Für Shiba Inu wird die Lage zunehmend angespannt. Innerhalb von nur 24 Stunden wurden Long-Positionen im Wert von mehr als 365.000 US-Dollar liquidiert, während gleichzeitig ein seit rund zehn Monaten inaktiver Großinvestor fast 400 Milliarden SHIB in Bewegung setzte.
Die Kombination aus Marktstress, Liquidationen und einer plötzlichen Wal-Aktivität sorgt für neue Unsicherheit rund um den Memecoin.
Besonders brisant: Der Großteil der Liquidationen traf Anleger, die auf steigende Kurse gesetzt hatten. Während Long-Trader massive Verluste hinnehmen mussten, blieb die Short-Seite nahezu unberührt.
Das deutet auf eine klare Schwäche im Markt hin und zeigt, wie schnell bullische Positionen derzeit unter Druck geraten.
Ein stiller Wal räumt sein Wallet fast komplett leer
Blockchain-Daten zeigen, dass die zuvor inaktive Adresse zunächst eine kleine Testtransaktion über 10 Millionen SHIB durchführte. Kurz darauf folgte die eigentliche Bewegung.
In drei separaten Transaktionen wurden insgesamt fast 400 Milliarden SHIB über die Infrastruktur des Krypto-Verwahrers BitGo transferiert. Zunächst wechselten rund 112 Milliarden Token den Besitzer, anschließend knapp 190 Milliarden und schließlich weitere 99 Milliarden SHIB.
Nach Abschluss der Transfers verblieben lediglich 110 SHIB auf der Wallet-Adresse. Praktisch der gesamte Bestand wurde innerhalb weniger Stunden bewegt.
Die genaue Absicht hinter der Transaktion bleibt allerdings unklar. BitGo wird häufig von institutionellen Investoren genutzt, um Vermögenswerte in Cold Storage zu übertragen oder außerbörsliche Geschäfte (OTC) abzuwickeln. Die Bewegung allein bestätigt daher noch keinen direkten Verkauf am Markt.
Warum der Zeitpunkt Anleger nervös macht
Auch wenn kein Verkauf nachgewiesen ist, sorgt vor allem das Timing für Aufmerksamkeit. Der Wal wurde genau in einer Phase aktiv, in der der gesamte Kryptomarkt unter Druck steht.
Shiba Inu verlor innerhalb einer Woche rund 16 Prozent an Wert. Zusätzlich fiel der Kurs unter eine wichtige psychologische Unterstützungszone, was die Stimmung weiter belastete. In den vergangenen 24 Stunden setzte sich die Schwäche fort.
Parallel dazu beschleunigten die Liquidationen den Verkaufsdruck. Wenn gehebelte Long-Positionen zwangsweise geschlossen werden, verstärkt das häufig bestehende Abwärtsbewegungen und verschlechtert das Marktumfeld zusätzlich.
Diese Zone entscheidet jetzt über Erholung oder neuen Druck
Für SHIB wird nun entscheidend, ob Käufer die aktuelle Schwächephase stoppen können. Der Verlust wichtiger Unterstützungen hat das technische Bild deutlich eingetrübt. Gleichzeitig zeigt die Reaktivierung eines großen Investors, dass auch langjährige Halter aktiv werden.
Noch ist nicht bestätigt, dass die fast 400 Milliarden SHIB verkauft wurden. Dennoch bleibt die Bewegung ein Warnsignal in einem ohnehin angespannten Marktumfeld. Gelingt keine Stabilisierung, könnte der Druck auf den Memecoin weiter zunehmen.
Hält die aktuelle Zone dagegen stand, besteht weiterhin die Chance auf eine technische Erholung. Genau diese Marke dürfte nun über den nächsten größeren Trend bei Shiba Inu entscheiden.
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