020 und 2022. Für Burnett zeigt das ein Muster: Anhaltende Deflation werde politisch selten akzeptiert. Das Ergebnis sei langfristig eine Mischung aus produktivitätsgetriebener Deflation in der Realwirtschaft und gleichzeitig anhaltender monetärer Expansion.

Warum ausgerechnet Bitcoin davon profitieren könnte

Burnett argumentiert, dass viele klassische Anlageklassen in so einem Umfeld schwächer aussehen könnten. Aktien seien stärker von KI bedingter Verdrängung betroffen. Immobilien blieben zwar knapp, aber Technologie könnte Planung und Bau beschleunigen und damit das langfristige Aufwärtspotenzial begrenzen. Staatsanleihen bieten zwar nominale Stabilität, hängen aber weiter an Währungen, die verwässert werden können.

Bitcoin sieht Burnett als Sonderfall, weil es knapp, teilbar, transportabel und überprüfbar ist und weil das Angebot nicht politisch ausgeweitet werden kann. Zusätzlich verweist er auf eine neue Marktstruktur, die er als Digital Credit beschreibt: zinstragende Produkte, die durch große Bitcoin Bestände abgesichert sind. Solche Konstrukte könnten laut ihm Kapital anziehen, weil Anleger Dollar Erträge suchen, während das eingesammelte Kapital indirekt in weitere Bitcoin Käufe fließt. Das könne eine Art Rückkopplungseffekt erzeugen.

Seine Rechnung stützt sich stark auf die künftige Knappheit. Burnett erwartet, dass im Jahr 2036 insgesamt weniger als 41.000 neue BTC erzeugt werden. Wenn globale Finanzwerte dann nahe 2 Billiarden US Dollar liegen und nur 1 Prozent des jährlichen zusätzlichen Kapitals zur Wertaufbewahrung in Bitcoin fließt, könnten laut ihm rund 1,4 Billionen US Dollar auf diese neue, sehr kleine Menge an Coins treffen. Das entspräche rechnerisch etwa 34 Millionen US Dollar Nachfrage pro neuem Bitcoin.

Burnett räumt ein, dass der Weg dorthin nicht gradlinig sein werde. Seine Hauptaussage bleibt aber: Wenn KI die Produktionskosten weiter senkt und Politik darauf immer wieder mit zusätzlicher Liquidität reagiert, dann könnte sich immer mehr Kapital bei dem Vermögenswert sammeln, der am stärksten auf dauerhafte Knappheit ausgelegt ist.

Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung lag der Bitcoin Kurs bei 66.958 US Dollar.

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