Bitcoin vor dem Wendepunkt? Kaufsignal erinnert an das Tief von 2023

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Bitcoin vor dem Wendepunkt? Kaufsignal erinnert an das Tief von 2023 (BitcoinBasis.de | Image GPT - KI generiert)
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Bitcoin könnte vor einem entscheidenden Stimmungswechsel stehen. Während überhitzte Futures-Positionen bereits deutlich abgebaut wurden, taucht gleichzeitig ein Signal auf, das zuletzt in der Nähe des Zyklustiefs 2023 auffiel: Auf OKX ist das aggressive Kaufinteresse stark angesprungen.

Noch ist damit kein Boden bestätigt. Doch wenn ETF-Nachfrage, gesünderer Hebel und Käufe erfahrener Marktteilnehmer zusammenkommen, könnte sich die Marktstruktur wieder zugunsten der Bullen verschieben.

CryptoQuant-CEO Ki Young Ju sieht dabei eine Besonderheit im aktuellen Bitcoin-Zyklus. Langjährige BTC-Besitzer, sogenannte OGs, hätten ihre bisher profitabelste Verkaufsphase hinter sich. Anders als in früheren Zyklen landeten diese Coins jedoch offenbar nicht nur bei klassischen Börsenhändlern.

Ein großer Teil des Angebots wurde laut Ju von Spot-Bitcoin-ETFs und Unternehmen absorbiert, die Bitcoin gezielt in ihre Bilanz aufnehmen. Genau diese Nachfrage könnte erklären, warum der Markt trotz großer Gewinnmitnahmen robuster geblieben ist als in früheren Phasen.

Warum der große Hebelabbau jetzt entscheidend wird

Die starke Nachfrage hatte allerdings eine Nebenwirkung: Auf Binance sammelten Nutzer hohe unrealisierte Gewinne an, die laut CryptoQuant sogar deutlich über den Spitzenwerten des Jahres 2021 lagen.

Mit den Gewinnen stieg auch die Risikobereitschaft. Das Verhältnis zwischen dem offenen Interesse bei BTC/USDT-Futures und den verfügbaren USDT-Reserven kletterte zeitweise über 0,5. Vereinfacht gesagt: Im Verhältnis zum verfügbaren Kapital wurden immer größere gehebelte Positionen aufgebaut.

Inzwischen ist der Wert auf etwa 0,3 zurückgefallen. Das spricht dafür, dass ein erheblicher Teil dieses Hebels bereits aus dem Markt gespült wurde.

Für Bitcoin ist genau das relevant. Hoher Hebel kann Kursbewegungen nach unten massiv beschleunigen, weil fallende Preise automatische Liquidationen auslösen. Ein niedrigeres Leverage-Niveau nimmt dem Markt einen Teil dieses explosiven Risikos.

Die entscheidende Frage lautet deshalb: Ist der aktuelle Rückgang nur eine Bereinigung überhitzter Positionen oder beginnt ein tieferer Stimmungswechsel?

Diese Kostenbasis wird jetzt zur kritischen Zone

Ein weiteres Signal macht die aktuelle Lage besonders sensibel. Der realisierte Bitcoin-Preis der Binance-Nutzer ist in Richtung des aktuellen BTC-Kurses gestiegen.

Damit handelt Bitcoin zunehmend nahe dem durchschnittlichen Einstandspreis dieser Marktteilnehmer.

Diese Zone kann psychologisch entscheidend werden. Bleibt Bitcoin darüber, sitzen viele Anleger weiterhin auf Gewinnen oder zumindest nahe ihrem Einstiegspreis. Das reduziert den unmittelbaren Verkaufsdruck.

Fällt BTC jedoch nachhaltig darunter, könnte sich die Lage drehen. Aus komfortablen Buchgewinnen werden Verluste, und damit steigt das Risiko, dass Anleger Positionen schließen und zusätzlichen Verkaufsdruck erzeugen.

Genau deshalb ist die aktuelle Kostenbasis mehr als nur eine weitere Kennzahl. Sie kann darüber entscheiden, ob die laufende Bereinigung stabilisiert wird oder in eine neue Abwärtswelle übergeht.

Dieses Kaufsignal erinnert plötzlich an 2023

Besonders auffällig ist derzeit der sogenannte Taker Buy/Sell Ratio auf OKX. Der Wert sprang zuletzt auf rund 1,7.

Die Kennzahl zeigt, ob aggressive Marktteilnehmer stärker auf der Käufer- oder Verkäuferseite auftreten. Ein deutlich erhöhter Wert bedeutet, dass Käufer bereit sind, bestehende Verkaufsangebote direkt aus dem Orderbuch zu nehmen, statt auf günstigere Preise zu warten.

Ähnliche Ausschläge waren laut CryptoQuant in der Nähe des Zyklustiefs 2023 zu beobachten. Damals bauten große und erfahrene Marktteilnehmer umfangreiche Long-Positionen auf. Das macht den aktuellen Anstieg interessant, aber noch nicht zum bestätigten Bodensignal.

Entscheidend ist jetzt, ob sich drei Kräfte gleichzeitig verstärken: anhaltende Spot-Nachfrage durch ETFs und Bitcoin-Treasury-Unternehmen, ein weiter bereinigter Futures-Markt und neue Käufe großer erfahrener Marktteilnehmer.

Kommen diese Faktoren zusammen, könnte aus der aktuellen Bereinigung tatsächlich ein bullischer Wendepunkt entstehen. Scheitert dagegen die Nachfrage, während Bitcoin unter die Kostenbasis wichtiger Marktgruppen rutscht, wäre neuer Verkaufsdruck wahrscheinlich.

Jetzt entscheidet sich, ob der Hebelabbau Bitcoin stabilisiert oder nur die Ruhe vor dem nächsten Abverkauf war.

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