Bitcoin verliert 75.000 Dollar: Droht jetzt der große Crash?

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Bitcoin verliert 75.000 Dollar: Droht jetzt der große Crash? (BitcoinBasis.de | Image GPT)

Bitcoin ist erneut unter 75.000 Dollar gefallen und hat damit ein gefährliches Warnsignal gesetzt. Der Markt scheitert ausgerechnet an der Zone, die jetzt über Erholung oder echten Abverkauf entscheidet: 78.000 Dollar. Solange Bitcoin darunter bleibt, geraten kurzfristige Käufer zunehmend unter Druck und könnten selbst zur Verkaufswelle werden. 

Der Rücksetzer wirkt deshalb schwerer als ein normaler Ausrutscher. Bitcoin hatte sich zuvor von den Tiefs im Frühjahr stabilisiert, doch die neue Schwäche zeigt: Die Erholung hat noch keinen tragfähigen Unterbau. Besonders kritisch ist die Spanne zwischen 75.000 und 78.000 Dollar. Genau dort treffen mehrere Belastungsfaktoren zusammen.

Warum der Bereich um 78.000 Dollar jetzt zur Falle wird

Laut Glassnode liegen nahe 78.000 Dollar zwei wichtige On-Chain-Marken eng beieinander: die Kostenbasis kurzfristiger Halter und der sogenannte True Market Mean. Vereinfacht gesagt zeigt diese Zone, ob jüngere Käufer wieder in die Gewinnzone kommen oder ob sie unter Wasser bleiben.

Das ist entscheidend. Wer erst in den vergangenen Wochen gekauft hat und nun nahe Einstand oder im Verlust steht, wird bei weiterer Schwäche nervöser. Eine Gruppe, die eigentlich stützen könnte, wird dann zum Risiko. Hält Bitcoin die Zone nicht zurück, entsteht kein Vertrauen. Dann wird jeder Erholungsversuch schnell wieder verkauft.

Zusätzlich konzentriert sich am Optionsmarkt viel Druck im Bereich von 75.000 bis 76.000 Dollar. Dort liegen laut Bericht mehr als 8 Milliarden Dollar an negativer Gamma-Positionierung. Das kann Bewegungen verstärken, weil Händler bei fallenden Kursen zusätzlich verkaufen müssen. Bitcoin wird dadurch in dieser Zone besonders anfällig für kleine Verkaufswellen.

ETF-Abflüsse nehmen Bitcoin den wichtigsten Rückenwind

Der zweite Belastungsfaktor kommt von den US-Spot-Bitcoin-ETFs. Sie hatten die vorherige Erholung gestützt, doch zuletzt drehten die Kapitalflüsse wieder ins Minus. Über rund zwei Wochen flossen etwa 2,26 Milliarden Dollar aus den Produkten ab.

Das ist für Bitcoin problematisch, weil ETF-Nachfrage inzwischen ein wichtiger struktureller Käufer im Markt ist. Fallen diese Zuflüsse weg oder drehen sie deutlich negativ, fehlt dem Kurs ein stabiler Gegenpol gegen Gewinnmitnahmen und nervöse Verkäufe.

Auch die Spot-Nachfrage zeigt laut Glassnode wieder Schwäche. Das bedeutet: Käufer nehmen das Angebot nicht aggressiv genug auf. Bitcoin wird dadurch stärker von Makro-Druck, Dollar-Stärke, steigenden Renditen und geopolitischer Unsicherheit abhängig. Statt wie ein unabhängiger Vermögenswert zu laufen, handelt BTC wieder stärker wie ein klassischer Risiko-Trade.

Diese Marke entscheidet jetzt über Erholung oder Rückfall

Für Bitcoin läuft alles auf 78.000 Dollar hinaus. Gelingt die Rückeroberung dieser Zone mit echter Spot-Nachfrage und stabileren ETF-Flüssen, könnte die Erholung wieder glaubwürdig werden. Dann wäre auch ein neuer Anlauf in den niedrigen 80.000-Dollar-Bereich möglich.

Scheitert Bitcoin jedoch weiter unter 78.000 Dollar, kippt das Bild. Dann bleibt der Markt zwar nicht automatisch im Bärenmodus, aber die Erholung verliert ihre Kraft. Ein nachhaltiger Bruch unter 75.000 Dollar würde den Blick wieder auf den Bereich um 60.000 Dollar lenken.

Genau deshalb ist die aktuelle Schwäche so brisant. Bitcoin steht nicht nur vor einer technischen Hürde, sondern vor einem Stimmungstest. Solange 78.000 Dollar nicht zurückerobert werden, bleibt jeder Bounce verdächtig. Jetzt zählt genau diese Linie.

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