Galaxy riskiert 3,5 Mrd-Deal 346 Mio Zinsen jährlich

Galaxy riskiert 3,5 Mrd-Deal 346 Mio Zinsen jährlich
Galaxy riskiert 3,5 Mrd-Deal 346 Mio Zinsen jährlich (BitcoinBasis.de | Image GPT - KI generiert)

Galaxy Digital geht für den Ausbau seines Rechenzentrumsprojekts mit CoreWeave in Texas ein kostspieliges Finanzierungsrisiko ein: Für die aufgenommenen 3,507 Milliarden Dollar fallen bei einem Zinssatz von 9,875 % rund 346,3 Millionen Dollar Zinsen pro Jahr an. Damit wird deutlich, wie teuer der Wettlauf um große KI-Infrastruktur inzwischen geworden ist.

Milliardenschwere Finanzierung mit hoher Zinslast

Die Finanzierung wurde über eine Projektgesellschaft von Galaxy strukturiert. Die besicherten vorrangigen Anleihen wurden am 23. Juli bepreist, der Abschluss war für den 28. Juli vorgesehen. Fällig werden die Papiere am 1. August 2031.

Mit dem Geld soll ein Teil von zwei Gebäuden mit insgesamt acht Datenhallen auf dem Helios-Campus in Texas finanziert werden. Geplant sind dort 400 Megawatt Versorgerkapazität und 260 Megawatt kritische IT-Kapazität. Ein Teil der Mittel fließt außerdem in Rücklagen für den Schuldendienst.

Die jährlichen Zinskosten von 346,3 Millionen Dollar sollen jeweils am 1. Februar und 1. August in bar gezahlt werden, erstmals im Jahr 2027. Die erste Zinszahlung betrifft nur einen Teilzeitraum, die genaue Summe dafür hat Galaxy bislang jedoch nicht veröffentlicht.

Tilgung beginnt erst nach Fertigstellung

Während die Zinszahlungen nach einem festen Zeitplan starten, setzt die Rückzahlung des eigentlichen Kapitals später ein. Die Anleihen sollen jährlich mit 4 % des ursprünglichen Nennbetrags getilgt werden, vorbehaltlich möglicher Anpassungen. Das entspricht rund 140,28 Millionen Dollar pro Jahr, zahlbar in halbjährlichen Raten.

Wichtig dabei: Die erste Tilgungszahlung wird frühestens zehn Monate nach Abschluss des Projekts fällig. Damit hängt der Rückzahlungsplan direkt am Baufortschritt. Verzögerungen könnten also schnell zu einem kritischen Faktor werden.

Die Gläubiger erhalten dabei vorrangige Ansprüche auf nahezu alle Vermögenswerte des Projekts sowie auf die Beteiligung der Muttergesellschaft an der Emittentin. Nach den offen gelegten Sicherheiten betrifft das jedoch nicht das gesamte Vermögen von Galaxy Digital, sondern vor allem die mit dem Projekt verbundenen Einheiten.

CoreWeave setzt auf Ausbau in Texas

CoreWeave hatte sich bereits im April 2025 zu einer zusätzlichen kritischen IT-Last von etwa 260 Megawatt für Phase II verpflichtet. Laut Galaxy ähneln die Bedingungen weitgehend dem zuvor bekannt gegebenen 15-Jahres-Vertrag über 133 Megawatt aus Phase I.

Operativ entscheidet nun vor allem die termingerechte Lieferung. Galaxy erklärte am 6. Juli, dass Phase I planmäßig abgeschlossen worden sei. Die Auslieferung der Datenhallen für Phase II soll in der ersten Hälfte des Jahres 2027 beginnen.

Genau hier liegt der Kern des Risikos: Die Zinsuhr läuft bald an, während die Tilgung erst nach Fertigstellung startet. Je stärker sich die Bauphase zieht, desto größer wird der Druck auf Galaxy, das CoreWeave-Projekt pünktlich zu liefern und die milliardenschwere Schuldenstruktur bis 2031 tragfähig zu halten.

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