Russell-2000-Signal weckt Hoffnung auf neuen Bitcoin-Run

Russell-2000-Signal weckt Hoffnung auf neuen Bitcoin-Run
Russell-2000-Signal weckt Hoffnung auf neuen Bitcoin-Run (BitcoinBasis.de | Image GPT)

Ein Analyst sieht ein bekanntes Signal aus dem US-Aktienmarkt, das in der Vergangenheit oft gut zum Start größerer Bitcoin-Aufwärtsphasen passte. Konkret geht es um den Russell 2000, also den Index der kleinen US-Unternehmen. Laut dem Krypto-Kommentator „Bull Theory“ hat der Index erneut ein Muster gezeigt, das vor früheren Bitcoin-Bullenmärkten ebenfalls zu sehen war.

Russell-2000-Ausbruch: Warum das für Bitcoin wichtig sein könnte

In einem Beitrag auf X schreibt Bull Theory, der Russell 2000 habe nach einer sehr langen Seitwärtsphase nach oben ausgebrochen. Diese Konsolidierung soll insgesamt rund 64 Monate gedauert haben und damit länger als vergleichbare Phasen in den vergangenen zwei Jahrzehnten.

Die Idee dahinter: Wenn Small Caps steigen, gilt das oft als Zeichen dafür, dass Anleger wieder mehr Risiko eingehen. Und wenn Kapital wieder stärker in riskantere Anlageklassen fließt, profitieren davon häufig auch Kryptowährungen wie Bitcoin. Bull Theory nennt als historische Beispiele die Ausbrüche des Russell in den vierten Quartalen 2012, 2016 und 2020, nach denen jeweils deutliche Bitcoin-Bullenmärkte folgten.

Diesmal sei der Unterschied vor allem die Länge der Basis: Die aktuelle Seitwärtsphase war laut Bull Theory etwa 17 Monate länger als vor den drei früheren Ausbrüchen. Ein so langes „Stauen“ könne bedeuten, dass Liquidität über längere Zeit eher knapp war. Der Ausbruch werde dann als Hinweis gewertet, dass sich die Bedingungen spürbar verändern.

Zusätzliches Signal: PMI soll für steigende Liquidität sprechen

Als zweite Bestätigung führt Bull Theory den ISM Manufacturing PMI an, einen viel beachteten US-Frühindikator für die Industrie. In früheren Zyklen habe der Bitcoin-Aufschwung häufig etwa vier bis fünf Monate nach einem PMI-Tiefpunkt begonnen. Wenn der PMI also dreht und gleichzeitig Small Caps anziehen, sei das für ihn ein gemeinsames Zeichen: mehr Liquidität, mehr Risikofreude.

Die Kernaussage des Analysten: Die Kombination aus Russell-2000-Ausbruch und einem sich stabilisierenden PMI könnte das Umfeld für einen neuen Bitcoin-Bullenmarkt schaffen. Gleichzeitig betont er, dass vergangene Muster keine Garantie für die Zukunft sind, auch wenn der Russell 2000 aus seiner Sicht historisch oft rechtzeitig auf Veränderungen im Liquiditätszyklus hingewiesen habe.

Tom Lee: „Bärenmarkt ist vorbei“, wenn Bitcoin über 76.000 Dollar schließt

Ein weiteres Statement kommt von Tom Lee, Chairman von Bitmine. Auf der Consensus-Konferenz sagte er, der Bärenmarkt sei „definitiv“ vorbei, falls Bitcoin diesen Monat über 76.000 US-Dollar schließt. Seine Begründung: In früheren Bärenmärkten habe Bitcoin nie drei Monate in Folge im positiven Bereich abgeschlossen. Da BTC bereits im März und April im Plus geschlossen habe, wäre ein dritter grüner Monat für ihn ein starkes Signal.

Allerdings gibt es auch Gegenstimmen. Einige Analysten warnen, dass die jüngste Erholung nur eine Bull Trap sein könnte, also eine scheinbare Trendwende, auf die noch einmal ein stärkerer Rücksetzer folgt.

Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung liegt der Bitcoin-Kurs bei etwa 79.600 US-Dollar und ist in den letzten 24 Stunden leicht gefallen, basierend auf Daten von CoinMarketCap.

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