Bitcoin hat innerhalb weniger Tage die Stimmung am Kryptomarkt gedreht. Nach einem Wochenplus von rund 23 Prozent notiert BTC wieder im Bereich von 77.000 bis 79.000 Dollar. Ethereum legte im selben Zeitraum sogar rund 26 Prozent zu. Für den viel beachteten Analysten CrediBULL ist das allerdings nicht einfach nur eine kräftige Erholung: Er sieht in der jüngsten Bewegung den Start einer Rallye, die seiner Einschätzung nach mehr als fünf Jahre vorbereitet wurde.
Damit steht plötzlich eine deutlich größere Frage im Raum. War der massive Abverkauf der vergangenen Monate nur die Bereinigung vor einer neuen Expansionsphase? Genau dieses Szenario rückt nach dem explosiven Comeback von Bitcoin jetzt wieder in den Fokus.
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Warum dieser Ausbruch mehr sein könnte als nur eine Erholung
Noch im Juni war Bitcoin zeitweise unter die Marke von 60.000 Dollar gefallen. Inzwischen hat sich die größte Kryptowährung wieder deutlich davon entfernt und erreichte zuletzt den höchsten Stand seit mehreren Monaten. Allein in der vergangenen Woche gewann BTC mehr als 20 Prozent.
Entscheidend ist dabei, dass die Bewegung nicht isoliert stattfindet. Auch Ethereum, XRP und weitere Altcoins zogen kräftig an. Gleichzeitig wurden laut AP im Zuge des Anstiegs mehr als vier Milliarden Dollar an bearish positionierten Krypto-Trades aus dem Markt gedrückt. Wer auf weiter fallende Kurse gesetzt hatte, musste Positionen schließen und verstärkte dadurch den Anstieg zusätzlich.
Dazu kommt Rückenwind aus dem Makroumfeld. Die angekündigte Ausweitung langfristiger Anleiherückkäufe durch das US-Finanzministerium belastete den Dollar und verstärkte die Nachfrage nach knappen Vermögenswerten wie Gold und Bitcoin. Parallel sorgen Fortschritte bei der US-Kryptoregulierung für neue Hoffnung auf mehr institutionelles Kapital.
Aus einer technischen Gegenbewegung ist damit zumindest die Möglichkeit eines echten Stimmungswechsels geworden.
CrediBULL sieht jetzt eine neue Expansionsphase
Genau an diesem Punkt setzt die ungewöhnlich bullische Einschätzung von CrediBULL an. Der Analyst bezeichnet sein neues Marktupdate als eines der wichtigsten Videos, die er in den vergangenen Jahren veröffentlicht habe.
Die Bewegung der letzten 48 Stunden habe seiner Meinung nach eine Rallye gezündet, deren Aufbau mehr als fünf Jahre gedauert habe. Neben Bitcoin und Ethereum richtet er seinen Blick dabei ausdrücklich auf CRV, CVX, HBAR, XRP und TRAC.
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Mehr InformationenBesonders deutlich wird seine Erwartung bei XRP. In einer aktuellen Reaktion auf Diskussionen über sein Video stellte CrediBULL klar, dass er keineswegs bearish auf XRP sei. Im Gegenteil: Er hält weiterhin zweistellige XRP-Kurse für möglich. Beim aktuellen XRP-Preis von rund 1,47 Dollar wäre dafür selbst bis zur Marke von 10 Dollar ein Anstieg von weit über 500 Prozent erforderlich.
Auch bei Ethereum ist seine langfristige Erwartung außergewöhnlich hoch. Noch vor wenigen Wochen verwies der Analyst auf ein Ziel von mehr als 20.000 Dollar für ETH. Ethereum notiert aktuell nur bei rund 2.400 Dollar. Ein solches Szenario würde deshalb eine komplett neue Bewertungsphase für den zweitgrößten Kryptowert voraussetzen.
Seine eigentliche These geht damit weit über einen kurzfristigen Bitcoin-Pump hinaus: Bitcoin könnte die Tür öffnen, während Ethereum und ausgewählte Altcoins in einer späteren Phase deutlich stärker von zurückkehrender Liquidität profitieren.
Und genau das wäre der entscheidende Unterschied zwischen einer kurzen Erholungsrallye und einem neuen Krypto-Zyklus.
Diese Zone muss Bitcoin jetzt verteidigen
Trotz der Euphorie ist die bullische These noch nicht endgültig bestätigt. Die erste große Bewährungsprobe liegt im Bereich des jüngsten Ausbruchs um rund 74.000 bis 75.000 Dollar. Dort hatte Bitcoin zuvor ein Mehrmonatshoch überwunden. Solange Käufer Rücksetzer oberhalb oder rund um diese Zone auffangen, bleibt die neue Marktstruktur konstruktiv.
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Weitere InformationenDarüber wartet mit 80.000 Dollar bereits die nächste psychologisch wichtige Marke. Ein nachhaltiger Ausbruch darüber würde den Abstand zu den Tiefs weiter vergrößern und könnte Anleger zurück in den Markt ziehen, die den ersten Teil der Erholung verpasst haben.
Genau darin liegt jetzt aber auch das Risiko: Nach einem Wochenanstieg von mehr als 20 Prozent sind kurzfristige Gewinnmitnahmen jederzeit möglich. Bei Ethereum und XRP zeigen erste Indikatoren bereits überkaufte Bedingungen. Eine Konsolidierung wäre deshalb nicht automatisch bärisch. Entscheidend wäre vielmehr, ob Käufer bei einem Rücksetzer wieder auftreten oder ob Bitcoin tief in die gerade zurückeroberte Zone zurückfällt.
Hält Bitcoin den Ausbruch und bleibt gleichzeitig die Stärke bei Ethereum und den Altcoins erhalten, könnte die jüngste Rallye tatsächlich mehr sein als nur eine Reaktion auf den vorherigen Abverkauf. Dann würde CrediBULLs zentrale These plötzlich deutlich relevanter: Nicht das Ende der Bewegung wäre erreicht, sondern möglicherweise erst der Beginn einer neuen Expansionsphase.
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