Bitcoin-Warnsignal: 43 % der Coins im Minus, Öl stresst

Bitcoin-Warnsignal: 43 % der Coins im Minus, Öl stresst
Bitcoin-Warnsignal: 43 % der Coins im Minus, Öl stresst (Foto KI generiert)
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Ein wachsender Teil des Bitcoin Angebots steht aktuell im Minus. Laut einer Auswertung des CryptoQuant Beitragsautors Darkfost sind derzeit 43 Prozent der Bitcoin Bestände, gemessen über UTXOs, unter ihrem jeweiligen Einstandspreis. Nur noch 57 Prozent der Coins liegen damit im Profit. Für Darkfost ist das ein Warnsignal, weil sich der Markt damit historischen Bereichen nähert, die eher zu Bärenphasen als zu stabilen Aufwärtstrends passen.

43 Prozent der UTXO Bestände im Verlust, wichtige Marke liegt bei 75 Prozent im Profit

Darkfost betrachtet die Verteilung des Angebots über sogenannte UTXOs, also nicht ausgegebene Transaktionsausgänge. Diese Daten zeigen vereinfacht gesagt, wie viel Bitcoin Angebot aktuell über oder unter dem durchschnittlichen Kaufpreis der jeweiligen Halter liegt.

Seine Kernaussage: In starken Bullenphasen befinden sich historisch gesehen häufig rund 75 Prozent des Angebots im Gewinn. Diese Zone beschreibt er als eine Art Grenze zwischen klarer Aufwärtsbewegung und einer breiteren Korrekturphase. Dass der Wert jetzt bei 57 Prozent liegt, deutet aus seiner Sicht darauf hin, dass das Marktumfeld eher an frühere, tiefe Korrekturen erinnert.

Trotzdem rechnet er nicht automatisch mit einem freien Fall. Er sieht Anzeichen für eine gewisse Stabilisierung, was zur aktuellen Seitwärtsphase passt. Gleichzeitig warnt er aber, dass es noch tiefer gehen könnte. Möglich sei ein weiterer Rückgang, der vor allem langfristige Halter zusätzlich unter Druck setzt. In diesem Szenario könnte der Anteil der Coins im Verlust laut Darkfost in Richtung 45 Prozent steigen, ein Bereich, der in früheren Bärenmärkten bereits erreicht wurde.

Makro Druck durch steigenden Ölpreis und geopolitische Risiken

Neben den On Chain Daten verweist Darkfost auf die Makrolage. Er bringt die aktuelle Schwäche auch mit steigenden Energiepreisen in Verbindung. Seit Jahresbeginn habe Öl laut seiner Einschätzung um mehr als 60 Prozent zugelegt. Ein zentraler Faktor seien die Spannungen rund um die Straße von Hormus, durch die ein großer Teil der weltweiten Ölexporte abgewickelt wird. Kommt es dort zu Störungen, reagieren die Märkte oft sofort, und zwar mit höheren Preisen.

Steigende Ölpreise können die Inflationserwartungen anheizen und die Stimmung an den Finanzmärkten belasten. Für riskantere Anlagen wie Bitcoin ist das meist kein gutes Umfeld. Darkfost argumentiert außerdem, dass Phasen mit wieder anziehenden Ölpreisen historisch öfter mit späten Zyklusabschnitten bei Bitcoin zusammenfallen, also Perioden, in denen die Luft nach oben dünner wird.

Entscheidend ist, ob Bitcoin den Profit Anteil wieder deutlich anheben kann

Unterm Strich zeichnen die Daten laut Darkfost ein gemischtes Bild. Der Markt sei noch nicht eindeutig in einem neuen Bärenmarkt angekommen, bewege sich aber in eine Richtung, in der diese Einordnung schwerer zu widerlegen wird. Die nächste wichtige Frage lautet deshalb: Schafft es Bitcoin, den Anteil der Coins im Gewinn wieder zu erhöhen und sich der 75 Prozent Marke anzunähern, oder sorgen Makrostress und weiterer Verkaufsdruck dafür, dass zunächst noch mehr Angebot in die Verlustzone rutscht.

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