US-Spot-Bitcoin-ETFs haben ihre starke Zuflussserie fortgesetzt: Am 24. September flossen netto rund 191 Millionen US-Dollar in die Produkte. Damit steht bereits der sechste Handelstag in Folge mit positiven Nettozuflüssen. Insgesamt kamen während dieser Serie mehr als 2,8 Milliarden US-Dollar zusammen.
Doch für Bitcoin-Anleger entsteht ein auffälliger Konflikt. Trotz der milliardenschweren institutionellen Nachfrage notiert BTC aktuell lediglich im Bereich von rund 84.000 bis 85.000 US-Dollar und damit unter den jüngsten Hochs oberhalb von 87.000 Dollar.
Bleiben die ETF-Zuflüsse hoch und gelingt Bitcoin die Rückeroberung der jüngsten Widerstandszone, könnte die Nachfrage wieder stärker auf den Kurs durchschlagen. Lassen die Kapitalzuflüsse dagegen nach, fehlt dem Markt möglicherweise ausgerechnet jetzt ein wichtiger Treiber.
Milliarden fließen in Bitcoin – aber das Tempo lässt nach
Die 191 Millionen US-Dollar vom Donnerstag wirken auf den ersten Blick stark. Im Vergleich zu den vorherigen Tagen zeigt sich allerdings eine deutliche Abkühlung.
Am Montag hatten die US-Spot-Bitcoin-ETFs noch rund 999 Millionen US-Dollar an einem einzigen Handelstag eingesammelt. Seitdem gingen die täglichen Nettozuflüsse drei Sitzungen hintereinander zurück. Die 191 Millionen Dollar vom 24. September liegen damit rund 81 Prozent unter dem Montagswert.
Das bedeutet nicht automatisch, dass die institutionelle Nachfrage einbricht. Sechs positive Handelstage hintereinander und mehr als 2,8 Milliarden Dollar zusätzliches Kapital bleiben ein starkes Signal.
Für den Bitcoin-Kurs zählt jetzt jedoch nicht nur, ob weiterhin Geld zufließt, sondern auch, ob das Zuflusstempo ausreicht, um Verkaufsdruck und Gewinnmitnahmen zu absorbieren.
Bitcoin war zu Wochenbeginn zeitweise über 87.000 US-Dollar gestiegen, konnte dieses Niveau jedoch nicht verteidigen. Aktuelle Marktdaten zeigen den Kurs wieder im mittleren 84.000-Dollar-Bereich.
Diese Zone entscheidet jetzt über die Erholung
Damit rückt zunächst die Region um 85.000 US-Dollar in den Mittelpunkt. Dort traf Bitcoin zuletzt auf deutlichen Verkaufsdruck. Auch oberhalb von 87.000 Dollar scheiterten jüngste Ausbruchsversuche.
Gelingt BTC ein nachhaltiger Anstieg über 85.000 Dollar und anschließend über die jüngsten Hochs, wäre dies ein Hinweis darauf, dass die ETF-Nachfrage wieder stärker im Marktpreis sichtbar wird. Als nächster größerer Bereich rückt dann die psychologisch wichtige Marke von 90.000 Dollar in den Fokus, die auch von Marktbeobachtern als Widerstandszone genannt wird.
Auf der Unterseite ist dagegen Vorsicht angebracht. Bitcoin fiel am 24. September zeitweise bis knapp unter 83.000 US-Dollar. Ein erneuter Bruch dieser Region würde den Blick verstärkt auf den Bereich um 80.000 bis 81.000 Dollar lenken. Diese Zone wird derzeit von einigen technischen Marktanalysten als mögliche Unterstützungsregion betrachtet.
Auch Ethereum-ETFs verlängern ihre Serie
Die positive Entwicklung beschränkt sich nicht auf Bitcoin. US-Spot-Ethereum-ETFs verzeichneten am 24. September ebenfalls Nettozuflüsse von rund 66 Millionen US-Dollar und verlängerten ihre Serie damit auf fünf positive Handelstage.
BlackRocks iShares Ethereum Trust führte die Zuflüsse mit rund 26,8 Millionen Dollar an, gefolgt von Fidelity mit rund 21,5 Millionen Dollar und dem Grayscale Ethereum Mini Trust mit knapp 17,8 Millionen Dollar. Über die fünf Handelstage summierten sich die Nettozuflüsse der Ethereum-Produkte auf rund 746,5 Millionen US-Dollar.
Damit zeigt sich auf institutioneller Seite derzeit Nachfrage nach beiden größten Kryptowährungen.
Für Bitcoin bleibt trotzdem eine zentrale Frage offen: Wann schlägt die Milliarden-Nachfrage der ETFs wieder deutlich auf den Kurs durch?
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