Bitcoin kämpft derzeit um die Marke von 84.500 Dollar, doch zwei bekannte Krypto-Analysten sehen trotz der jüngsten Erholung kurzfristig wieder Abwärtsrisiken. Im Mittelpunkt steht vor allem die Zone um 79.000 Dollar. Ein Rückfall dorthin wäre vom aktuellen Niveau ein Minus von rund 6,5 Prozent und könnte darüber entscheiden, ob die Erholung stabil bleibt oder erneut Verkaufsdruck entsteht.
Die Ausgangslage ist dabei keineswegs eindeutig. Bitcoin ist in den vergangenen 30 Tagen rund 6 Prozent gestiegen und notiert aktuell etwa 33 Prozent unter seinem bisherigen Rekordhoch von rund 126.200 Dollar aus dem Oktober 2025. Auf 24-Stunden-Sicht bewegt sich BTC dagegen nur leicht im Plus.
Warum 79.000 Dollar jetzt zur Schlüsselmarke werden
Der pseudonyme Trader Credible Crypto rechnet kurzfristig mit einer Konsolidierung auf niedrigeren Zeitebenen. Nach seiner Einschätzung könnte Bitcoin zunächst noch lokale Hochs abholen, bevor der Kurs tiefer in den Bereich zwischen 75.000 und 79.000 Dollar zurücksetzt.
Das wäre kein kleiner Rückgang mehr. Bei einem Bitcoin-Kurs von rund 84.500 Dollar liegt die Oberkante dieser Zone etwa 6,5 Prozent tiefer. Bis 75.000 Dollar wären es sogar rund 11 Prozent.
Für Anleger wäre deshalb vor allem entscheidend, wie Bitcoin auf einen möglichen Test dieser Region reagiert. Käufer könnten dort versuchen, die Kontrolle zurückzugewinnen. Ein nachhaltiger Bruch unter 75.000 Dollar würde das kurzfristige Chartbild dagegen deutlich belasten.
Dass ein Rückgang in diese Größenordnung nicht automatisch das übergeordnete Aufwärtsszenario beenden müsste, zeigt auch eine aktuelle Einschätzung von FxPro. Marktanalyst Alex Kuptsikevich bezeichnete die jüngste Schwäche als mögliche Pause innerhalb des Aufwärtstrends und argumentierte, selbst ein Rückgang bis 70.000 Dollar müsse das längerfristig bullische Szenario nicht zwangsläufig zerstören.
Zweiter Analyst erwartet ebenfalls 79.000 Dollar
Auch der Krypto-Analyst Dr. Profit nennt 79.000 Dollar als sein nächstes Ziel. Dabei verweist er auf mehrere seiner früheren Einschätzungen: Nach eigenen Angaben hatte er unter anderem ein Hoch bei 120.000 Dollar erwartet, später tiefere Kurse prognostiziert und anschließend im Bereich von 60.000 bis 64.000 Dollar größere Käufe begonnen.
Zuletzt hatte er 88.000 Dollar als Ziel genannt. Diese Marke wurde zwischenzeitlich erreicht. Nun erwartet er nach eigener Aussage einen Rücklauf auf 79.000 Dollar.
Diese Aussagen sind allerdings als persönliche Marktprognosen des Traders einzuordnen und nicht als Beleg dafür, dass Bitcoin dieses Niveau tatsächlich erreichen wird. Gerade kurzfristige Kursziele hängen stark davon ab, wie sich Liquidität, Makroumfeld und die Nachfrage an den entscheidenden Unterstützungen entwickeln.
Die jüngste Kursgeschichte zeigt zudem, wie schnell sich das Bild verändern kann. Am 10. September lag Bitcoin noch bei rund 76.568 Dollar. Inzwischen handelt BTC wieder oberhalb von 84.000 Dollar.
88.000 oder 79.000 Dollar: Diese Spanne entscheidet jetzt
Damit entsteht für Bitcoin ein klarer kurzfristiger Konflikt. Auf der Oberseite bleibt der Bereich um 88.000 Dollar relevant. Gelingt es BTC, sich wieder darüber festzusetzen, würde das die These eines unmittelbar bevorstehenden tieferen Rücksetzers abschwächen.
Scheitert Bitcoin dagegen erneut an den lokalen Hochs und nimmt der Verkaufsdruck zu, rückt zunächst die Marke von 79.000 Dollar in den Mittelpunkt. Dort würde sich zeigen, ob Käufer den Rücksetzer erneut auffangen können.
Der Bereich zwischen 75.000 und 79.000 Dollar ist deshalb keine sichere Prognose, sondern das zentrale Risikoszenario der beiden Analysten. Solange Bitcoin oberhalb davon handelt, bleibt auch eine erneute Attacke auf 88.000 Dollar möglich. Fällt BTC jedoch deutlich unter 79.000 Dollar, dürfte sich der Blick des Marktes schnell auf die Unterkante bei 75.000 Dollar richten.
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