1,7 Milliarden Dollar Abfluss in einer Woche: Droht Bitcoin der nächste Abverkauf?

17-Milliarden-Dollar-Abfluss-in-einer-Woche-Droht-Bitcoin-der-naechste-Abverkauf
1,7 Milliarden Dollar Abfluss in einer Woche: Droht Bitcoin der nächste Abverkauf? (BitcoinBasis.de | Image GPT)

Bitcoin steht wieder unter Druck. Die US-Spot-ETFs auf Bitcoin haben in der ersten Juni-Woche rund 1,72 Milliarden Dollar verloren, während der Kurs zeitweise an die Marke von 60.000 Dollar fiel. Genau diese Zone wird jetzt zum Stresstest: Hält sie, bleibt eine Erholung möglich. Bricht sie, dürfte der Verkaufsdruck deutlich zunehmen.

Warum die ETF-Abflüsse jetzt ein Warnsignal sind

Nach Daten von SoSoValue war der schwache Juni kein Ausrutscher. Bereits im Mai hatten Bitcoin-Spot-ETFs Nettoabflüsse von rund 2,43 Milliarden Dollar verzeichnet. Besonders auffällig: In den letzten 15 Handelstagen gab es nur einen einzigen Tag mit positiven Zuflüssen.

Das zeigt, wie vorsichtig institutionelle Anleger derzeit agieren. Statt Rücksetzer aggressiv zu kaufen, ziehen sie Kapital ab. Für Bitcoin ist das gefährlich, weil die Spot-ETFs in den vergangenen Monaten als wichtiger Nachfragekanal galten.

BlackRocks IBIT trifft es besonders hart

Der größte Druck kam ausgerechnet von BlackRocks IBIT. Der Fonds verzeichnete in der ersten Juni-Woche Abflüsse von rund 1,34 Milliarden Dollar. Auch Fidelitys FBTC verlor mit rund 202 Millionen Dollar deutlich Kapital, während Grayscales GBTC weitere 144 Millionen Dollar einbüßte.

Damit kippt die Stimmung nicht nur bei kleineren Produkten. Wenn selbst die großen ETF-Anbieter deutliche Rückgaben sehen, sendet das ein klares Signal: Viele Anleger reduzieren Risiko, statt auf eine schnelle Erholung zu setzen.

Ethereum-ETFs verlieren ebenfalls Kapital

Auch Ethereum bleibt nicht verschont. Die Spot-ETFs auf ETH verzeichneten in derselben Woche Abflüsse von rund 168 Millionen Dollar. Die gesamten Nettovermögenswerte fielen von 11,78 Milliarden auf 9,78 Milliarden Dollar.

Für den Markt bedeutet das: Der Druck ist nicht nur ein Bitcoin-Problem. Anleger ziehen sich breiter aus Krypto-Produkten zurück, während makroökonomische Unsicherheit und schwache Kursstruktur die Risikobereitschaft belasten.

Entscheidend bleibt jetzt die Zone um 60.000 Dollar. Verteidigt Bitcoin diesen Bereich, könnte der Markt den ETF-Schock zumindest kurzfristig verdauen. Fällt die Marke jedoch klar, wird aus der Bereinigung schnell ein echter Abverkauf.


Auch interessant:


Teilen
Auch Interessant
Beitragsbild zu Bitvavo vs. Phemex
Beitragsbild zu Bitvavo vs. WhiteBIT
Beitragsbild zu Bitvavo vs. Scalable Capital