Der Shiba-Inu-Burn galt lange als eines der wichtigsten Argumente der Community. Durch das gezielte Vernichten von Token sollte das enorme Angebot langfristig reduziert werden. Doch genau diese Strategie verliert aktuell deutlich an Dynamik. Die Zahl der verbrannten SHIB-Token ist auf ein Niveau gefallen, das für die Gesamtmenge praktisch keine Rolle mehr spielt. Für Anleger wird damit eine zentrale Hoffnung zunehmend infrage gestellt.
Nur noch wenige Dollar pro Tag: Die Burn-Offensive verliert an Kraft
Daten des Burn-Trackers Shibburn zeigen, wie stark die Aktivität zuletzt eingebrochen ist. In den vergangenen sieben Tagen wurden durchschnittlich lediglich rund 10 US-Dollar an SHIB pro Tag vernichtet.
Auf Wochensicht entspricht das nur etwas mehr als 20 Millionen Token. Innerhalb der letzten 30 Tage wurden rund 144 Millionen SHIB verbrannt. Auf den ersten Blick klingt diese Zahl hoch, doch im Verhältnis zum tatsächlichen Angebot fällt sie kaum ins Gewicht.
Zum Vergleich: Die zirkulierende Menge liegt weiterhin bei mehr als 585 Billionen SHIB. Selbst mehrere hundert Millionen verbrannte Token verändern diese Größenordnung praktisch nicht. Der ursprünglich erhoffte Effekt einer spürbaren Angebotsverknappung bleibt damit aus.
Die große Herausforderung bleibt das gigantische Angebot
Der größte Teil aller bisher verbrannten SHIB stammt weiterhin aus einer einzigen historischen Aktion. Ethereum-Mitgründer Vitalik Buterin hatte bereits 2021 rund 410 Billionen SHIB aus dem Umlauf entfernt und damit den bislang größten Burn der Geschichte ausgelöst.
Seitdem hoffte die Community auf einen kontinuierlichen Rückgang des Angebots durch regelmäßige Verbrennungen. Die aktuellen Zahlen zeigen jedoch ein anderes Bild. Die jüngsten Burn-Mengen sind im Vergleich zur Gesamtversorgung so gering, dass sie kaum Einfluss auf die Token-Ökonomie haben.
Damit wächst die Frage, ob die Burn-Strategie allein überhaupt noch ausreicht, um langfristig für Knappheit zu sorgen. Ohne deutlich höhere Verbrennungsraten dürfte der Einfluss auf Angebot und Preisentwicklung begrenzt bleiben.
Warum die sinkende Beteiligung für SHIB zum Warnsignal wird
Nicht nur die Burn-Mengen gehen zurück. Auch die Beteiligung der Community zeigt einen deutlichen Rückgang.
Während in den Anfangszeiten des Projekts häufig Dutzende oder sogar Hunderte Burn-Transaktionen pro Tag registriert wurden, werden mittlerweile oft nur noch drei bis fünf Verbrennungen täglich erfasst.
Das deutet darauf hin, dass das Interesse an der Burn-Initiative spürbar nachgelassen hat. Für einen Meme-Coin, dessen Stärke traditionell stark von der Aktivität seiner Community abhängt, ist das ein Signal, das Anleger aufmerksam verfolgen sollten.
Gleichzeitig kämpft der SHIB-Kurs weiterhin mit den Folgen des langen Abschwungs seit dem Bullenmarkt 2021. Noch immer notiert der Token rund 93 Prozent unter seinem Allzeithoch. Dennoch bleibt Shiba Inu mit einer Marktkapitalisierung von rund 3,1 Milliarden US-Dollar einer der größten Meme-Coins am Markt.
Für Anleger rückt damit eine entscheidende Frage in den Mittelpunkt: Kann Shiba Inu neue Nachfrage und neue Anwendungsfälle schaffen, oder bleibt die Hoffnung weiter auf einer Burn-Strategie liegen, deren Wirkung zunehmend verpufft? Genau dieser Punkt könnte darüber entscheiden, ob SHIB eine echte Erholung gelingt oder der Druck auf den Kurs bestehen bleibt.
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