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Larry Fink: „Bitcoin ist nicht Hoffnung – Bitcoin ist Angst“

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Beitragsbild: KI-generiert
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Krypto-Investitionen sind riskant und möglicherweise nicht für Privatanleger geeignet; Sie könnten Ihre gesamte Investition verlieren. Krypto-Verwahrung durch Tangany. Informieren Sie sich über die Risiken.

BlackRock-CEO Larry Fink hat die jüngste Boom-Bust-Phase von Bitcoin zum Anlass genommen, das Narrativ um die Kryptowährung grundlegend neu zu rahmen. Für ihn spiegelt der Chart weniger ein Wachstums-Asset wider als vielmehr ein globales Sicherheitsventil: Bitcoin ist – so Fink – ein „Asset der Angst“.

Bei der New York Times DealBook: Crypto and Capital-Konferenz diskutierte Fink gemeinsam mit Coinbase-CEO Brian Armstrong über die Rolle digitaler Vermögenswerte. Dabei stellte er einen direkten psychologischen Kontrast zwischen traditionellen Finanzmärkten und Bitcoin her.

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BlackRock verwaltet „Hoffnung“ – Bitcoin bündelt „Furcht“

Fink stellte zunächst klar, wie er die klassische Investmentwelt sieht:
Das von BlackRock verwaltete Vermögen von 13,5 Billionen US-Dollar sei im Kern „eine Wette auf Hoffnung“.

„Warum investiert jemand in einen 30-jährigen Ausblick? Nur, wenn man hofft, dass das Kapital in 30 Jahren durch Zins und Zinseszins mehr wert ist.“

Bitcoin hingegen stehe psychologisch auf der anderen Seite des Spektrums:

„Bitcoin ist ein Asset der Angst. Man besitzt es, weil man Angst um seine physische Sicherheit hat. Man besitzt es, weil man Angst um seine finanzielle Sicherheit hat. Sein langfristiger Nutzen ist der Schutz vor der Entwertung finanzieller Vermögenswerte durch Staatsdefizite.“

Finks Formulierung ist hart, aber präzise: Für ihn ist Bitcoin kein klassisches Investmentvehikel, sondern ein Fluchtinstrument – ein Schutzschild gegen politische, monetäre und geopolitische Instabilität.


Volatilität als Feature der Angst-Ökonomie

Fink knüpfte seine Analyse direkt an die Marktbewegungen an. Nach dem Allzeithoch von über 125.000 US-Dollar im Oktober war der Preis innerhalb weniger Wochen bis in den 80.000er-Bereich gefallen. Für Fink ist dieses Auf und Ab nicht nur normal, sondern typisch:

„Wenn Sie bei 125.000 Dollar gekauft haben und jetzt bei 90.000 stehen, dann ist das ein extrem volatiles Asset. Wer das handelt, muss ausgezeichnetes Timing haben – und die meisten Menschen haben das nicht.“

Für langfristige Käufer sieht er dieselbe Bewegung aber völlig anders: Nicht als Verlust – sondern als eine zyklische Widerspiegelung globaler Angst.

Bitcoin steige in Phasen politischer Unsicherheit oder fiskalischer Verschlechterung. Sobald sich diese Risiken entschärfen – etwa durch geopolitische Entspannung – falle der Kurs wieder zurück. Für Fink bestätigt das den Charakter einer „Angstprämie“.


Die Schattenseite: Hebel, Spekulanten und fragile Marktstruktur

Fink warnte zudem vor einem strukturellen Problem: Bitcoin sei weiterhin stark abhängig von hochgehebelten Teilnehmern. Diese Hebelpositionen verschärfen jede Bewegung – sowohl nach oben als auch nach unten.

Trotzdem sieht er eine klare Verbesserung der Marktqualität, insbesondere seit dem Start von BlackRocks Spot-ETF IBIT:

„Wir sehen immer mehr seriöse, langfristige Anleger. Ein großes Stiftungsvermögen ist eingestiegen. Mehrere Staatsfonds kaufen – bei 120k, bei 100k und sogar in den 80k.“

Für diese Käufer ist Bitcoin ein strategisches Asset, kein Trade:

„Das ist kein Trade. Man besitzt es über Jahre. Man besitzt es zu einem Zweck.“


Ein bemerkenswerter Sinneswandel

Fink verschweigt nicht, wie drastisch seine Haltung sich gewandelt hat. Er erklärt den Wendepunkt offen:

„Während der Pandemie habe ich mich gefragt: Was übersehe ich? Ich habe mit vielen Befürwortern gesprochen. Zwischen 2021 und 2022 begann ich, meine Meinung zu ändern. Es ist ein sehr öffentlich sichtbarer Wandel meiner Haltung. Ich habe starke Ansichten – aber das heißt nicht, dass ich nicht falsch liegen kann.“


Fazit: Bitcoin ist für Fink kein Tech-Asset, sondern ein geopolitischer Seismograf

Larry Fink ordnet Bitcoin nicht als Innovation im Zahlungsverkehr, nicht als spekulative Technologie und nicht einmal primär als Wertspeicher ein. Für ihn ist es das Barometer globaler Angst – und gerade deshalb ein strategisches Portfolioelement.

Mit dieser Sichtweise verlagert der größte Vermögensverwalter der Welt das Bitcoin-Narrativ endgültig in die makroökonomische Realität:

Hoffnung gehört den traditionellen Märkten. Angst gehört Bitcoin.

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