IREN registriert 12 Mio neue Aktien nach Mirantis-Deal

IREN registriert 12 Mio neue Aktien nach Mirantis-Deal
IREN registriert 12 Mio neue Aktien nach Mirantis-Deal (BitcoinBasis.de | Image GPT - KI generiert)
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Der Bitcoin-Miner IREN hat im Zuge der Übernahme des Softwareunternehmens Mirantis fast 12 Millionen neue Aktien für einen möglichen Weiterverkauf registrieren lassen. Zum Schlusskurs vom 3. August entsprach dieses Aktienpaket einem Wert von rund 476 Millionen US-Dollar. Damit entsteht ein möglicher Belastungsfaktor für die Aktie, weil ein großer Teil dieser Papiere nun grundsätzlich auf den Markt kommen könnte.

Großes Aktienpaket könnte auf den Kurs drücken

IREN hatte die Übernahme von Mirantis im Mai angekündigt. Damals wurde die Transaktion mit rund 625 Millionen US-Dollar bewertet. Bezahlt werden sollte der Deal größtenteils mit einer festen Anzahl an IREN-Aktien.

Abgeschlossen wurde die Übernahme am 3. August. Dabei gab IREN laut den eingereichten Unterlagen 12,6 Millionen Aktien aus, ergänzt um rund 40 Millionen US-Dollar in bar, aktienbasierten Vergütungen und weiteren Gegenleistungen.

Schon einen Tag später reichte das Unternehmen einen Prospekt ein, der den möglichen Wiederverkauf von 11,9 Millionen dieser Aktien abdeckt. Die Papiere liegen bei früheren Mirantis-Investoren sowie bei Direktoren, Führungskräften und Mitarbeitern des übernommenen Unternehmens.

Wichtig ist: Die Registrierung bedeutet nicht automatisch, dass diese Aktien sofort verkauft werden. Auch gibt es bisher keinen Hinweis darauf, dass die neuen Aktionäre bereits verkauft haben oder dies kurzfristig planen. Dennoch fällt damit eine wesentliche Beschränkung weg. Sollte ein nennenswerter Teil der Aktien tatsächlich in den Markt gegeben werden, könnte das zusätzlichen Verkaufsdruck auf den IREN-Kurs ausüben.

IREN selbst erhält aus möglichen Verkäufen keine zusätzlichen Einnahmen, da die Aktien bereits den früheren Mirantis-Anteilseignern gehören.

Mirantis soll IRENs KI-Strategie vervollständigen

Strategisch ist die Übernahme für IREN dennoch bedeutsam. Das Unternehmen will sich nicht mehr nur als Bitcoin-Miner und Betreiber von Rechenzentrumsinfrastruktur positionieren, sondern als breiter aufgestellter KI-Infrastruktur- und Cloud-Anbieter.

IREN beschreibt seine KI-Strategie als ein Modell mit drei Ebenen. Die erste Ebene umfasst Grundstücke, Stromanschlüsse und Rechenzentren. Die zweite besteht aus GPUs, Servern und Netzwerktechnik. Mirantis ergänzt nun die dritte Ebene: Software zum Bereitstellen, Steuern, Überwachen und Unterstützen von KI-Anwendungen auf dieser Infrastruktur.

Dadurch kann IREN nach eigenen Angaben ein breiteres Kundenspektrum bedienen. Große Cloud- und Hyperscale-Kunden können reine Rechenleistung auf Bare-Metal-Systemen mieten. Unternehmen und KI-Entwickler sollen dagegen stärker verwaltete Cloud-Dienste nutzen können.

Mirantis bringt dabei nicht nur Software, sondern auch einen bestehenden Kundenstamm mit. Das Unternehmen hat nach IREN-Angaben bereits mehr als 1.500 Firmenkunden betreut. Seine Plattform verwaltet Infrastrukturen über Bare-Metal-Systeme, virtuelle Maschinen und Kubernetes-Umgebungen hinweg.

Teurer Ausbau vom Miner zum KI-Anbieter

Die Übernahme zeigt jedoch auch, was der Umbau von IREN kostet. Um im KI-Markt über Strom, Flächen und Hardware hinaus mitzuspielen, musste das Unternehmen Vermögenswerte in Form von Aktien im Wert von mehreren hundert Millionen Dollar einsetzen.

Für Anleger ist das ein zweischneidiges Signal: Einerseits stärkt Mirantis die operative Grundlage für IRENs KI-Ambitionen. Andererseits entsteht durch die nun registrierten Aktien ein potenzieller Überhang am Markt, der den Kurs belasten kann, falls größere Bestände verkauft werden.

Die IREN-Aktie lag zum Handelsschluss am Mittwoch bei rund 39,76 US-Dollar und damit etwa 3 Prozent im Minus. Ob der Rückgang direkt mit der Registrierung des Aktienpakets zusammenhängt, lässt sich aus den Unterlagen allerdings nicht ableiten.

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