Bitcoin unter $100.000: Ist das die letzte Gelegenheit?

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Bitcoin unter $100.000: Ist das die letzte Gelegenheit? (Foto KI generiert)
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Bitcoin wirkt plötzlich wie ausgewechselt. Erst fiel die hartnäckige 80.000-Dollar-Marke, dann der Widerstand um 81.300 Dollar, anschließend 82.000 Dollar und inzwischen schoss BTC sogar über 87.000 Dollar auf den höchsten Stand seit Ende Januar.

Eine bullische Bestätigung reiht sich inzwischen an die nächste.

Bitcoin hat erstmals seit 45 Wochen wieder oberhalb seines 50-Wochen-Durchschnitts geschlossen. Das Golden Cross auf Tagesbasis ist aktiv. Die wichtige Widerstandszone wurde gesprengt. Spot-Käufer treiben den Anstieg, während Funding Rates vergleichsweise neutral bleiben. Gleichzeitig fließt Kapital in Bitcoin-ETFs, Unternehmen kaufen BTC und hunderte Millionen von Dollar an Short-Positionen wurden aus dem Markt gefegt.

Das ist nicht mehr nur eine technische Gegenbewegung vom Tief.

Bitcoin beginnt wieder, sich wie ein Bullenmarkt zu verhalten.

Eine Marke fällt nach der anderen – jetzt dreht auch der große Chart

Der wichtigste Ausbruch fand möglicherweise schon statt, bevor Bitcoin überhaupt 86.000 Dollar erreichte.

BTC beendete die vergangene Woche bei 81.159 Dollar und damit erstmals seit November 2025 wieder über seinem 50-Wochen-Durchschnitt von rund 78.788 Dollar. 45 Wochen hatte Bitcoin keinen Wochenschluss oberhalb dieser langfristigen Trendlinie geschafft.

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Quelle Coinmarketcap

Warum diese Marke so entscheidend ist, zeigt ein Blick in die Vergangenheit. Galaxy Research hat fünf abgeschlossene Bitcoin-Bärenmärkte untersucht. In vier dieser fünf Fälle war das Bärenmarkttief bereits erreicht, sobald Bitcoin den 50-Wochen-Durchschnitt erstmals wieder nach oben zurückerobert hatte. Die einzige Ausnahme war die ungewöhnliche Zwischenphase zwischen den beiden Hochs des Jahres 2021.

Am 8. September wurde zusätzlich ein Golden Cross bestätigt: Der 50-Tage-Durchschnitt überquerte den 200-Tage-Durchschnitt von unten nach oben. CoinDesk verweist darauf, dass Bitcoin nach vergangenen Golden Crosses seit 2012 im Durchschnitt über die folgenden drei Monate deutlich zulegen konnte, auch wenn das Signal keineswegs jedes Mal einen langfristigen Bullenmarkt einleitete.

Der Kurs handelt oberhalb seiner wichtigen Tagesdurchschnitte. Der 50-Tage-Durchschnitt liegt wieder über dem 200-Tage-Durchschnitt. Der 50-Wochen-Durchschnitt wurde zurückerobert. Gleichzeitig ist Bitcoin aus der September-Range zwischen 77.100 und 81.300 Dollar ausgebrochen.

Der Markt arbeitet damit derzeit eine Widerstandszone nach der anderen ab:

  • 82.000 Dollar sind gefallen.
  • 85.000 Dollar sind gefallen.
  • 86.000 Dollar sind gefallen.
  • 87.000 werden attackiert

Als Nächstes wartet eine besonders interessante Marke bei ungefähr 87.500 Dollar. Dort startete Bitcoin in das Jahr 2026. Ein nachhaltiger Ausbruch darüber würde BTC damit auch auf Jahressicht wieder ins Plus drehen. Danach wird es psychologisch richtig interessant: 90.000 Dollar

Die Bären werden zum Treibstoff für die Rallye

Der jüngste Anstieg hat eine Liquidationswelle ausgelöst. Zu einem heutigen CoinGlass-Snapshot wurden innerhalb von 24 Stunden rund 795 Millionen Dollar an gehebelten Krypto-Positionen liquidiert. Davon entfielen etwa 668 Millionen Dollar auf Shorts.

