Powerloom schaltet ab-Deadline 21. Juli: Assets retten

Powerloom schaltet ab-Deadline 21. Juli: Assets retten
Powerloom schaltet ab-Deadline 21. Juli: Assets retten (BitcoinBasis.de | Image GPT - KI generiert)

Nutzern der Blockchain Powerloom bleibt nur noch sehr wenig Zeit: Das Netzwerk soll am 21. Juli um 6:00 Uhr UTC dauerhaft abgeschaltet werden. Wer noch POWER oder andere übertragbare Vermögenswerte auf der Chain hält, muss sie vor Ablauf der Frist über die offizielle Bridge nach Ethereum verschieben. Andernfalls droht der vollständige Verlust des Zugriffs.

Nur noch ein enges Zeitfenster für den Ausstieg

Powerloom hatte seine Abwicklung bereits am 15. Juni angekündigt und Nutzer zuletzt noch einmal daran erinnert, die offizielle Bridge zu verwenden und den Transfer auf Ethereum rechtzeitig abzuschließen. Nach Angaben des Projekts ist die Bridge derzeit noch aktiv, doch das gilt nur bis zur endgültigen Abschaltung des Netzwerks.

Wichtig ist dabei: Übertragbar sind nur Guthaben, die bereits als liquide On-Chain-Bestände auf Powerloom verfügbar sind. Andere Funktionen wurden schon vorher eingestellt. Bereits am 16. Juli um 6:00 Uhr UTC gingen unter anderem das Reward-Claiming, das Unstaking und sogenannte Node-Burns offline.

Das bedeutet: Nicht eingeforderte Rewards, gestakete POWER-Token oder Gelder aus Node-Slots, die noch von diesen inzwischen abgeschalteten Prozessen abhingen, können laut Powerloom nicht mehr gerettet werden. Eine echte Ausstiegsmöglichkeit bleibt damit nur für Nutzer, deren Assets direkt transferierbar sind.

Was nach der Abschaltung verloren geht

Mit dem Shutdown soll Powerloom vollständig aufhören, neue Blöcke zu produzieren. Dadurch werden die Smart Contracts und der Zustand der Chain unzugänglich. Gleichzeitig fällt auch die Bridge aus, weil sie nur funktioniert, solange beide Seiten der Verbindung aktiv sind.

Genau darin liegt das grundlegende Risiko bei solchen Netzwerkschließungen: Selbst wenn Ethereum als Zielnetzwerk weiterläuft, nützt das wenig, wenn die Quell-Chain nicht mehr erreichbar ist. Assets, die bis dahin nicht gebridged wurden, könnten auf der alten Chain faktisch feststecken.

Wichtig ist allerdings die Unterscheidung zwischen Guthaben auf Powerloom und Token, die bereits auf Ethereum liegen. Laut Projekt bleibt der ERC-20-POWER-Contract auf Ethereum unverändert und weiterhin zugänglich. Die Frist betrifft also nur Vermögenswerte und Anwendungszustände, die noch direkt auf der Powerloom-Chain liegen.

Warum Powerloom schließt

Die Gründer erklärten im Zuge der Abwicklungsankündigung, dass Powerloom letztlich kein tragfähiges Betriebsmodell mehr gehabt habe. Außerdem habe es an nachhaltiger Nachfrage im Ökosystem und an ausreichenden Ressourcen gefehlt, um das Netzwerk langfristig weiterzuführen.

Vor dem Aus hatte Powerloom unter anderem ein dezentrales Sequencer-Validator-Netzwerk, einen Datenmarkt sowie Infrastruktur für Snapshotter, Validatoren und Entwickler aufgebaut. Dennoch reichte das offenbar nicht aus, um das Projekt auf Dauer wirtschaftlich zu tragen.

Für betroffene Nutzer ist die Lage jetzt klar: Wer noch übertragbare Assets auf Powerloom hält, muss sie vor dem 21. Juli um 6:00 Uhr UTC nach Ethereum verschieben und den Claim abschließen. Nach diesem Zeitpunkt stoppt die Chain – und mit ihr verschwindet auch der letzte reguläre Ausweg.

Teilen
Auch Interessant
Galaxy Digital verliert 85 Mio und setzt auf KI-Rechenzentren
Kreditgeber zählt AVAX-One-Token nicht mehr als Liquidität
XRP wackelt über 1 Dollar - Hebel-Risiko verlagert sich