Bitcoin läuft in eine Zone, in der die aktuelle Erholung schnell kippen könnte. Zwischen rund 66.300 und 69.000 Dollarkönnte sich ein entscheidendes Hoch ausbilden, bevor eine neue Verkaufswelle einsetzt. Besonders brisant: Während der Kurs weiter steigt, verlieren mehrere technische Indikatoren bereits an Kraft.
Das kurzfristige Aufwärtspotenzial ist damit noch nicht vollständig ausgeschöpft. Gleichzeitig verschiebt sich das Verhältnis zwischen Chance und Risiko zunehmend zugunsten der Verkäufer. Sollte die aktuelle Erholung tatsächlich nur eine Gegenbewegung innerhalb des übergeordneten Abwärtstrends sein, könnte anschließend noch einmal erheblicher Druck auf Bitcoin entstehen.
Warum die Bitcoin-Erholung immer anfälliger wird
Im zugrunde liegenden Elliott-Wave-Szenario befindet sich Bitcoin derzeit in einer sogenannten Welle 4 Solche Phasen treten häufig kurz vor der letzten Abwärtsbewegung eines fünfteiligen Trends auf.
Dazu passt das aktuelle Marktbild: Die Erholung wirkt vergleichsweise langsam, zieht sich über längere Zeit und wird von zunehmend schwachen technischen Signalen begleitet.
Die breitere Zielzone für diese Erholung liegt zwischen 62.541 und 67.894 Dollar und wurde bereits weitgehend erreicht. Noch entscheidender ist der Bereich zwischen 66.317 und 68.965 Dollar. Dort könnte sich das finale Hoch der laufenden Gegenbewegung ausbilden.
Eine Ausdehnung bis in den Bereich von 70.000 Dollar bleibt möglich. Ein solcher Anstieg würde das bearishe Szenario jedoch nicht automatisch entkräften. Stattdessen könnte Bitcoin lediglich ein höheres Zwischenhoch bilden, bevor die nächste Abwärtswelle beginnt.
Dieses Warnsignal wird jetzt besonders gefährlich
Die größte Schwäche zeigt sich derzeit nicht allein im Kurs, sondern unter der Oberfläche.
Bitcoin markiert höhere Hochs, während der MACD gleichzeitig niedrigere Hochs ausbildet. Diese bearishe Divergenz zeigt, dass der Kursanstieg nicht mehr von derselben Dynamik getragen wird wie zuvor.
Auch der RSI bewegt sich zunehmend in Richtung überkaufter Bereiche. Gleichzeitig ist das Handelsvolumen während der mehrwöchigen Erholung zurückgegangen. Steigende Kurse bei nachlassendem Volumen können darauf hindeuten, dass immer weniger Käufer bereit sind, die höheren Preise mitzutragen.
Genau darin liegt die Gefahr: Bitcoin kann kurzfristig noch steigen, doch ohne zunehmende Nachfrage kann ein Ausbruch schnell wieder verkauft werden.
Für Anleger wird deshalb entscheidend, ob Bitcoin oberhalb der aktuellen Widerstandszone echte Trendstärke entwickelt. Bleibt diese aus, steigt mit jedem weiteren Kursanstieg auch das Risiko einer abrupten Umkehr.
Fällt Bitcoin, rückt die 51.000-Dollar-Zone in den Fokus
Sollte die erwartete fünfte Abwärtswelle einsetzen, liegt ein wichtiges zyklisches Ziel am 61,8-Prozent-Fibonacci-Niveau bei rund 51.336 Dollar.
Vom betrachteten aktuellen Kursbereich würde dies einen Rückgang von ungefähr 21 Prozent bedeuten. Steigt Bitcoin vorher noch bis etwa 70.000 Dollar, würde sich das mögliche Abwärtspotenzial bis zur gleichen Zielzone auf rund 26 Prozent erhöhen.
Damit entsteht ein ungewöhnlich schwieriges Verhältnis: Einige Tausend Dollar zusätzliches Aufwärtspotenzial stehen einem deutlich größeren möglichen Rücksetzer gegenüber.
Das bedeutet nicht, dass Bitcoin zwangsläufig bis 51.000 Dollar fallen muss. Die technischen Signale sprechen jedoch dafür, größere neue Positionen in dieser Phase besonders kritisch zu prüfen. Im Bereich um 51.000 Dollar könnte sich dagegen eine deutlich attraktivere zyklische Einstiegszone ergeben, falls der erwartete Abverkauf tatsächlich einsetzt.
Jetzt zählt vor allem die Zone zwischen rund 66.300 und 69.000 Dollar. Scheitert der Bitcoin Kurs dort und bestätigt sich die Schwäche bei Momentum und Volumen, könnte aus der aktuellen Erholung schnell der Startschuss für den nächsten Abverkauf werden.