Quanten-Gefahr für XRP? Validator nennt betroffene Konten

Quanten-Gefahr für XRP? Validator nennt betroffene Konten
Quanten-Gefahr für XRP? Validator nennt betroffene Konten (BitcoinBasis.de | Image GPT)

Quantencomputer gelten für viele als nächste große Bedrohung für Kryptowährungen. In der Praxis ist das Thema heute aber vor allem eine Frage der Theorie und der Vorbereitung. Ein XRP Ledger Validator namens Vet hat nun genauer erklärt, welche XRP Konten überhaupt betroffen sein könnten, wie groß das Risiko aktuell ist und welche Optionen Nutzer im Ernstfall hätten.

Wie groß ist die Quanten Gefahr für XRP wirklich

Der Kernpunkt in Vets Analyse: Entscheidend ist, ob der öffentliche Schlüssel eines Kontos bereits sichtbar wurde. Bei vielen Blockchains kann ein Angreifer theoretisch erst dann gezielt ansetzen, wenn dieser Schlüssel öffentlich bekannt ist, zum Beispiel nachdem eine Adresse bereits genutzt wurde.

Laut Vet gibt es rund 300.000 XRP Konten, die noch nie eine Transaktion ausgeführt haben. Auf diesen liegen zusammen etwa 2,4 Milliarden XRP. Da bei diesen Konten kein öffentlicher Schlüssel veröffentlicht wurde, gelten sie derzeit als besser gegen mögliche Quanten Angriffe abgeschirmt.

Anders sieht es bei inaktiven Konten aus, die früher schon genutzt wurden, dann aber lange stillstanden. Vet nennt hier nur zwei größere Konten mit zusammen etwa 21 Millionen XRP, die seit über fünf Jahren nicht aktiv waren. Bei solchen Konten sind die öffentlichen Schlüssel bereits bekannt, dadurch wäre die Angriffsfläche im Quanten Szenario höher.

Unterm Strich sei der Anteil wirklich problematischer, langfristig inaktiver Bestände bei XRP sehr klein, laut Vet grob rund 0,03 Prozent des gesamten XRP Angebots. Deshalb sei das kein Risiko, das das Netzwerk als Ganzes akut ins Wanken bringt.

Warum XRP in diesem Punkt anders ist als Bitcoin

Vet zieht auch einen Vergleich zu Bitcoin. Dort liegen große Mengen BTC oft in alten, lange ungenutzten Wallets, bei denen der öffentliche Schlüssel durch frühere Transaktionen oder ältere Adressformate bereits offengelegt sein kann. Das kann es schwerer machen, sehr alte Bestände schnell und sauber auf neue Sicherheitsstandards umzustellen.

Beim XRP Ledger sei das Bild laut Vet anders: Große, völlig inaktive Whale Konten seien selten, viele Bestände liegen in aktiven Konten. Das bedeutet zwar, dass öffentliche Schlüssel häufig schon sichtbar sind, aber gleichzeitig gibt es eher die Chance, Sicherheitsanpassungen im Laufe der Zeit umzusetzen, weil Nutzer und Dienste ohnehin regelmäßig aktiv sind.

Wichtig ist dabei auch Vets Einordnung: Quantencomputer, die heutige öffentliche Blockchains real gefährden könnten, existieren aktuell nicht. Selbst wenn diese Technik irgendwann weit genug sein sollte, rechnet er damit, dass die Branche bis dahin praktikable Gegenmaßnahmen eingeführt hat.

So könnten XRP Holder ihre Konten absichern

Viele Nutzer fragen sich, was passiert, wenn man Coins bewegt und damit den öffentlichen Schlüssel offenlegt. Vet verweist hier auf eine Besonderheit des XRP Ledgers: Er ist account based und unterstützt eine Rotation der Signierschlüssel. Das heißt: Nutzer können die Schlüssel, die Transaktionen autorisieren, ändern, ohne das Konto wechseln zu müssen.

Das sei zwar keine perfekte Lösung für jedes denkbare Szenario, aber ein wichtiger Baustein. Zusätzlich könnten in Zukunft quantenresistente Kryptografie Verfahren integriert werden, um die Sicherheit weiter zu erhöhen.

Außerdem erwähnt Vet, dass Escrow Bestände möglicherweise weniger anfällig sind. Bestimmte Escrow Konstruktionen, etwa mit Hashlock, könnten Angriffe für potenzielle Angreifer teurer und unattraktiver machen.

Diesen Artikel mit KI zusammenfassen lassen. Beim Klick werden Sie an den jeweiligen Anbieter weitergeleitet. Es gelten die Datenschutzbestimmungen des jeweiligen Anbieters.
KI Zusammenfassung von:
Teilen
Auch Interessant
JPMorgan: Strategy könnte 2026 Bitcoin für 30 Mrd. kaufen
XRP-wirkt-ruhiger-doch-diese-Zone-entscheidet-alles
Bitcoin-bei-80000-Jetzt-entscheidet-diese-Zone-ueber-Erholung-oder-Druck