IBM hat am 24. September 2026 eine neue Anbindung seiner Plattform Digital Asset Haven an das blockchainbasierte Ledger von SWIFT angekündigt.
Über die Infrastruktur können Banken Transaktionen mit tokenisierten Einlagen anstoßen. Dabei sollen weiterhin die bereits im Bankensystem etablierten ISO-20022-Nachrichten genutzt werden.
17 Banken testen das SWIFT-Blockchain-Netzwerk
Nach Angaben von IBM und SWIFT bereiten sich derzeit 17 Banken aus sechs Kontinenten darauf vor, Transaktionen mit tokenisierten Bankeinlagen zu testen.
Die wichtigsten Eckpunkte:
- Transaktionen mit tokenisierten Einlagen sollen rund um die Uhr möglich sein,
- 17 Banken gehören zur ersten Gruppe von Teilnehmern,
- mehr als 40 Finanzinstitute waren an der Entwicklung beteiligt,
- SWIFT verbindet weltweit rund 12.500 Finanzinstitute in mehr als 200 Märkten,
- Banken können weiterhin bestehende Compliance-Prozesse und ISO-20022-Standards nutzen.
Blockchain ergänzt bestehendes Bankensystem
Wichtig ist allerdings: SWIFT ersetzt das bestehende Finanzsystem damit nicht durch eine Blockchain.
Das Shared Ledger soll vielmehr als zusätzliche Infrastruktur für tokenisierte Vermögenswerte und digitale Zahlungen dienen. Das endgültige Settlement erfolgt weiterhin über bestehende Systeme wie klassische Zentralbank- und Zahlungsinfrastrukturen.
Damit unterscheidet sich der Ansatz auch von vollständig dezentralen Kryptowährungen wie Bitcoin.
Banken setzen zunehmend auf Tokenisierung
Die Entwicklung zeigt dennoch, wie stark Blockchain-Technologie inzwischen im traditionellen Finanzsektor angekommen ist. Neben SWIFT arbeiten auch Zentralbanken und Geschäftsbanken zunehmend mit tokenisierten Einlagen, Stablecoins und digitalen Wertpapieren.