BlackRocks ETHB kauft fast $270 Mio. an Ethereum – Take-off-Signal?

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BlackRocks ETHB kauft fast $270 Mio. an Ethereum – Take-off-Signal? (Foto KI generiert)
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BlackRocks neuer Ethereum-Stakingfonds ETHB entwickelt sich zu einem auffälligen Kapitalmagneten. Arkham meldete zunächst ETH-Käufe im Gegenwert von 251,4 Millionen US-Dollar innerhalb von 20 Handelstagen, ohne einen einzigen Tag mit Nettoabflüssen.

Die Serie ist inzwischen sogar weitergegangen: Am 11. September kamen laut Farside nochmals 18,3 Millionen Dollar hinzu. Damit steigt die Summe seit Beginn der von Arkham hervorgehobenen Serie rechnerisch auf rund 269,7 Millionen Dollar.

Besonders auffällig war der Kontrast am 10. September. Während ETHB 13,9 Millionen Dollar anzog, verlor BlackRocks Schwesterprodukt ETHA 18,6 Millionen Dollar und Fidelitys FETH 25,2 Millionen Dollar. Nur einen Handelstag später drehte das Bild jedoch deutlich:

  • ETHA verbuchte 148,8 Millionen Dollar,
  • ETHB weitere 18,3 Millionen Dollar und
  • FETH 11,4 Millionen Dollar Zufluss.

Insgesamt flossen damit am 11. September netto 216,4 Millionen Dollar in die erfassten US-Ethereum-Produkte. Gleichzeitig wird die Stimmung rund um Ethereum deutlich offensiver. Makrostratege Henrik Zeberg sieht in der jüngsten Kursbewegung nicht nur eine kurzfristige Erholung. In einem neuen X-Post bezeichnete er Ethereum sinngemäß als im „Take-off“ und erklärte, die Entwicklung verlaufe entsprechend seines zuvor skizzierten Makro-Szenarios.

Damit treffen aktuell zwei bullische Narrative aufeinander: anhaltende institutionelle Nachfrage über Produkte wie ETHB und die These, dass Ethereum in eine neue Phase relativer Stärke eintritt.

Warum ETHB gerade so viel Kapital anzieht

ETHB unterscheidet sich von BlackRocks deutlich größerem Ethereum-Produkt ETHA in einem wichtigen Punkt. Der iShares Staked Ethereum Trust ETF soll neben der Entwicklung des Ether-Preises auch Erträge aus dem Staking eines Teils seiner ETH-Bestände abbilden.

BlackRock weist für ETHB zum 10. September ein Fondsvermögen von rund 1,01 Milliarden Dollar und eine 30-Tage-Staking-Reward-Rate von etwa 1,54 Prozent aus. Der Fonds wurde erst im Februar 2026 aufgelegt.

Genau diese Kombination könnte für bestimmte Anleger attraktiv sein. Sie erhalten über ein traditionelles Börsenprodukt Zugang zur ETH-Kursentwicklung und zusätzlich zu Staking-Erträgen, ohne Ethereum selbst verwahren oder technisch staken zu müssen.

Aus den Zuflussdaten allein lässt sich allerdings nicht beweisen, dass die Staking-Komponente der einzige Grund für die starke Nachfrage ist. Auch eine allgemein steigende institutionelle Bereitschaft, Ethereum-Exposure aufzubauen, dürfte eine Rolle spielen.

Wichtig ist außerdem die Einordnung der Aussage, BlackRock „kaufe Ethereum“. Dabei handelt es sich nicht um eine spekulative Eigenwette des Vermögensverwalters. Kapitalzuflüsse in den Trust führen vielmehr dazu, dass das Produkt entsprechende Ether-Bestände halten muss.

Die Zahlen zeigen dennoch, wie konstant die Nachfrage aktuell ist. Während andere Ethereum-Produkte mehrfach Abflüsse verzeichneten, blieb ETHB während der von Arkham hervorgehobenen Serie ohne einen einzigen negativen Tag. Auch der anschließende Handelstag brachte mit 18,3 Millionen Dollar erneut frisches Kapital.

Zeberg sieht Ethereum vor der nächsten Rallye-Phase

Noch offensiver fällt die Einschätzung von Henrik Zeberg aus. Der Makrostratege erklärte am 11. September auf X, Ethereum beginne nun abzuheben. Nach seiner Darstellung entwickelt sich das Marktumfeld damit genau in die Richtung, die sein übergeordnetes Makro-Szenario vorsieht.

Diese Aussage ist keine spontane Einzelprognose. Bereits im August argumentierte Zeberg, dass sich die Märkte in einer späten Phase des Konjunkturzyklus befinden könnten, in der Kapital verstärkt in risikoreichere Anlagen rotiert. Ethereum betrachtet er innerhalb dieses Szenarios als besonders wichtigen Profiteur. Er hatte dabei sogar die These vertreten, dass ETH sowohl Bitcoin als auch den breiten Aktienmarkt übertreffen könnte.

Für Anleger ist dabei entscheidend, Zebergs Einschätzung als Analystenszenario und nicht als sichere Prognose zu verstehen. Seine These setzt voraus, dass die Risikobereitschaft an den Märkten hoch bleibt und die erwartete Kapitalrotation tatsächlich anhält.

Der jüngste Kursverlauf liefert sowohl Argumente für als auch gegen eine unmittelbar bevorstehende Beschleunigung. Ethereum schoss zwischenzeitlich bis auf rund 2.660 Dollar und erreichte damit das höchste Niveau seit mehreren Monaten. Anschließend gab ETH jedoch einen erheblichen Teil des Anstiegs wieder ab. Aktuelle Kursdaten zeigen Ethereum wieder ungefähr im Bereich von 2.500 bis 2.540 Dollar.

Diese Marken entscheiden jetzt über Zebergs ETH-Szenario

Für Ethereum wird kurzfristig vor allem die Zone rund um 2.500 Dollar wichtig. Kann ETH den Bereich trotz des schnellen Rücksetzers verteidigen, bleibt der jüngste Ausbruch grundsätzlich intakt.

Ein erneuter Anstieg über 2.600 Dollar würde den Kaufdruck wieder verstärken. Noch wichtiger wäre anschließend ein nachhaltiger Ausbruch über das jüngste Hoch im Bereich von 2.660 Dollar. Erst dann würde Ethereum bestätigen, dass der jüngste Kurssprung mehr war als eine kurzfristige Übertreibung.

Auf der anderen Seite wäre ein deutlicher Rückfall unter 2.500 Dollar ein erstes Warnsignal. Dann müsste sich zeigen, ob die starke institutionelle Nachfrage über ETHB und andere Produkte ausreicht, um einen tieferen Rücksetzer aufzufangen.

Gerade hier entsteht der entscheidende Konflikt: Die ETF-Daten wirken konstruktiv und Zeberg erwartet eine deutlich stärkere Ethereum-Phase, doch der Markt hat einen Teil des jüngsten Ausbruchs bereits wieder verkauft.

Die kommenden Handelstage dürften deshalb zeigen, welche Kraft stärker ist. Kann Ethereum die Zone um 2.500 Dollar verteidigen und anschließend das Hoch bei etwa 2.660 Dollar zurückerobern, würde Zebergs bullisches Szenario zusätzliche technische Bestätigung erhalten.


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