Bloomberg-Analyst warnt: Bitcoin könnte auf 10.000 fallen

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Der Bloomberg, Analyst Mike McGlone warnt, dass Bitcoin trotz aktueller Erholung noch einmal deutlich abrutschen könnte. Aus seiner Sicht ist sogar ein Rückfall in Richtung 10.000 US Dollar, oder darunter, möglich. Er begründet das mit einem größeren makroökonomischen Risikoabbau, in dem viele spekulative Anlagen gleichzeitig unter Druck geraten.

McGlones These: Bitcoin verhält sich wie ein klassisches Risiko Asset

In einem Interview mit EllioTrades erklärte McGlone, Bitcoin sei heute nicht mehr das unabhängige Alternativ Asset, als das es viele Anleger gerne sehen. Stattdessen bewege sich BTC zunehmend im selben Umfeld wie Aktien, Rohstoffe und der allgemeine Liquiditätszyklus. Wenn Risiko Assets insgesamt fallen, dann trifft das seiner Meinung nach auch Bitcoin.

Er verweist dabei auf eine mögliche deflationäre Phase nach der Inflationswelle. In so einem Umfeld, so McGlone, könnten ausgerechnet Anleihen besser abschneiden, während riskantere Märkte stärker korrigieren. Seine Erwartung ist außerdem, dass die Volatilität an den Aktienmärkten spürbar anziehen könnte, was dann auch Kryptos weiter belasten würde.

Warum ausgerechnet 10.000 US Dollar für Bitcoin wichtig sind

Die Marke von 10.000 US Dollar sieht McGlone nicht unbedingt als exakten Tiefpunkt eines Zyklus. Für ihn ist es vielmehr eine zentrale historische Handelszone. Er erinnert daran, dass Bitcoin in den Jahren 2019 und 2020 immer wieder um diesen Bereich pendelte und dass es damals ein viel beachtetes, langfristiges Preisniveau war.

Seine Schlussfolgerung lautet: Wenn der Markt wirklich in eine größere Abwärtsphase übergeht, dann wäre eine Rückkehr in diesen Bereich aus seiner Sicht plausibel. Er hatte diese Idee schon früher erneut ins Spiel gebracht, damals als Bitcoin noch über 100.000 US Dollar stand und er sinngemäß sagte, der Markt könne wieder eine Null verlieren.

Kritik am restlichen Krypto Markt und Gegenwind im Interview

Besonders kritisch äußerte sich McGlone über den breiten Altcoin Sektor. Er sieht Stablecoins als die einzigen klaren strukturellen Gewinner, weil sie an etwas Greifbares gekoppelt sind, nämlich an den US Dollar und in der Regel an Staatsanleihen basierte Sicherheiten. Viele andere Token seien vor allem von Spekulation und Vertrauen getragen.

Als Beleg führt er unter anderem das starke Wachstum von Tether und den gesamten Krypto Dollar Bestand an. Für ihn zeigt das eher eine steigende Dollar Nachfrage innerhalb des Ökosystems als eine gesunde, nachhaltige Wertentwicklung bei volatilen Coins.

McGlone meint zudem, dass die spekulative Übertreibung 2024 und 2025, angefeuert durch Memecoins, ETFs und politische Euphorie nach der US Wahl, ein langfristiges Hoch markiert haben könnte. Solange die Märkte ihm nicht das Gegenteil beweisen, rechnet er eher mit einem Bärenmarkt bei Aktien und einem beginnenden Bullenmarkt bei Volatilität.

EllioTrades hielt dagegen und argumentierte, Bitcoin könne sich wieder stärker als Absicherung gegen Geldentwertung profilieren. Außerdem könnten neue Anwendungen, etwa durch Stablecoin basierte Zahlungsmodelle, mehr Privatsphäre Nutzung und ein Neustart nach einer Marktbereinigung, später eine Erholung ermöglichen. McGlone schloss nicht aus, dass der Markt irgendwann einen Boden findet, betonte aber, dass es dafür aus seiner Sicht noch zu früh sei. Er rät, Erholungen vorerst eher vorsichtig zu bewerten.

Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung lag der Bitcoin Kurs bei rund 69.890 US Dollar.

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