Ölpreis-Schock: Diese US-Daten entscheiden über Bitcoin

Ölpreis-Schock: Diese US-Daten entscheiden über Bitcoin
Ölpreis-Schock: Diese US-Daten entscheiden über Bitcoin (Foto KI generiert)
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In dieser Woche dreht sich im Kryptomarkt kaum etwas um einzelne Coins oder Token. Entscheidend ist vielmehr die große Frage, ob der starke Anstieg beim Ölpreis durch den Krieg zwischen den USA und Iran zu einem neuen Inflationsproblem wird. Genau in diesem Umfeld kommen wichtige US Konjunkturdaten, am Mittwoch die Inflationsdaten (CPI) für Februar und am Freitag das zweite BIP Update für das vierte Quartal sowie der verspätete PCE Inflationsbericht für Januar.

Warum Öl gerade wichtiger ist als einzelne Krypto News

Zum Wochenstart schaute der Markt zuerst auf Energie und erst danach auf alles andere. Hintergrund ist die zugespitzte Lage im Nahen Osten und die Sorge, dass die Versorgung über die Straße von Hormus massiv gestört wird. Zeitweise stiegen Brent und WTI auf Werte um 119 Dollar je Barrel. Zusätzlich gab es Berichte, dass Länder wie Irak, Kuwait und die Vereinigten Arabischen Emirate ihre Förderung reduziert haben.

Auch internationale Institutionen warnen vor Folgen für die Weltwirtschaft. IWF Chefin Kristalina Georgieva machte klar, dass ein längerer Konflikt die Stimmung an den Märkten drücken und sowohl Wachstum als auch Inflation beeinflussen kann. Sie nennt als Faustregel, dass ein anhaltender Ölpreisanstieg von 10 Prozent die globale Inflation um rund 0,4 Prozentpunkte erhöhen könnte.

Gleichzeitig bleibt der Ölmarkt extrem nervös. Am Montag kam es sogar zu einer der stärksten Tages Umkehrbewegungen, nachdem Berichte kursierten, dass G7 Staaten die Freigabe von bis zu 400 Millionen Barrel aus strategischen Reserven prüfen.

Diese Daten entscheiden über den nächsten Krypto Impuls

Der erste große Test kommt am Mittwoch, 11. März mit dem US Verbraucherpreisindex (CPI). Zuletzt lag die US Inflation im Januar bei 2,4 Prozent im Jahresvergleich, die Kerninflation bei 2,5 Prozent. Für Februar erwarten viele Marktbeobachter erneut etwa 2,4 bis 2,5 Prozent, also keine klare Beschleunigung in den offiziellen Zahlen. Das Problem ist nur, dass der Öl Preisschock nach dem Erhebungszeitraum richtig eskaliert ist. Deshalb werden Anleger die Daten sehr kritisch im Kontext der neuen Energiepreise bewerten.

Am Freitag, 13. März wird es dann komplexer. Es kommt das zweite Update zum US BIP für das vierte Quartal 2025. Die erste Schätzung zeigte bereits eine deutliche Abkühlung auf 1,4 Prozent annualisiertes Wachstum, nachdem es im dritten Quartal noch 4,4 Prozent waren. Einige Prognosen rechnen mit einer kleinen Revision nach oben auf 1,5 Prozent.

Für Krypto dürfte aber vor allem der ebenfalls am Freitag erwartete, verspätete PCE Inflationsbericht (Januar) zählen, weil die US Notenbank diesen Indikator besonders beachtet. Im Dezember lag der PCE bei 2,9 Prozent im Jahresvergleich, der Kern PCE bei 3,0 Prozent. Für Januar rechnen Schätzungen mit etwa 2,9 Prozent beim Gesamtwert und rund 3,1 Prozent bei der Kernrate.

Was das für Bitcoin und den Kryptomarkt bedeutet

Bitcoin notierte zuletzt im Bereich von rund 67.000 Dollar, nachdem der Kurs am Sonntag noch bis etwa 65.600 Dollar gefallen war. Das unterstreicht, dass der Markt aktuell stark von Makro Themen abhängig ist. Steigende Ölpreise haben zuletzt den US Dollar und die Renditen nach oben gedrückt und damit die Hoffnung auf schnelle Zinssenkungen gedämpft. Genau das ist meist Gegenwind für riskantere Anlagen wie Krypto.

Die Logik für die nächsten Tage ist relativ klar. Wenn CPI und PCE höher ausfallen und Öl teuer bleibt, dürften die Erwartungen an lockere Geldpolitik weiter zurückgehen, das kann den Kryptomarkt belasten. Wenn die Inflationsdaten hingegen trotz Krieg und Öl Schock ruhiger bleiben als befürchtet, könnte Bitcoin wieder etwas Luft bekommen und die Angst vor einer Mischung aus schwachem Wachstum und hoher Inflation würde nachlassen.

Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung lag die gesamte Marktkapitalisierung des Kryptomarkts bei etwa 2,3 Billionen Dollar.

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