XRP vs. SWIFT: Warum Ripple Banken schnell locken könnte

XRP vs. SWIFT: Warum Ripple Banken schnell locken könnte
XRP vs. SWIFT: Warum Ripple Banken schnell locken könnte (BitcoinBasis.de | Image GPT)

XRP wird von Fans schon lange als schnelleres und günstigeres Werkzeug für internationale Zahlungen gehandelt. Jetzt sorgt ein neuer Beitrag des Krypto-Kommentators CharuSan für Diskussionen: Er hält Ripple’s XRP für die klar bessere Transaktionslösung im Vergleich zu SWIFT und glaubt sogar, dass SWIFT XRP irgendwann einbinden muss, um nicht den Anschluss zu verlieren.

XRP gegen SWIFT: Wo XRP den Vorteil sieht

CharuSan nennt SWIFT vor allem eines: langsam und umständlich. SWIFT ist traditionell in erster Linie ein Nachrichtensystem zwischen Banken. Es sorgt dafür, dass Zahlungsanweisungen übermittelt werden, übernimmt aber nicht automatisch die eigentliche Abwicklung inklusive Liquidität. Genau hier setzt laut CharuSan Ripple an.

Ripple’s On-Demand-Liquidity (ODL) soll Zahlungen über Ländergrenzen hinweg deutlich schneller und günstiger machen. Der zentrale Punkt: Banken müssten weniger Kapital vorhalten, weil Liquidität bei Bedarf bereitgestellt werden kann. CharuSan argumentiert, dass das im Bankensystem potenziell riesige Summen freisetzen könnte und damit ein echter Anreiz entsteht, SWIFT zumindest teilweise zu umgehen.

Interessant ist auch sein Blick auf die Umsetzung: Er behauptet, die technische Richtung sei bereits vorgezeichnet, weil wichtige Bankensoftware bereits Schnittstellen zu Ripple-Lösungen habe. Dazu komme, dass es nicht darum gehe, Tausende Banken einzeln zu überzeugen. Wenn zentrale Systeme aktualisiert werden, könnten viele Institute quasi automatisch angebunden werden.

Seine Schlussfolgerung fällt deutlich aus: XRP könne Marktanteile nicht langsam, sondern relativ schnell gewinnen, wenn Banken den Kostenvorteil und die Geschwindigkeit ernsthaft priorisieren.

SWIFTs Blockchain-Pläne mit Linea: Fortschritt, aber kein XRP-Ersatz?

Ganz überholt ist SWIFT allerdings nicht. Das Netzwerk arbeitet an neuen technischen Ansätzen, um über die reine „Messaging“-Ebene hinauszukommen. Bekannt ist, dass SWIFT gemeinsam mit ConsenSys und bis zu 30 Banken an Tests rund um ein Distributed-Ledger-Setup auf der Ethereum-Layer-2 Linea arbeitet. Ziel: grenzüberschreitende Zahlungen sollen perspektivisch auch 24/7 möglich sein.

CharuSan sieht darin trotzdem keinen echten Vergleich zu XRP. Seine Kritik: Linea sei „nur“ eine Layer-2-Infrastruktur, die letztlich weiterhin auf Ethereum zur Verifikation zurückgreift. Das könne zusätzliche Kosten verursachen, und außerdem sei ein solches Setup aus seiner Sicht eher für Tests rund um Nachrichten und Asset-Transfers geeignet, nicht als direkte Liquiditätslösung im großen Stil.

Er formuliert es zugespitzt: Wenn SWIFT langfristig nicht mehr sein will als ein Nachrichtenkanal, könnte das Netzwerk an Bedeutung verlieren. Aus dieser Logik heraus hält er es für wahrscheinlich, dass SWIFT irgendwann eine Brücke zu Ripple schlägt und XRP als Liquiditätsebene integriert, um konkurrenzfähig zu bleiben.

Marktreaktion: XRP rutscht kurzfristig ab

Während die Debatte um Nutzen und Technik weiterläuft, zeigt der Kurs kurzfristig Schwäche: XRP notierte zum Zeitpunkt der genannten Daten bei rund 1,41 US-Dollar und lag damit über 4 Prozent im Minus innerhalb von 24 Stunden (CoinMarketCap).

Für Anleger bleibt damit die zentrale Frage: Setzen Banken in den nächsten Jahren stärker auf neue Liquiditätsmodelle wie ODL, oder modernisiert SWIFT seine Infrastruktur so weit, dass es seine Rolle im globalen Zahlungsverkehr behaupten kann?

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