Ethereum baut um: Das sind die Protokoll-Pläne für 2026

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Beitragsbild: KI-generiert

Die Ethereum Foundation hat am 18. Februar ein neues Protokoll-Update für 2026 veröffentlicht. Darin steht, wie die Arbeit an der Basis von Ethereum dieses Jahr organisiert wird. Außerdem zeigt das Papier, welche Themen in den nächsten Netzwerk-Upgrades im Fokus stehen sollen.

Der größte Wechsel ist nicht ein einzelnes Feature, sondern die Struktur. Die Protokoll-Arbeit läuft 2026 in drei Tracks. Jeder Track hat eigene Leads und klare Ziele.

Die drei Schwerpunkte heißen: Scale, Improve UX und Harden the L1. Damit will die Foundation schneller skalieren, die Nutzung einfacher machen und die Sicherheit der Basis-Kette absichern.

Rückblick auf 2025: Viele Änderungen am Mainnet

Laut dem Update war 2025 ein Jahr mit viel Durchsatz bei Änderungen am Mainnet. Zwei große Upgrades werden genannt: Pectra im Mai und Fusaka im Dezember. Mit Fusaka kam PeerDAS auf das Mainnet, also Technik, die Daten besser verteilt und damit Skalierung unterstützen soll.

Außerdem stieg das Mainnet-Gas-Limit von 30 Millionen auf 60 Millionen. Das Gas-Limit ist grob die Kapazitätsgrenze pro Block. Höhere Werte bedeuten mehr Platz für Transaktionen, aber auch mehr Druck auf Nodes.

Track 1: Scale soll Ethereum schneller machen

Der Scale-Track wird von Ansgar Dietrichs, Marius van der Wijden und Raúl Kripalani geleitet. Er bündelt zwei frühere Stränge zu einem Programm. Die Idee dahinter: Ausführung, Netzwerk und Konsens hängen in der Praxis eng zusammen und landen oft im selben Client-Code.

  • Mehr Kapazität: Weitere Erhöhungen des Gas-Limits, laut Plan Richtung und auch über 100 Millionen. Helfen sollen Block-weite Access Lists über EIP-7928 und mehr Benchmarks der Clients.
  • Glamsterdam-Skalierung: Genannt werden enshrined PBS über EIP-7732, Anpassungen von Gebühren und weitere Erhöhungen bei Blob-Parametern. Blobs sind zusätzliche Datenbereiche, die vor allem L2-Rollups nutzen.
  • zkEVM näher an Produktion: Ein zkEVM-Attester-Client soll vom Prototypen zur produktionsreifen Version kommen. zkEVM nutzt Zero-Knowledge-Technik, um Rechenarbeit prüfbar zu machen.
  • State Scaling: Langfristig geht es um kleinere Node-Anforderungen. Dazu zählen kurzfristige Repricings, History Expiry, später auch Binary Trees und Statelessness. Statelessness bedeutet, dass Nodes weniger kompletten Zustand speichern müssen.

Track 2: Improve UX soll Wallets und L2-Verbindungen vereinfachen

Dieser Track wird von Barnabé Monnot und Matt Garnett geleitet. Die Foundation nennt zwei Bereiche mit besonders viel Hebel: native Account Abstraction und Interoperabilität.

Account Abstraction heißt: Wallets funktionieren mehr wie Smart Contracts. EIP-7702 wird als Schritt genannt, damit Smart-Contract-Wallets Standard werden können, ohne extra Helfer wie Bundler oder Relayer und ohne zusätzliche Gas-Kosten. Weitere Bausteine sind EIP-7701 und EIP-8141, die als Frame Transactions beschrieben werden und Logik tiefer ins Protokoll bringen sollen.

Das Thema hängt laut Update auch an Sicherheit. Native Account Abstraction soll langfristig den Weg weg von ECDSA ebnen. ECDSA ist heute die übliche Signatur-Methode. Parallel soll es günstiger werden, quantenresistente Signaturen in der EVM zu prüfen.

Bei Interoperabilität baut die Foundation auf dem Open Intents Framework auf. Ziel sind reibungsarme, möglichst vertrauensarme Interaktionen zwischen L2-Netzwerken. Dafür sollen auch L1-Bestätigungen schneller werden und L2 schneller finalisieren.

Track 3: Harden the L1 soll die Basis absichern

Der neue Track Harden the L1 wird von Fredrik Svantes, Parithosh Jayanthi und Thomas Thiery geführt. Er wird als eine Art Versicherung beschrieben, damit Ethereum beim Skalieren seine Kern-Eigenschaften behält.

  • Security: Anknüpfung an die Trillion Dollar Security Initiative, inklusive Post-Quantum-Readiness und Schutz im Execution Layer, etwa durch Prüfungen nach der Ausführung von Transaktionen und trustless RPCs. Trustless RPCs sollen Abfragen an Nodes besser prüfbar machen.
  • Zensurresistenz: Genannt werden FOCIL über EIP-7805, Erweiterungen für Blobs, VOPS im Umfeld von Statelessness und messbare Kennzahlen für Zensurresistenz.
  • Test-Infrastruktur: Devnets, Testnets und Interoperabilitäts-Tests zwischen Clients. Das wird wichtiger, falls Ethereum schneller hintereinander Upgrades ausrollt.

Ausblick: Glamsterdam zuerst, Hegotá später

Als nächstes großes Upgrade-Ziel nennt das Update Glamsterdam für die erste Hälfte von 2026. Hegotá soll später im Jahr folgen. Auf der Wunschliste stehen parallele Ausführung, deutlich höhere Gas-Limits, enshrined PBS und weiteres Blob-Scaling.

Zusätzlich sollen Fortschritte bei Zensurresistenz, nativer Account Abstraction und Post-Quantum-Sicherheit in den Upgrade-Zyklus einfließen. Weitere Detail-Updates pro Track sind laut Bericht für den Verlauf des Jahres angekündigt.

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