Bitcoin und andere digitale Assets kommen zunehmend im klassischen Bankensystem an. Volksbanken, Sparkassen und die Deutsche Bank bauen derzeit unterschiedliche Krypto-Angebote auf. Dabei reicht die Entwicklung vom direkten Handel für Privatkunden bis zur institutionellen Verwahrung.
BitcoinBasis Banken-Krypto-Check · 19.09.2026
- Volksbanken / DZ Bank: Kryptohandel für Privatkunden
- Sparkassen / DekaBank: Kryptohandel ab Oktober geplant
- Deutsche Bank: Verwahrung für Unternehmen und Institutionelle
DZ Bank und Volksbanken bringen Bitcoin in die Banking-App
Die DZ Bank erhielt Ende 2025 die MiCAR-Zulassung für ihre Plattform „meinKrypto“. Einzelne Volksbanken und Raiffeisenbanken können das Angebot nach eigener MiCAR-Notifizierung in die VR Banking App integrieren. Unterstützt werden zunächst Bitcoin, Ethereum, Litecoin und Cardano. Die Einführung entscheidet jede Genossenschaftsbank selbst.
Sparkassen und DekaBank starten mit Krypto
Auch die Sparkassen öffnen sich für Kryptowährungen. Die DekaBank hat ein Angebot entwickelt, das laut Handelsblatt ab Oktober über die Sparkassen-App erreichbar sein soll. Es richtet sich ebenfalls an Selbstentscheider und soll ohne klassische Anlageberatung angeboten werden.
Deutsche Bank startet Bitcoin-Verwahrung
Die Deutsche Bank verfolgt einen anderen Ansatz. Sie plant noch 2026 eine regulierte Verwahrlösung für Unternehmen und institutionelle Kunden. Zum Start sollen Bitcoin, Ether und ausgewählte Stablecoins unterstützt werden. Der Marktstart steht noch unter regulatorischem Vorbehalt. Mehr dazu in unserer Analyse zur Bitcoin-Verwahrung der Deutschen Bank.
| Bank / Gruppe | Angebot | Zielgruppe | Status |
|---|---|---|---|
| Volksbanken / DZ Bank | Bitcoin, Ethereum, Litecoin, Cardano | Privatkunden | Rollout läuft |
| Sparkassen / DekaBank | Kryptohandel | Privatkunden | Start ab Oktober geplant |
| Deutsche Bank | Bitcoin- und Ether-Verwahrung | Unternehmen / Institutionelle | Start 2026 geplant |
| DZ Bank / KfW | Blockchain-Wertpapiere | Kapitalmarkt | bereits umgesetzt |
Banken gewinnen im europäischen Kryptomarkt an Bedeutung
Der Trend zeigt sich auch im europäischen MiCA-Register. Laut einer Auswertung von Cointelegraph stieg die Zahl der dort vertretenen Banken zwischen Ende Juni und dem 16. September von rund 40 auf etwa 80. Ihr Anteil wuchs auf knapp 23 Prozent. Deutschland trug mit zahlreichen Volksbanken, Raiffeisenbanken und Geschäftsbanken wesentlich dazu bei. Welche Anbieter bereits zugelassen sind, zeigt unser Überblick zu MiCA-regulierten Krypto-Anbietern.
Vom Bitcoin-Kauf zur Blockchain-Infrastruktur
Die Entwicklung geht über den Kauf von Bitcoin hinaus. Im März bildeten DZ Bank und KfW erstmals den vollständigen Lebenszyklus eines Krypto-Wertpapiers über eine öffentliche Blockchain ab. Banken beschäftigen sich damit zunehmend auch mit Tokenisierung, Verwahrung und blockchainbasierter Finanzinfrastruktur.