Ethereum schwach wie in 2015? Indikator sorgt für Aufmerksamkeit

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Ethereum schwach wie in 2015? Indikator sorgt für Aufmerksamkeit (Foto KI generiert)
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Ethereum steht nach dem jüngsten Kursrutsch an einem entscheidenden Punkt. Der Kurs fiel zeitweise bis auf 1.536 US-Dollar und damit auf den tiefsten Stand des Jahres.

Gleichzeitig ist der Monats-RSI, einer der wichtigsten Indikatoren zur Messung von Marktstimmung und Momentum, auf den niedrigsten Wert seit dem Handelsstart von Ethereum im Jahr 2015 gefallen.

Für Anleger ist das mehr als nur eine weitere Schwächephase. In der Vergangenheit traten ähnlich tiefe RSI-Werte nicht in der Nähe von Höchstständen auf, sondern während der Endphase größerer Bärenmärkte.

Genau deshalb richtet sich der Blick vieler Marktteilnehmer nun auf die Frage, ob Ethereum erneut vor einer langfristigen Trendwende stehen könnte.

Warum der aktuelle RSI-Wert jetzt besonders auffällt

Der Relative Strength Index auf Monatsbasis ist auf etwa 40 Punkte gefallen. Ein derart niedriger Wert wurde in der Geschichte von Ethereum bisher nur in außergewöhnlich schwachen Marktphasen erreicht.

Bereits im Jahr 2020 markierte ein stark gefallener RSI die Grundlage für eine der größten Rallyes der Ethereum-Geschichte. Damals stieg der Kurs von rund 88 US-Dollar bis über 4.800 US-Dollar im Bullenmarkt 2021.

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Quelle CryptoPatel auf X

Ein ähnliches Muster zeigte sich erneut nach dem Krypto-Crash 2022. Auch damals erreichte der RSI ein extrem schwaches Niveau, bevor Ethereum anschließend die Erholung einleitete, die schließlich zum Rekordhoch im Jahr 2025 führte.

Der Unterschied diesmal: Der RSI ist sogar noch tiefer gefallen als in den vorherigen Zyklen. Damit befindet sich Ethereum technisch betrachtet in der schwächsten Momentum-Phase seiner bisherigen Geschichte.

Diese Marke entscheidet jetzt über Erholung oder neuen Druck

Trotz der historischen RSI-Situation bleibt das Chartbild kurzfristig angespannt. Der Bereich um 1.600 US-Dollar entwickelt sich aktuell zur wichtigsten Unterstützungszone.

Gelingt es den Käufern, diese Marke zu verteidigen, könnte sich eine Bodenbildung entwickeln. Fällt Ethereum jedoch nachhaltig darunter, droht eine neue Verkaufswelle mit weiterem Abwärtsdruck auf den Gesamtmarkt.

Zusätzliche Unsicherheit kommt von den Spot-Ethereum-ETFs. Nachdem die Fonds Anfang Juni erstmals nach 17 Handelstagen wieder Nettozuflüsse von rund 19 Millionen US-Dollar verzeichneten, kehrte bereits am darauffolgenden Handelstag die Schwäche zurück. Die ETFs registrierten erneut Nettoabflüsse von knapp 6 Millionen US-Dollar.

Das zeigt, dass institutionelle Anleger bislang noch nicht geschlossen in den Markt zurückkehren.

Warum manche Analysten trotzdem auf 10.000 Dollar blicken

Langfristig sehen einige Marktbeobachter weiterhin Parallelen zu früheren Vierjahreszyklen von Ethereum. Nach dieser Theorie verlief die Entwicklung vom Hoch 2017 zum Hoch 2021 ähnlich wie die aktuelle Marktstruktur.

Sollte sich dieses Muster erneut bestätigen, könnte Ethereum in einem späteren Zyklus theoretisch Kursregionen um 10.000 US-Dollar erreichen. Noch handelt es sich dabei jedoch lediglich um ein langfristiges Szenario und nicht um eine unmittelbar bevorstehende Entwicklung.

Kurzfristig zählt etwas anderes: Ob Ethereum die Zone um 1.600 US-Dollar halten kann. Genau dort entscheidet sich jetzt, ob der aktuelle RSI als Vorbote eines historischen Bodens in Erinnerung bleibt oder ob Anleger zunächst mit weiterem Verkaufsdruck rechnen müssen.


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