Rund 84 Prozent der liquidierten Positionen hatten also gegen steigende Kurse gewettet. Das ist der klassische Mechanismus eines Short-Squeeze. Genau das war bereits beim Ausbruch durch 80.000 und 82.000 Dollar zu beobachten.

Das bedeutet allerdings auch: Der Markt kann sich ab jetzt nicht ausschließlich auf Short-Liquidationen verlassen. Und genau hier kommt das vielleicht stärkste Signal ins Spiel.

Der Anstieg wurde nicht nur von Hebel getragen.

Bitfinex beobachtete während der Rallye eine vorwiegend spotgetriebene Nachfrage. Das in BTC denominierte Futures-Open-Interest ging zeitweise sogar zurück, während die Funding Rates neutral blieben. Anders formuliert: Der Markt stieg, ohne dass sich gleichzeitig eine riesige Masse aggressiver Long-Trader mit Hebel auf die Bewegung setzte.

Und dann sind da noch die institutionellen Käufer. Am Freitag flossen netto rund 433 Millionen Dollar in die amerikanischen Spot-Bitcoin-ETFs. Fidelitys FBTC zog davon etwa 310,7 Millionen Dollar an, BlackRocks IBIT weitere 108,4 Millionen Dollar. Bereits am Donnerstag waren rund 159,5 Millionen Dollar in die Produkte geflossen. Doch auch Unternehmen steigen erneut in BTC ein:

  • Strategy meldete am Montag den Kauf weiterer 950 Bitcoin für 75,7 Millionen Dollar. Durchschnittspreis: 79.670 Dollar je BTC. Insgesamt hält das Unternehmen inzwischen 846.000 Bitcoin.
  • Strive kaufte zwischen dem 14. und 18. September weitere 1.355 BTC zu durchschnittlich rund 79.475 Dollar.

Während ein Teil des Marktes also darauf wartet, Bitcoin noch einmal deutlich billiger zu bekommen, haben zwei der bekanntesten „Corporate-Bitcoin-Käufer “ vor wenigen Tagen investiert.

90.000, 100.000, Allzeithoch: Jetzt wird die Luft nach oben plötzlich groß

Der nächste technische Zielbereich liegt jetzt zwischen 88.000 und 90.000 Dollar. Aktuelle Modelle sehen nach dem Ausbruch über 86.000 Dollar die nächste größere Wochenhürde bei ungefähr 90.582 Dollar. Und genau dieser Bereich taucht auch bei bekannten Krypto-Tradern immer wieder auf.

Crypto Birb hatte bereits vor dem aktuellen Ausbruch darauf hingewiesen, dass Bitcoins Momentum wieder da ist und ein höheres Hoch den entstehenden Bullenmarkt sehr schnell in Richtung 90.000 Dollar tragen könne.

Diese Marke ist inzwischen nur noch wenige Prozent entfernt. Auch MichaelXBT formuliert die Lage extrem bullisch. In einem Post erklärte der Trader, dass nach dem Ausbruch über die von ihm skizzierte Trendlinie sein nächstes Ziel bereits das Allzeithoch sei.

Besonders deutlich positioniert sich aktuell PlanB. Am 21. September stellte er öffentlich die provokante Frage, ob Anleger Bitcoin möglicherweise zum letzten Mal unter 100.000 Dollar sehen. Seine Begründung: Der Oktober gehört historisch zu den stärkeren Bitcoin-Monaten.

Auf Basis der verfügbaren Coinbase-Historie seit 2015 schloss Bitcoin den Oktober in 9 von 11 Jahren im Plus. Der durchschnittliche Oktober-Ertrag lag bei rund 19,1 Prozent. Und plötzlich erscheint selbst 100.000 Dollar nicht mehr weit entfernt.

Das bisherige Bitcoin-Allzeithoch liegt bei ungefähr 126.200 Dollar. Vom aktuellen Niveau müsste Bitcoin dennoch um knapp 47 Prozent steigen, um dieses Niveau zurückzuerobern.

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