Bitcoin kommt nicht zur Ruhe: Nach einem kurzen Sprung über 82.000 US-Dollar wurde der Kurs erneut abgewiesen und rutschte deutlich ab. Zwei Analysten sehen in der aktuellen Erholung kein Zeichen der Stärke, sondern eine klassische „Bull Trap“, also eine Bullenfalle, die Anleger in eine falsche Sicherheit lockt. Im Raum steht nun ein Szenario, in dem Bitcoin erst deutlich tiefer drehen könnte, bevor wieder ein nachhaltiger Aufwärtstrend startet.
Analyst Kabuki erwartet neues Zyklus-Tief bei rund 40.000 Dollar
Der Krypto-Analyst Kabuki, der nach eigenen Angaben sowohl das vorherige Bitcoin-Top als auch das Tief im Bärenmarkt 2022 richtig eingeschätzt haben will, warnt vor weiter fallenden Kursen. Seiner Analyse nach hat Bitcoin sein Tief in diesem Zyklus noch nicht gesehen. Stattdessen rechnet er mit einem „freien Fall“ bis in den Bereich um 40.000 US-Dollar, den er als mögliches finales Zyklus-Tief einordnet.
Als Begründung verweist Kabuki auf ein Kursmuster, das er als abwärts gerichteten „Zickzack“ beschreibt. In seinem Chart wirkt die jüngste Erholung wie eine Bullenfalle: Ein kurzer Anstieg lockt Käufer an, bevor der Markt wieder nach unten dreht. Für Kabuki ist das ein Hinweis darauf, dass sich Geschichte wiederholen könnte.
Sein grober Fahrplan: Vom Bereich um 79.000 US-Dollar könnte Bitcoin zunächst in Richtung 61.000 fallen. Danach sieht er eine weitere Abwärtswelle bis etwa 47.000 US-Dollar. Von dort aus hält er eine kurzfristige Erholung bis ungefähr 55.000 US-Dollar für möglich, bevor es in einer letzten Bewegung bis rund 41.000 US-Dollar nach unten geht.
Beim Timing bleibt Kabuki relativ konkret: In den nächsten Tagen erwartet er zunächst einen Rückgang Richtung 70.000 US-Dollar. Das deutlich tiefere Ziel um 40.000 US-Dollar verortet er erst später, etwa um Juni 2026.
Zweite Warnung: „Längste und letzte Bull Trap“ im aktuellen Bärenmarkt
Auch der Analyst Chiefy schlägt Alarm. Er spricht auf X von der längsten und möglicherweise letzten großen Bullenfalle innerhalb des aktuellen Bärenmarkt-Zyklus. Seiner Einschätzung nach könnte die „echte Korrektur“ schon sehr bald beginnen.
Chiefy nennt ein deutlich kurzfristigeres Szenario als Kabuki: Bereits ab der kommenden Woche könnte der Markt stärker drehen. Er hält es für möglich, dass Bitcoin innerhalb von etwa 12 Tagen bis auf rund 51.000 US-Dollar abrutscht, ausgehend vom Zeitraum ab dem 17. Mai. Zur Untermauerung zeigt er ein Chart mit früheren Bullenfallen, bei denen Bitcoin zunächst anstieg und anschließend scharf umkehrte. Genau dieses Muster sieht er nun wieder im Entstehen.
Was Anleger aus den Prognosen mitnehmen können
Beide Einschätzungen haben einen gemeinsamen Kern: Die jüngsten Erholungen könnten trügerisch sein, und der Markt könnte noch nicht fertig mit der Korrektur. Gleichzeitig gilt: Kursziele und Zeitpläne sind Prognosen, keine Gewissheiten. Wer handelt oder investiert, sollte das Risiko klar einplanen, mit Stopps arbeiten und nicht nur auf ein einziges Szenario setzen.