Bitcoin vor Fed-Entscheid: Droht der Rücksetzer auf 70.000 Dollar?

Bitcoin-vor-FedEntscheid-Droht-jetzt-der-Ruecksetzer-auf-70000-Dollar
Bitcoin vor Fed-Entscheid: Droht der Rücksetzer auf 70.000 Dollar? (Foto KI generiert)
Werbung

Bitcoin startet mit erhöhtem Druck in einen der wichtigsten Handelstage der Woche. Der BTC-Kurs notiert aktuell bei rund 75.840 Dollar und damit etwa 1,8 Prozent tiefer als vor 24 Stunden. Gleichzeitig preist der Markt mit mehr als 92 Prozent Wahrscheinlichkeit eine Zinserhöhung der US-Notenbank um 25 Basispunkte ein.

Genau in diesem Umfeld sorgt die Strategie des Krypto-Traders CryptoJelle für Aufmerksamkeit. Er hält es für wahrscheinlich, dass Bitcoin sein zyklisches Tief bereits gesehen hat, will seine Akkumulation aber keineswegs beenden. Stattdessen liegen nach eigenen Angaben Kaufgebote zwischen 70.000 und 68.000 Dollar im Markt.

Diese Zone ist inzwischen deutlich näher, als es zunächst klingt: Von rund 75.600 Dollar müsste Bitcoin lediglich etwa 7 bis 10 Prozent korrigieren, um die Kauforders zu erreichen. Die heutige Fed-Entscheidung könnte entscheiden, ob ein solcher Rücksetzer tatsächlich auf den Tisch kommt.

Warum die Fed Bitcoin heute gefährlich werden kann

Die Federal Reserve entscheidet am Mittwoch über ihre Geldpolitik. Das zweitägige FOMC-Treffen endet heute, die Zinsentscheidung wird um 20:00 Uhr deutscher Zeit veröffentlicht, anschließend folgt um 20:30 Uhr die Pressekonferenz. Der bisherige Zielkorridor liegt bei 3,50 bis 3,75 Prozent. Eine erwartete Erhöhung um 25 Basispunkte würde ihn auf 3,75 bis 4,00 Prozent anheben.

Die eigentliche Überraschung wäre dabei nicht unbedingt die Zinserhöhung selbst. Diese ist inzwischen weitgehend eingepreist. Entscheidend wird sein, welchen Kurs die Fed für die kommenden Monate signalisiert.

Bereits bei der Sitzung im Juli zeigte sich innerhalb des FOMC eine deutlich restriktivere Fraktion. Zwar stimmte die Mehrheit dafür, die Zinsen unverändert zu lassen, drei Mitglieder wollten den Leitzins jedoch bereits damals um 25 Basispunkte erhöhen.

Sollten die neuen Projektionen oder Aussagen auf weitere Zinsschritte hindeuten, könnten die Renditen am Anleihemarkt erneut steigen. Für Bitcoin und andere Risikoanlagen wäre das zunächst Gegenwind.

Auch historische Daten mahnen zur Vorsicht. Analyst Axel Adler Jr. verweist darauf, dass der S&P 500 nach den sieben ersten Zinserhöhungen eines neuen Fed-Zyklus seit 1988 in fünf Fällen sechs Wochen später tiefer stand. Die durchschnittliche Performance habe bei minus 2,83 Prozent gelegen. Diese Statistik lässt sich nicht direkt auf Bitcoin übertragen, zeigt aber, dass der Beginn einer Straffungsphase kurzfristig erhöhte Schwankungen auslösen kann.

Warum 70.000 Dollar jetzt zur entscheidenden Zone werden

CryptoJelle verfolgt trotz dieser Risiken keine kurzfristige Alles-oder-nichts-Wette. Seine Strategie besteht nach eigenen Angaben darin, rund um größere Zyklustiefs schrittweise Bitcoin aufzubauen. Dabei will er sowohl vor als auch nach einem möglichen Tief weiter akkumulieren.

