Ripple nennt 13.000 Banken – XRP-625$-These mit Haken

Ripple nennt 13.000 Banken – XRP-625$-These mit Haken
Ripple nennt 13.000 Banken – XRP-625$-These mit Haken (BitcoinBasis.de | Image GPT)

Ripple rückt sein neu positioniertes Treasury-Geschäft in den Fokus und liefert dabei auffällige Kennzahlen: Laut dem Unternehmen ist die Plattform mit 13.000 Banken verbunden und verarbeitet ein jährliches Zahlungsvolumen von 12,5 Billionen US-Dollar. Auf X sorgt das für Diskussionen, weil ein Analyst daraus ein extrem hohes mögliches Kursziel für XRP ableitet. Wichtig ist dabei: Es handelt sich um eine Modellrechnung, nicht um eine bestätigte Nutzung von XRP für diese Summe.

Ripple Treasury: 13.000 Banken und 12,5 Billionen Dollar Zahlungsvolumen

Während des Rechtsstreits zwischen der US-Börsenaufsicht SEC und Ripple war bekannt geworden, dass Ripple rund 1.700 Geheimhaltungsvereinbarungen (NDAs) mit anderen Firmen geschlossen hatte. In der XRP-Community wurde lange spekuliert, wer genau dahintersteckt und wie groß Ripples Reichweite tatsächlich ist.

Nun hat Ripple selbst Zahlen genannt: Die Treasury-Plattform des Unternehmens sei mit 13.000 Banken verbunden und ermögliche ein Zahlungsvolumen von 12,5 Billionen US-Dollar. Ripple bewirbt „Ripple Treasury“ als besonders anpassungsfähige Lösung, die Institutionen volle Transparenz über ihre Liquidität geben soll.

Hinter dem Produkt steckt ein Zukauf: Ripple hatte nach eigenen Angaben 2025 das Unternehmen GTreasury für 1 Milliarde US-Dollar übernommen und die bestehende Enterprise-Treasury-Software anschließend als Ripple Treasury neu gebrandet. Der Vorteil für Ripple: Statt Banken von Grund auf ein neues System aufzudrängen, setzt man auf eine Plattform, die bereits in Unternehmen etabliert ist.

Der Analyst Patrick L. Riley betonte auf X, dass 13.000 angebundene Institute im Verhältnis zur Bankenlandschaft bemerkenswert seien. Allein in den USA gibt es grob gesprochen einige tausend registrierte Banken und zusätzlich tausende Kreditgenossenschaften. Für Riley ist das ein Hinweis darauf, dass Ripples Netzwerk klar über die USA hinausreicht und in westlichen Finanzmärkten eine relevante Durchdringung haben könnte.

Warum ein Analyst daraus 625 US-Dollar pro XRP ableitet

Der Kern der Debatte: Riley verknüpft das gemeldete Zahlungsvolumen von 12,5 Billionen US-Dollar mit der Idee, dass XRP langfristig als „Brücke“ für Zahlungsströme dienen könnte. Aus dieser Utility-These leitet er eine Modellrechnung ab, die den XRP-Preis deutlich höher ansetzt als heute.

Laut seiner Darstellung nutzt er ein stock-to-flow-ähnliches Bewertungsmodell (oft als „Bakkes Pipeline“ bezeichnet). Das vereinfachte Beispiel: Wenn 20 Milliarden XRP benötigt würden, um jährlich 12,5 Billionen US-Dollar an Zahlungen zu bewegen, ergäbe sich im Durchschnitt ein rechnerischer Wert von etwa 625 US-Dollar pro XRP.

Solche Rechnungen finden in der XRP-Community schnell Anklang, vor allem bei Anlegern, die auf großflächige Bankadoption setzen und glauben, dass dies zwangsläufig zu einer starken Neubewertung führen muss.

Der entscheidende Haken: Ripple bestätigt nicht, dass XRP diese Zahlungen abwickelt

So beeindruckend die Zahlen wirken, ein Punkt ist entscheidend: Ripple bestätigt mit der Mitteilung nur die Größe des Treasury-Netzwerks und das Zahlungsvolumen, das über die Plattform läuft. Daraus folgt nicht automatisch, dass diese 12,5 Billionen US-Dollar bereits über XRP abgewickelt oder in XRP „settled“ werden.

Für die Kursfantasie bedeutet das: Die 625-Dollar-Prognose ist eine hypothetische Ableitung, die davon ausgeht, dass XRP in großem Stil tatsächlich als Abwicklungs- oder Brückenasset genutzt wird. Ob und in welchem Umfang Banken und Unternehmen XRP dafür einsetzen, bleibt die offene Frage.

Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung lag der XRP-Kurs bei etwa 1,39 US-Dollar. Die neue Ripple-Zahl bringt zwar Rückenwind für die Diskussion rund um institutionelle Reichweite, ersetzt aber keine Bestätigung, dass XRP bereits der zentrale Transportweg für diese Volumina ist.

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