Bitcoin zurück über 71.000 Dollar: Iran-Deal-Gerücht zündet Rallye

Bitcoin zurück über 71.000 Dollar: Iran-Deal-Gerücht zündet Rallye
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Bitcoin hat am Mittwoch die Marke von 71.000 US Dollar zurückerobert und damit den höchsten Stand seit dem 8. Februar erreicht. Das ist bemerkenswert, weil die geopolitische Lage weiterhin angespannt bleibt. Auslöser war offenbar ein plötzlicher Stimmungswechsel im Makro Umfeld rund um den Konflikt mit Iran. Doch auch innerhalb des Kryptomarkts war die Ausgangslage schon vorher so, dass eine schnelle Gegenbewegung fast auf der Hand lag.

Warum steigt der Bitcoin Kurs heute?

Der unmittelbare Impuls kam durch einen Bericht, auf den unter anderem der Newsletter The Kobeissi Letter verwies. Demnach soll die New York Times geschrieben haben, Iran habe den USA ein „geheimes“ Angebot gemacht, um über ein Ende des Kriegs zu verhandeln. Genannt wurden mögliche Eckpunkte wie eine Aufgabe oder starke Einschränkung des iranischen Raketen und Atomprogramms sowie weniger Unterstützung für verbündete Gruppen. Gleichzeitig hieß es, US Präsident Donald Trump habe angedeutet, dass Irans verbliebene Führung unter einem sogenannten „Venezuela Modell“ im Amt bleiben könnte.

Ob ein Deal realistisch ist, blieb auch laut Kobeissi offen. Dennoch passte die Meldung zeitlich zu einer schnellen Risk on Reaktion, also mehr Risikobereitschaft, in US Aktien Futures und bei Bitcoin. Diese Schlagzeile erklärt den Funken, aber nicht, warum Bitcoin stärker anzog als Aktien oder Gold. Dafür ist der Blick auf die Positionierung entscheidend.

Der Markt war überverkauft und stark auf fallende Kurse eingestellt

Laut Vetle Lunde, Research Chef bei K33 Research, startete Bitcoin in die Woche in einem ungewöhnlich „komprimierten“ Zustand nach Monaten der Schwäche. Er beschreibt BTC als stark überverkauft, stark geshortet und insgesamt zu wenig gehalten. Hintergrund: Vor den jüngsten Iran Schlagzeilen war Bitcoin zuvor über fünf Monate gefallen und hatte in Summe rund 50 Prozent verloren. Der wöchentliche RSI, ein verbreiteter Momentum Indikator, sei auf einen der niedrigsten Werte der gesamten Historie gerutscht. Damit war Bitcoin anfälliger für eine kräftige Gegenbewegung als viele klassische Anlageklassen.

Hinzu kommt, dass institutionelle Investoren ihre Positionen bereits deutlich reduziert hatten. Lunde verwies auf kräftige Abflüsse aus Spot Bitcoin ETFs, in der Größenordnung von fast 100.000 BTC, sowie auf ein um rund 30 Prozent gesunkenes offenes Interesse an der CME im Vergleich zu Oktober. Das ist relevant, weil ein Teil der Investoren, die Bitcoin in unsicheren Zeiten als Absicherung nutzen könnten, schlicht weniger exposure hatte. Dadurch kann sich die kurzfristige Kopplung an typische Makro Trades lockern.

Der Schub kam auch aus dem Derivate Markt

Besonders auffällig war das Bild bei Derivaten. Die Funding Rates bei Perpetual Futures lagen laut Lunde ungewöhnlich niedrig, und Trader hätten über weite Strecken des Februars sogar eine Art „Prämie“ gezahlt, um short bleiben zu können. Das sei für Bitcoin eher untypisch, da der Markt langfristig oft einen Long Bias hat. Vergleichbare Phasen gab es historisch häufig in Bodenbildungs Zonen, wenn der Verkaufsdruck erschöpft wirkt und zu viele Marktteilnehmer auf der falschen Seite stehen.

Als der Kurs drehte, begann sich diese Schieflage schnell aufzulösen. Lunde berichtete zudem, dass das Open Interest im Binance BTCUSDT Perpetual innerhalb von vier Stunden um 7.547 BTC gestiegen sei, ein Sprung, der in dieser Größenordnung auf Vier Stunden Basis seit 2023 kaum zu sehen gewesen sei. Das deutet darauf hin, dass die Bewegung nicht nur eine Reaktion im Spot Markt war, sondern auch durch schnelle Umschichtungen im Derivate Bereich getrieben wurde.

Ähnlich argumentierte der Analyst Darkfost. Er verwies auf fünf Tage in Folge mit Zuflüssen in Spot ETFs und auf eine klare Zunahme aggressiver Käufe bei Derivaten. Auf Binance stieg das Verhältnis aus Taker Käufen zu Taker Verkäufen auf 1,18, den höchsten Wert des Jahres. Zeitweise lagen die Taker Kaufvolumina zudem mehrfach bei über 1 Milliarde US Dollar pro Stunde. In Summe ist das ein Signal, dass Käufer nicht mehr nur Verkäufe absorbieren, sondern kurzfristig wieder den Takt vorgeben.

Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung lag Bitcoin bei rund 70.851 US Dollar.

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