Seine Gebote zwischen 70.000 und 68.000 Dollar sollen vor allem einen schnellen Abverkauf auffangen. Denkbar wäre beispielsweise ein kurzer Docht nach unten im Zuge einer heftigen Reaktion auf die Fed, bevor Käufer wieder in den Markt kommen.

Interessant ist, dass die 70.000-Dollar-Marke nicht nur für diesen Trader relevant ist. Auch CryptoQuant bezeichnete zuletzt 70.000 Dollar als mögliche Unterstützungszone. Darunter sieht das Analyseunternehmen einen weiteren wichtigen Bereich zwischen 62.000 und 65.000 Dollar.

Damit entsteht eine klare Abstufung: Verteidigt Bitcoin die Region um 70.000 Dollar, könnte sich der jüngste Boden weiter festigen. Fällt BTC dagegen deutlich darunter, würde sich der Blick schnell auf den Bereich um 65.000 bis 62.000 Dollar verschieben.

Ein Rückgang bis 68.000 Dollar würde vom aktuellen Niveau bereits einem Verlust von rund zehn Prozent entsprechen. Für einen Markt, der unmittelbar auf eine richtungsweisende Fed-Pressekonferenz wartet, ist eine solche Bewegung allerdings nicht außerhalb realistischer Schwankungsbreiten.

Auf der Oberseite wartet die nächste Hürde bereits

Das bullische Szenario ist gleichzeitig noch nicht vom Tisch. Sollte die Fed zwar die erwartete Zinserhöhung liefern, anschließend aber keine deutlich aggressivere Straffung ankündigen, könnte der größte Belastungsfaktor bereits eingepreist sein.

Auf der Oberseite wartet jedoch eine wichtige Hürde. CryptoQuant sieht 81.700 Dollar als zentrale Widerstandsmarke, deren Überwindung notwendig wäre, um einen neuen Bullenmarkt technisch stärker zu bestätigen. Weitere Widerstände liegen demnach bei 83.600 und 88.700 Dollar.

Bitcoin sitzt damit wenige Stunden vor der Fed-Entscheidung zwischen zwei klaren Szenarien. Oberhalb von 81.700 Dollar würde sich das technische Bild deutlich verbessern. Auf der Unterseite rückt dagegen zunächst die Marke von 70.000 Dollar in den Fokus.

CryptoJelles These, dass das größere Zyklustief bereits hinter Bitcoin liegen könnte, bleibt eine Einschätzung und keine bestätigte Tatsache. Sein eigener Plan zeigt jedoch, warum selbst ein bullischer Investor weiterhin mit erheblichen Rücksetzern rechnet.


Krypto kaufen

Kryptowährungen kaufen, aber richtig

Wer nach einer Meldung selbst investieren möchte, braucht zuerst einen regulierten Zugang zum Markt. Bei eToro lassen sich Krypto, Aktien und ETFs in einem Konto handeln, einmalig oder regelmäßig über die Zeit verteilt.

  • EU- und MiCA-reguliertCySEC-Lizenz 109/10, MiCA seit 2025
  • Alles in einem DepotKrypto, Aktien und ETFs
  • CopyTraderErfahrene Trader kopieren
  • Einzahlung per PayPalauch Karte, SEPA und Skrill
Kostenlos Konto bei eToro eröffnen Konto in wenigen Minuten. Vorher testen geht im Demokonto mit 100.000 $ Guthaben. Ihr Kapital ist einem Risiko ausgesetzt. 51 % der Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter. Kryptowerte sind hochvolatil, ein Totalverlust ist möglich; eine MiCA-Zulassung schützt nicht vor Kursverlusten. Keine Anlageberatung. Details im eToro-Testbericht.
Teilen
Inhalt
Auch Interessant
XRPBoom-MilliardenKauf-der-Wale-und-ein-540Szenario-sorgen-fuer-Aufsehen
Alle-reden-von-100000-doch-dieser-Trader-hat-jetzt-eine-andere-Zone-im-Visier
Bitcoin-auf-Achtmonatshoch-Dieses-Signal-kommt-jetzt-vom-Aktienmarkt