Bitcoin meldet sich mit einem Paukenschlag zurück. Der Wochenchart zeigt aktuell ein Plus von rund 23 Prozent, BTC schoss aus dem Bereich um 63.000 Dollar zeitweise bis knapp unter 80.000 Dollar. Genau dort beginnt jetzt der entscheidende Test: Gelingt Bitcoin der nachhaltige Sprung über diese Zone, könnte aus der jüngsten Erholung deutlich mehr werden.
Besonders bullisch wirkt dabei ein langfristiger Vergleich des Analysten Christopher Inks von TexasWest Capital. Sein Wochenchart stellt die Bodenbildung nach dem Crash von 2022 der aktuellen Marktstruktur gegenüber. Die Ähnlichkeit ist auffällig: starker Abverkauf, längere Stabilisierung nahe den Tiefs, eine bullische Divergenz im RSI und anschließend ein Momentumwechsel.
Warum der 2022-Vergleich plötzlich bullisch wird
Auf den ersten Blick ist die Parallele ungewöhnlich. Schließlich gilt 2022 als eines der dunkelsten Bitcoin-Jahre überhaupt. Inks markiert im Chart zwei große violette Bereiche. Der erste umfasst den Absturz vom Hoch 2021 bis zum Tief Ende 2022. Der zweite zeigt die Korrektur vom Rekordhoch 2025 bis in die aktuelle Phase von 2026.
Entscheidend sind jedoch die kleineren türkisfarbenen Zonen. Ende 2022 verbrachte Bitcoin mehrere Monate in einer engen Bodenbildungsphase zwischen grob 15.000 und 25.000 Dollar. Der Verkaufsdruck ließ nach, während sich der Bitcoin Kurs stabilisierte. Anschließend gelang Anfang 2023 der Ausbruch aus dieser Zone. Was folgte, war nicht nur eine kurze Gegenbewegung. Es begann die Erholung, aus der später der nächste große Aufwärtstrend entstand.
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Weitere InformationenIm aktuellen Chart sieht Inks eine verblüffend ähnliche Struktur. Auch diesmal wurde ein großer Teil des vorherigen Anstiegs korrigiert. Danach stabilisierte sich Bitcoin über mehrere Monate, während neue Tiefs zunehmend weniger Verkaufsdruck auslösten. Jetzt schießt BTC innerhalb einer einzigen Woche zurück an die Oberkante dieser Bodenbildungszone.
Genau das macht die aktuelle Bewegung so interessant.
Inks hatte bereits Anfang 2026 darauf hingewiesen, dass der damalige Rückgang zwar optisch Erinnerungen an 2022 weckte, die Marktstruktur aber anders aussah. Statt eines neuen unkontrollierten Zusammenbruchs sah er Anzeichen für einen weitgehend abgeschlossenen Washout und eine anschließende Bodenbildungsphase.
Der aktuelle Wochenchart könnte nun zeigen, dass diese Phase tatsächlich ihrem Ende näher kommt.
Die 80.000-Dollar-Zone entscheidet jetzt alles
Der wichtigste Bereich liegt unmittelbar vor Bitcoin.
BTC erreichte während der laufenden Rallye bereits knapp 79.500 Dollar. Damit steht der Kurs genau dort, wo im Chart die Oberkante der mehrmonatigen Konsolidierung verläuft. Auch aktuelle Marktdaten bestätigen den kräftigen Sprung: Bitcoin erreichte am Freitag ein Mehrmonatshoch nahe 79.500 Dollar und legte innerhalb der Woche mehr als 20 Prozent zu.
Für die Bullen bedeutet das: Rund 80.000 Dollar werden jetzt zur Schlüsselmarke.
Ein kurzer Ausflug darüber reicht allerdings nicht. Deutlich stärker wäre ein überzeugender Wochenschluss oberhalb der Zone. Dann würde Bitcoin nicht mehr nur innerhalb seiner bisherigen Erholung handeln, sondern aus der gesamten Bodenbildungsstruktur ausbrechen. Genau hier wird der Vergleich mit 2022 besonders spannend.
Damals folgte auf den Ausbruch aus der türkis markierten Basis eine deutliche Neubewertung nach oben. Sollte sich das Muster wiederholen, würde oberhalb von 80.000 Dollar zunächst der Bereich um 85.000 bis 90.000 Dollar in den Fokus rücken. Darüber wartet die psychologisch enorm wichtige Region um 100.000 Dollar.
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Das bedeutet nicht, dass Bitcoin automatisch zum alten Rekordhoch zurückkehrt. Der Chart zeigt jedoch einen möglichen Übergang: weg von einer monatelangen Bodenbildung, hin zu einer Phase, in der Käufer wieder Kontrolle über den Markt übernehmen.
Auch das Momentum liefert ein starkes Kaufsignal
Der Kurs allein ist nicht das einzige bullische Argument. Im unteren Bereich des Charts fällt beim Wochen-RSI eine markierte bullische Divergenz auf. Während Bitcoin während der Bodenbildung erneut schwache Kursniveaus testete, hielt sich der Momentumindikator vergleichsweise besser und bildete höhere Tiefpunkte.
Eine ähnliche Konstellation war bereits Ende 2022 zu erkennen. Eine solche Divergenz bedeutet vereinfacht: Der Preis steht noch unter Druck, doch hinter den Kulissen verliert die Abwärtsbewegung an Kraft. Verkäufer schaffen es zwar noch, den Kurs niedrig zu halten, bekommen dafür aber immer weniger Unterstützung vom Momentum.
Zusätzlich dreht der Stochastik-Indikator am unteren Rand des Charts aus einem zuvor schwachen Bereich wieder nach oben. Auch hier ähnelt die Struktur auffällig der Situation vor dem Ausbruch Anfang 2023.
Die technische Erholung bekommt gleichzeitig Unterstützung von außerhalb des Charts. Die jüngste Rally wurde von einem schwächeren Dollar, steigender institutioneller Nachfrage und wieder deutlich stärkeren Zuflüssen in Bitcoin-ETFs begleitet. US-Spot-ETFs verzeichneten laut aktuellen Marktdaten innerhalb weniger Tage Zuflüsse von mehr als einer Milliarde Dollar.
Damit besteht die Bewegung nicht ausschließlich aus kurzfristigem Short-Covering. Es fließt gleichzeitig neues Kapital in den Markt. Für Bitcoin könnte genau diese Kombination entscheidend werden.
Solange BTC die jüngste Rallye nicht vollständig wieder abverkauft, bleibt der bullische Ausbruch in Reichweite. Ein Rückfall tief unter 70.000 Dollar würde das Momentum deutlich beschädigen. Sollte Bitcoin dagegen die Region um 80.000 Dollar auf Wochenbasis überwinden, würde der von Inks gezeigte Vergleich mit der Bodenbildung von 2022 erheblich an Gewicht gewinnen.
Jetzt zählt genau eine Zone: Fällt die 80.000-Dollar-Marke, könnte Bitcoin den monatelangen Abwärtstrend endgültig hinter sich lassen.
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