Binance-Hack: CEO Richard Teng bricht sein Schweigen und verspricht vollständige Entschädigung

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Binance-Hack: CEO Richard Teng bricht sein Schweigen und verspricht vollständige Entschädigung (Foto KI generiert)
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Nach dem milliardenschweren Hackerangriff auf Binance meldet sich CEO Richard Teng persönlich zu Wort. Der Chef der weltweit größten Kryptobörse versichert, dass sämtliche Kundenverluste ersetzt werden. Gleichzeitig enthüllt er neue Details zur mutmaßlichen Angriffsmethode und erklärt, warum Auszahlungen weiterhin gesperrt bleiben, während Einzahlungen wieder normal funktionieren.

Das Wichtigste in Kürze

  • Binance verspricht vollständige Entschädigung: Alle Verluste sollen durch den SAFU-Sicherheitsfonds und Unternehmensmittel ausgeglichen werden. Rund 3 Milliarden Dollar wurden bislang eingefroren.
  • Neue Details zur Ursache: Ein kompromittierter Mitarbeiter-Laptop könnte den Zugang ermöglicht haben. Richard Teng betont jedoch, dass der Angriff komplexer gewesen sei und keinem einzelnen Mitarbeiter die Schuld zugewiesen werde.
  • Einzahlungen wieder möglich: Binance bestätigt einen normalen Einzahlungsbetrieb. Auszahlungen bleiben während der Sicherheitsüberprüfung weiterhin ausgesetzt.

Binance-Chef Richard Teng erklärt den Milliarden-Hack

Der Sicherheitsvorfall vom 29. Oktober 2026 zählt zu den schwerwiegendsten Angriffen in der Geschichte der Kryptowährungen.

Nach ersten Erkenntnissen könnte ein kompromittierter Laptop eines DevOps-Ingenieurs den Angreifern Zugang zu einem internen Service-Container verschafft haben. Darüber sollen unautorisierte Auszahlungstransaktionen ausgelöst worden sein.

Richard Teng stellt allerdings klar, dass die Angreifer nicht einfach die normalen Berechtigungen eines Mitarbeiters übernommen hätten. Vielmehr deute die bisherige Untersuchung auf eine komplexere Angriffskette hin.

Die Verantwortung für den Sicherheitsvorfall sei bislang keiner einzelnen Person zugeordnet worden.

Besonders wichtig: Binance fand nach eigenen Angaben bisher keine Hinweise darauf, dass private Schlüssel seiner Kryptowährungs-Wallets offengelegt wurden.

Bereits am 28. Oktober berichtete Bitcoinbasis über nordkoreanische Hacker, die Binance mit manipulierten Entwicklerprojekten und gefälschten Bewerbungsgesprächen attackierten.

Ob ein direkter Zusammenhang besteht, ist noch nicht abschließend geklärt.

6,3 Milliarden Dollar betroffen: Wer bezahlt die Verluste?

Die geschätzten Auswirkungen des Angriffs belaufen sich auf rund 6,3 Milliarden US-Dollar. Durch die Zusammenarbeit mit Blockchain-Unternehmen und Stablecoin-Emittenten konnten nach Angaben von Binance bereits etwa 3 Milliarden Dollar eingefroren werden.

Damit verbleibt rechnerisch ein Betrag von ungefähr 3,3 Milliarden Dollar, der bislang nicht auf dieselbe Weise gesichert wurde. Binance erklärt, sämtliche Verluste aus Unternehmensmitteln und dem SAFU-Fonds auszugleichen. Dieser Sicherheitsfonds dient als zusätzliche Reserve für außergewöhnliche Schadensfälle.

Die Zusage bedeutet allerdings nicht, dass sämtliche gestohlenen Kryptowährungen bereits zurückgeholt wurden. Auch die finanzielle Transparenz dürfte deshalb entscheidend werden. Schon vor dem Angriff zeigte eine Bitcoinbasis-Analyse zu den sinkenden Stablecoin-Reserven von Binance, wie wichtig ausreichende Reserven für große Handelsplattformen sind.

Binance-Auszahlungen bleiben gesperrt: Einzahlungen laufen normal

Eine wesentliche Neuerung betrifft den Betrieb der Kryptobörse. Während Binance zuvor Ein- und Auszahlungen vorübergehend ausgesetzt hatte, stellt Richard Teng nun klar, dass Einzahlungen nicht mehr beeinträchtigt sind.

Auszahlungen bleiben dagegen gesperrt, solange die technische Überprüfung des Auszahlungsdienstes und der zugehörigen Adressen läuft. Das Unternehmen hat bereits die Berechtigungen der betroffenen Adressen widerrufen und arbeitet mit Strafverfolgungsbehörden sowie Blockchain-Analysten zusammen.

Für Nutzer bedeutet das: Neue Guthaben können nach Unternehmensangaben eingezahlt werden, ein Abzug von Kryptowährungen ist jedoch weiterhin eingeschränkt.

Ein ähnliches Vorgehen zeigte kürzlich die indonesische Kryptobörse Indodax. Bitcoinbasis berichtete über die vorsorgliche Aussetzung von Ein- und Auszahlungen nach zunehmenden Cyberangriffen.

Proof of Reserves: Kann Binance das Vertrauen zurückgewinnen?

Richard Teng kündigte zwei weitere Schritte an: einen ausführlichen technischen Untersuchungsbericht und einen aktualisierten Proof of Reserves.

Letzterer soll nach Abschluss der Sicherheitsmaßnahmen veröffentlicht werden und Einblicke in die vorhandenen Kryptowährungsreserven ermöglichen.

Allerdings ist ein Proof of Reserves allein kein vollständiger Nachweis der Zahlungsfähigkeit, da auch Verbindlichkeiten und die tatsächliche Verfügbarkeit der Vermögenswerte berücksichtigt werden müssen.

Für Anleger dürfte nun vor allem entscheidend sein, wann Binance Auszahlungen wieder sicher ermöglicht und wie die fehlenden Bestände tatsächlich ersetzt werden.

Fazit: Binance verspricht, dass Nutzer keinen finanziellen Schaden tragen müssen. Die neue Erklärung von Richard Teng liefert wichtige Details, lässt aber die endgültige Ursache und den vollständigen Wiederbeschaffungsbedarf noch offen. Entscheidend werden jetzt überprüfbare Reserven, die Wiederaufnahme der Auszahlungen und der angekündigte technische Abschlussbericht.

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